Anfeindungen durch die Bayern-Ultras: Hopp-Anwalt fordert radikalen Schritt - „Sehr scharfes Schwert“

Der Wahnsinn von Hoffenheim: Nach den Schmähungen gegen Dietmar Hopp beim Spiel des FC Bayern München in Sinsheim steht die Bundesliga unter Schock. Lesen Sie hier alle Entwicklungen im News-Ticker.

  • Ultras des FC Bayern haben im Bundesliga-Spiel bei 1899 Hoffenheim für einen Eklat gesorgt.
  • Auch „Fans“ anderer Klubs beleidigtenTSG-Mäzen Dietmar Hopp mit Spruchbändern auf Übelste.
  • Hier lesen Sie alle Infos zum Bundesliga-Beben im News-Ticker.

Update vom 17. April: Eineinhalb Monate nach dem Fan-Eklat von Sinsheim und der einträchtigen Reaktion beider Klubs gibt es plötzlich Zoff zwischen 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern * - es geht um den Transfer eines Supertalents. Währenddessen wird ind er Bundesliga über Geisterspiele diskutiert - die deutschen Fanszenen haben diesbezüglich eine klare Meinung und nun mit deutlicher Kritik reagiert.

Nach Vorfällen gegen Hoffenheim: FC Bayern ruft Kommission ins Leben

Update vom 02. März, 17.50 Uhr: Der FC Bayern München hat an diesem Montag eigens eine Kommission ins Leben gerufen, um gegen Hass und Hetze vorzugehen. Auch in der 2. und 3. Liga wurde wild gegen den Mäzen protestiert.

Das teilte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit - und erneuerte seine scharfe Kritik an den Münchner Ultras, die am Samstag in Sinsheim beinahe einen Spielabbruch provoziert hätten. 

Rummenigge erklärte dazu: „Ich bin ein Freund des Dialogs, aber der Dialog hat nicht dazu geführt, dass wir irgendeine Lösung haben, die von Ultras bisher akzeptiert worden ist. Ich habe immer den Eindruck, wir befinden uns in einer Einbahnstraße, in der die Klubs nur geben müssen und die Fans nur nehmen wollen, aber nicht bereit sind, ihr eigenes Verhalten in irgendeiner Art und Weise zu korrigieren.“

Lesen Sie hierzu auch den tz-Kommentar: Die Wut der Fußballfans und die Ignoranz der Funktionäre

Update vom 02. März, 15.30 Uhr: Geldstrafen, Fan-Ausschluss, leere Tribünen - welche Folgen hat der Ultra-Eklat für den FC Bayern München? Sanktionen wird es in jedem Fall geben, der Kontrollausschuss des DFB hat bereits ein Ermittlungsverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eingeleitet.

Das dürfte nicht nur Bayern-Trainer Hansi Flick nicht gefallen.

Update vom 02. März, 10.15 Uhr: Die Eskalation zwischen der organisierten Fanszene in der Bundesliga auf der einen Seite und der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie Mehrheitseigner der Klubs auf der anderen Seite spitzt sich täglich weiter zu.

FC-Bayern-Ultras: Anwalt von Dietmar Hopp mit drastischen Forderungen 

Der Anwalt von Hoffenheim-Boss Dietmar Hopp, Christoph Schickhardt, hat radikale Schritte gegen die Ultras in Fußball-Deutschland gefordert - und Beispiele für Maßnahmen genannt.

„Das Verbandsrecht kann ein Stadionverbot aussprechen, ein bundesweites Stadionverbot. Das ist ein sehr scharfes Schwert“, erklärte der 64-jährige Jurist am Sonntagabend bei Sport im Dritten im SWR: „Das Muster aller Lösungen ist die Selbstreinigung. Die Fans müssen diese Leute ausschließen. Die Fans sind die Lösung.“

Ein Wendepunkt sei erreicht, meinte der Ludwigsburger, „die haben jetzt die Machtfrage gestellt. Jetzt muss die Liga hinstehen und Flagge zeigen. Die DFL muss vorangehen, die geistige Führung übernehmen“.

Wie seine Worte bei den Ultras ankommen dürften? Am Wochenende hatten Anhänger aus der organisierten Fanszene des FC Bayern, des BVB, von Union Berlin und des 1. FC Köln SAP-Gründer und 1899-Investor Dietmar Hopp mittels Spruchbändern und Sprechchören aufs Übelste beleidigt und diffamiert.

Auch interessant: Rummenigge erklärt Sofortmaßnahme - und droht Bayern-Ultras

Update vom 01. März, 20.30 Uhr: Die Suche nach den Straftätern von Sinsheim beginnt: Die Polizei in Mannheim richtet nach den Schmähungen gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp im Bundesliga-Spiel der 1899 Hoffenheim gegen den FC Bayern eine Ermittlungsgruppe ein.

