Champions League: UEFA-Plan fix - Zwei Szenarien sind für Spielbetrieb möglich

UEFA-Präsident Ceferin.
 ©dpa / Gregorio Borgia

Wann wird die Champions League fortgesetzt? Die UEFA berät sich am 23. April zu dieser Frage. Alle Entwicklungen gibt es hier im News-Ticker.

  • Wie geht es in Zeiten der Corona-Krise* für den internationalen Fußball weiter?
  • DFL und UEFA haben am 23. April über das weitere Vorgehen beraten.
  • Es gibt Spekulationen über den Champions-League-Spielplan*.

16.17 Uhr: Die UEFA plant weiter zwei Szenarien zum Abschluss der Champions League und Europa League trotz der Coronavirus-Pandemie. Entweder sollen die Europapokal-Partien parallel zu den wieder gestarteten nationalen Ligen gespielt werden - oder im Anschluss im August, teilte die UEFA im Anschluss an die Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag mit. Die Ligen haben weiterhin Vorrang.

Zuletzt war über ein mögliches Champions-League-Finale am 29. August spekuliert worden. Das Endspiel der Europa League könnte dann am 27. August ausgetragen werden. Offiziell wurden diese Termine am Donnerstag nicht bestätigt. Die Austragungsorte mit Istanbul für die Königsklasse und Danzig stehen bislang nicht infrage.

Mit Blick auf den drohenden Saisonabbruch in Schottland und Belgien, der in den Niederlanden aufgrund einer Regierungsentscheidung schon beschlossen ist, forderte der Dachverband erneut seine Verbände „nachdrücklich“ auf, „alle möglichen Optionen“ für die Wiederaufnahme des Spielbetriebes zu prüfen. Hintergrund ist die Qualifikation zur kommenden Europapokal-Saison 2020/21.

Idealerweise, sollte es die Pandemie zulassen, sollen sich alle Vereine auf sportlichem Weg dafür qualifizieren. Die UEFA regt sogar an, im Notfall das Format der Liga zu ändern, um doch noch eine sportliche Entscheidung herbeiführen zu können. Sollte ein Saisonabbruch aber unvermeidbar sein, liege die Entscheidung über die Europapokal-Teilnehmer zunächst bei den nationalen Verbänden, teilte die UEFA mit. Die „sportlichen Erfolge“ der Saison 2019/20 sollen ausschlaggebend bleiben.

Eine Studie äußert nun einen schlimmen Verdacht: Gab es infolge eines Champions-League-Spiels 41 Corona-Tote?

Die Europa League wird voraussichtlich in Deutschland fertig gespielt, die UEFA hat bereits einen Favoriten.

UEFA erlaubt einen Saisonabbruch in bestimmten Fällen

15.50 Uhr: Europas Top-Klubs müssen bei einem Saisonabbruch in ihren Ligen keinen Ausschluss von den internationalen Wettbewerben mehr fürchten. Das Exekutivkomitee der UEFA beschloss bei einer Videokonferenz am Donnerstag, dass im Falle eines vorzeitigen Saisonendes auf einer „transparenten und objektiven“ Basis die Teilnehmer nominiert werden sollen. Dabei dürften vor allem die bis zum Abbruch erzielten Resultate für eine Teilnahme herangezogen werden. Sofern Mannschaften unterschiedlich viele Spiele absolviert haben, könnte anhand eines Punktedurchschnitts entschieden werden.

Die UEFA nannte auch Kriterien für einen erlaubten Abbruch. Dieser sei gestattet, wenn es Anordnungen der Behörden gibt oder eine Fortsetzung der Liga aus finanziellen Gründen keinen Sinn machen würde. Die UEFA behält sich aber das Recht vor, ausgewählten Teilnehmern unter Umständen das Startrecht zu verwehren.

Als erste Liga hatte Ende März die belgische Pro League wegen der Corona-Krise einen Abbruch in Erwägung gezogen, die UEFA drohte daraufhin mit dem möglichen Ausschluss aus Champions und Europa League. Endgültig soll in Belgien am 27. April eine Entscheidung fallen, in den Niederlanden ist das vorzeitige Saisonende wegen des Verbots von Großveranstaltungen bis zum 1. September nur noch Formsache.

