FCB-Chaoten liefern irre Erklärung für Hoffenheim-Eklat: Abenteuerlicher Vorwurf gegen Hopp

Die Beleidigungen der FCB-Ultras gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp gingen zu weit und sorgten für einen historischen Eklat. Jetzt liefern sie eine Erklärung.

  • Anhänger des FC Bayern* sorgten in Sinsheim für einen historischen Eklat. 
  • Sie beleidigten Hoffenheim-Macher Dietmar Hopp auf das Übelste.
  • In einem Statement erklären sie die Schmährufe.

München - Ultras aus Mönchengladbach, Dortmund, Köln und München haben sich auf Dietmar Hopp eingeschossen. Aus den Kurven schallen bodenlose Beleidigungen gegen den Mäzen der TSG Hoffenheim, teils sogar Morddrohungen. Die FCB-Anhänger trieben es bei ihrem Auswärtsspiel in Sinsheim auf die Spitze, sorgten für zwei Spielunterbrechungen und schließlich einen nie zuvor gesehenen Spieler-Streik. Bemerkenswert reagierte dabei FCB-Coach Hansi Flick

Bayern-Ultras erklären ihre Beleidigungen: Auch danach versteht man sie wohl kaum 

Für viele ist es absolut unverständlich, wieso sich manche Fußballfans so verhalten. Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich besonders schockiert und will nun hart durchgreifen. Die Bayern-Ultras lieferten auf ihrer Website nun eine Erklärung aus ihrer Sicht. Doch danach versteht man auch nicht unbedingt mehr. 

FC Bayern: Ultras verteidigen übles Schimpfwort nach Eklat gegen Hoffenheim 

„Wir haben heute in einem Spruchband das Wort ‚Hurensohn‘ verwendet. Das ist normalerweise nicht unser Sprachgebrauch, wäre per se aber auch nicht erwähnenswert“, beginnen sie mit der Verteidigung eines heftigen Schimpfworts, „zum großen Thema wurde das Wort erst als mit u.a. diesem Wort auf zuspitzende, polemisch Art und Weise Kritik an dem Modell Hoffenheim und dessen Protagonisten Dietmar Hopp geübt wurde.“

Was soll Dietmar Hopp gemacht haben? Chaoten erheben abenteuerliche Vorwürfe 

Weiter äußern sie Anschuldigungen, Dietmar Hopp habe Anhängern des BVB mit Störgeräuschen absichtlich Schmerzen zugefügt und damit „einen Privatkrieg mit verschiedenen Fanszenen angezettelt.“

FC Bayern: Fans solidarisieren sich mit BVB-Anhängern - Gegner ist der DFB

Der nächste Absatz lässt zumindest erahnen, warum derzeit die Ultra-Szenen verschiedenster Vereine für derlei Eskalationen sorgen. Die FCB-Ultras prangern die Strafe gegen die Fans des BVB* an, die ihnen drei Jahre lang verbietet, Auswärtsspiele in Sinsheim zu besuchen. „Damit hat der DFB sein Wort, zukünftig von Kollektivstrafen abzusehen gebrochen“, schreiben sie, „auch wenn uns die Strafe nicht betrifft und das Thema Hopp für uns nicht so eine starke Relevanz hat, sehen wir hierin einen Angriff auf Fanrechte im Allgemeinen. Es für uns ein Affront, den wir nicht unbeantwortet lassen können.“

FCB-Ultras zeigen keine Reue: Es scheint als wüssten sie nicht, was sie tun

Reue für eine bodenlose Wortwahl bleibt auch in der restlichen Erklärung aus. „Es gab hierzu keine Alternative“, das eigenartige Argument, „da nur so das Thema die nötige Aufmerksamkeit erhält.“

In die Schlagzeilen haben sie es geschafft, keine Frage. Üble Beleidigungen und Morddrohungen gegen einen Menschen sollten aber ebenso ein absolutes No-Go sein. Das sehen die Macher der Seite suedkurve-muenchen.org schockierenderweise ganz anders: „Will man zukünftig immer, wenn solche Beleidigungen auf der Zuschauertribüne geäußert werden, Fußballspiele ab- oder unterbrechen, wird man keine Partie mehr über 90 Minuten spielen können. Die Unterbrechung heute war einfach nur überzogen und absurd.“ 

So äußern sie nicht ein Wort der Entschuldigung und geloben auch keine Besserung: „Fußball bleibt dreckig - Fans bleiben rebellisch - Gegen Kollektivstrafen - F*** dich DFB!“

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In der Causa Hopp treten die Ultras als gemeinsames Kollektiv auf. Auch in der Debatte um mögliche Geisterspiele in der Bundesliga haben sie nun ein gemeinsames Statement abgegeben.

Nach den Vorfällen in Sinsheim und Dortmund solidarisiert sich die Bundesliga mit Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp - Freiburg-Trainer Christian Streich hat einen emotionalen Appell an Fußball-Deutschland gerichtet.

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