Schmähungen von Bayern-Ultras gegen Dietmar Hopp - Polizei ermittelt 

„Den verbalen und nonverbalen Straftätern dürfen wir nicht das Feld überlassen. Deswegen gehen wir gezielt gegen Hass auch auf den Stadionrängen vor und nehmen konsequent die Ermittlungen gegen vermeintliche Straftäter auf“, erklärte Polizeipräsident Andreas Stenger am Sonntag.

Wie die Polizei weiter mitteilte, sollen die Videoaufzeichnungen der Bundesliga-Partie ausgewertet werden, um vermeintliche Täter zu identifizieren. Hass-Plakate gegen den Unternehmer aus dem Kraichgau hatten zu zwei Spielunterbrechungen geführt. Auch in anderen Arenen war TSG-Mehrheitseigner Hopp beleidigt worden. 

Hoffenheim-Boss Dietmar Hopp stellte schon Anzeigen wegen Beleidigungen

Zuvor hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen eines Plakats mit Hopp im Fadenkreuz Fans von Borussia Dortmund eine zweijährige Auswärtssperre für Spiele in Sinsheim erteilt. Der 79-Jährige Hopp wiederum hatte schon mehrfach Anzeige gestellt.

Update vom 01. März, 19.30 Uhr: Eine einflussreiche Vereinigung von Bayern-Fans hat eine Verbindung zu den Schmäh-Plakaten von Münchner Anhängern gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp bestritten. 

„Der Club Nr. 12 distanziert sich ausdrücklich von jeder Form von Rassismus, Sexismus, Homophobie und Diskriminierung“, schrieb die Fan-Vertretung am Sonntag. Zugleich kritisierte der „Club Nr. 12“ die Reaktionen der Verantwortlichen des FC Bayern München als „übertrieben und unglaubwürdig“.

Fangruppierung des FC Bayern München kritisiert die Bosse aus München

Ultras des deutschen Rekordmeisters hatten den Milliardär und SAP-Gründer Hopp beim Auswärtsspiel der Münchner in Sinsheim mit Spruchbändern und Transparenten übel beleidigt. 

Das Bundesliga-Spiel war daraufhin zweimal von Schiedsrichter Christian Dingert unterbrochen worden, sogar ein Abbruch drohte. In den letzten 13 Minuten spielten sich die beiden Mannschaften nur noch symbolisch den Ball hin und her. 

Club Nr. 12 rechtfertigt Beleidigungen gegen Hoffenheims Dietmar Hopp

Beleidigende Banner und Beschimpfungen seien in vielen Fußballstadien Alltag, schrieb der „Club Nr. 12“. Auch wenn dies nicht als Freifahrtschein dienen dürfe, sei zu hinterfragen, „aus welchen Gründen nun aufgrund Beleidigungen einer einzelnen Person Exempel statuiert und sogar die vom DFB noch vor wenigen Monaten aufgehobenen Kollektivstrafen wieder eingeführt werden“.

Bei rassistischen Attacken wie zuletzt gegen Hertha-Profi Jordan Torunarigha auf Schalke oder von Drittliga-Profi Leroy Kwadwo aus Münster habe es keine Unterbrechungen gegeben. „Wenn es aber um einen Mäzen geht, dessen Unternehmen rein zufällig auch noch ein wichtiger und finanzstarker Partner des DFB ist, soll nun eine Grenze überschritten sein“, schrieb der „Club Nr. 12“.

Update vom 01. März, 19 Uhr: Die Spieler des FC Bayern und von 1899 Hoffenheim hatten sich am Samstag mit TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp solidarisiert.

Sie klatschten dem Milliardär Applaus und spielten sich den Ball nur noch symbolisch hin und her. Auch am Tag nach dem Bundesliga-Eklat gab es Solidaritätsbekundungen von Seiten der Bayern-Profis.

So postete Thiago ein Foto vom Szenario bei Twitter und schrieb dazu: „#Fairplay - Aus Liebe zum Spiel!“

Nach Fan-Eklat von Hoffenheim: Weitere Ultra-Attacken gegen Dietmar Hopp 

Update vom 01. März, 18.30 Uhr: Wie geht es nach dem Fan-Eklat von Hoffenheim weiter? So oder so - der FC Bayern München steht im Bezug auf seine Ultras vor einem Riesen-Problem.

Update vom 01. März, 15.56 Uhr: Nach dem Fan-Eklat in Sinsheim ist es in der Bundesliga zu den nächsten Anti-Hopp-Protesten gekommen. In Berlin drohte sogar ein Spielabbruch.

Update vom 29. Februar 21.40 Uhr: Inzwischen haben sich die Bayern-Ultras zu dem Vorfall geäußert und dabei ein teils verwirrendes Statement veröffentlicht

Erstmeldung vom 29. Februar, 16.04 Uhr: München - Wahnsinn in Hoffenheim! Das Bundesliga-Spiel zwischen der TSG Hoffenheim und demFC Bayern stand in der zweiten Hälfte kurz vor dem Abbruch, nachdem Schmähplakate gegen den Hoffenheim-Boss Dietmar Hopp ausgerollt wurden. 

Bereits vor dem Spiel fielen die „Fans“ des FC Bayern* in ihrem Block durch Pyrotechnik negativ auf. Kurz vor dem Anpfiff der zweiten Hälfte zündeten die Bayern-Anhänger dann abermals ein Feuerwerk, weshalb die Partie verspätet wieder angepfiffen wurde.

Im zweiten Durchgang kam es dann zum Eklat! Im Bayern-Block wurde eine Transparent entrollt, dass den Mäzen der TSG Hoffenheim, Dietmar Hopp, aufs Übelste beleidigte. Daraufhin unterbrach Schiedsrichter Christian Dingert die Partie für einige Minuten. 

Sportlich war die Partie zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon entschieden. Durch die Tore von Serge Gnabry, Joshua Kimmich, Startelf-Debütant Joshua Zirkzee, Philippe Coutinho und Leon Goretzka führte der FC Bayern* bereits völlig verdient mit 6:0

Den „Anhängern“ aber schien das egal zu sein und so rollten sie abermals einen Schmäh-Banner gegen Dietmar Hopp aus - und wieder wurde die Partie unterbrochen. Das Spiel stand zwischenzeitlich kurz vor dem Abbruch. Ähnliches ereignete sich in Dortmund, wo es in der Partie des BVB gegen den SC Freiburg ebenfalls Schmähgesänge gegen Hopp gab. Dort wurde die Partie allerdings nicht unterbrochen. 

FC Bayern: Schmähplakate gegen TSG-Mäzen Hopp 

In der zweiten Unterbrechung in Hoffenheim ereigneten sich anschließend unfassbare Szene auf dem Rasen. Zunächst gingen die Bayern-Spieler in die Kurve und versuchten die Chaoten dazu zu bringen, das Plakat abzunehmen. 

Anschließend stürmten sogar Hansi Flick* und Hermann Gerland auf den Platz und gingen in die Kurve, wo Bayern-Trainer Flick und sein Assistent mit den „Fans“ wild gestikulierten und diskutierten. 

Auch Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Kahn kamen von der Tribüne auf den Rasen und gingen in die Kurve. Die Spieler zogen sich derweil in die Katakomben zurück. Nach einer etwa 15-minütigen Pause wurde nur noch symbolisch weitergespielt und der Ball hin und her geschoben. Hopp und Bayern-Vorstandschef Rummenigge standen demonstrativ am Spielfeldrand und klatschten.

FC Bayern: Spiel bei TSG Hoffenheim stand vor Abbruch

Als Schiedsrichter Dingert die Partie nach 90 Minuten pünktlich abpfiff, solidarisierten sich die Spieler auf dem Rasen und auch die Verantwortlichen im strömenden Regen von Hoffenheim mit TSG-Mäzen Hopp, in dem sie ihm die Hand schüttelten und in den Arm nahmen.   

Im Anschluss an die Partie zeigte sich Rummenigge zutiefst geschockt vom Verhalten dieser vermeintlichen Fans: „Ich schäme mich dafür, das war eine Schande, was dort in der Kurve passiert ist. Das ist das ganz hässliche Gesicht von Bayern München“, so Rummenigge nach der Partie. Mit dieser Meinung steht er alles andere als alleine da

Zudem kündigte der Bayern-Boss an, dass man „mit aller Schärfe“ gegen die Verantwortlichen vorgehen werde. 

Nach den Ausschreitungen in Hoffenheim ist auch Mario Basler verbal entgleist. Seine Forderungen, die er bei Doppelpass in der Expertenrunde gestellt hat, gehen unter die Gürtellinie, wie einige Zuschauer finden. 

Am 24. Spieltag kam es nicht nur in Hoffenheim zu einem Bundesliga-Skandal - auch in Leipzig spielten sich auf der Tribüne krasse Szenen ab. Die Fanszene kündigt derweil weitere Aktionen im Streit mit dem DFB an - es könnte sogar zu Spielabbrüchen kommen.

smk 

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