Währenddessen hat die DFL zur aktuellen Lage in einer Pressekonferenz informiert.

UEFA bestätigt: Nächstes Groß-Event wird um ein Jahr verschoben - Wirbel um Champions-League-Pläne

13.24 Uhr: Jetzt gibt es die erste offizielle Nachricht von der UEFA. Fix ist: Die Europameisterschaft der Frauen, die eigentlich im Sommer 2021 stattfinden sollte, ist nun für Juli 2022 geplant.

Wie die UEFA am Donnerstag mitteilte, wird das Turnier in England aufgrund der Terminkollisionen vom 6. bis 31. Juli 2022 ausgetragen. Die WM der Männer in Katar findet zwar im selben Jahr statt, allerdings im Winter.

Ursprünglich sollte die 13. EM der Frauen vom 7. Juli bis 1. August 2021 im Mutterland des Fußballs ausgetragen werden. Die EM-Qualifikation ist aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen, der Rekordeuropameister Deutschland liegt mit der Idealausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen in der Gruppe I auf Rang zwei hinter Irland (fünf Spiele, 13 Punkte).

Frauen-EM 2021 wird verschoben - UEFA-Präsident Ceferin: „Einziges großes Turnier des Sommers“

„Als wir die Verschiebung der UEFA EURO 2020 dringend beschließen mussten, hatten wir immer auch die Auswirkungen auf die UEFA Women's EURO 2021 vor Augen“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin einer Mitteilung zufolge. 

„Wir haben eine sorgfältige Abwägung sämtlicher Optionen vorgenommen. Bei den Überlegungen stand unser Engagement für das Wachstum des Frauenfußballs stets im Vordergrund. Durch die Verschiebung der UEFA Women's EURO um ein Jahr stellen wir sicher, dass der Vorzeigewettbewerb des Frauenfußballs das einzige große Turnier des Sommers bleibt und somit seine wohlverdiente Aufmerksamkeit erhält.“

Champions League: Leipzig und Gladbach ausgesperrt? Verrückter Plan der UEFA - Jetzt herrscht Klarheit

13.15 Uhr: Nun gibt es offenbar erste Informationen von der UEFA-Konferenz in Nyon. Der Plan, den Fünfjahreskoeffizienten als Grundlage für die Qualifikation in Champions und Europa League zu verwenden, wurde offenbar erwartungsgemäß verworfen.

Stattdessen sollen die einzelnen Vereine, falls die jeweilige nationale Saison noch abgebrochen werden sollte, nach ihren bisher erreichten Punkten pro Spiel bewertet werden. Offiziell ist diese Entscheidung allerdings noch nicht. Die DFL dürfte dagegen in Kürze über ihre Mitgliederversammlung informieren.

10.57 Uhr: Wie ist es um die Zukunft der Champions League bestellt? Die UEFA tagt am Donnerstag in Nyon und wird sich sicherlich auch zu diesem Thema beraten. Ob eine endgültige Entscheidung gefällt werden kann, ist fraglich - schließlich muss sich der Verband auf die Politik sämtlicher Länder stützen, deren Vereine noch in den Wettbewerben vertreten sind.

Währenddessen macht ein irrer Vorschlag die Runde, der extreme Auswirkungen auf die kommende Saison hätte. Wie Sport1 berichtet, soll in UEFA-Kreisen darüber diskutiert werden, ob man den Fünfjahreskoeffizienten als Qualifikationsbasis für die nächste Spielzeit in Champions und Europa League heranzieht. Und zwar für jene Ligen, die die aktuelle Runde nicht beenden können. Auch die englische Sun hat diesen Gedanken aufgegriffen.

Champions League: Verrückter Plan - Müssen Leipzig und Gladbach zuschauen?

Bei einem vorzeitigen Bundesliga-Aus würde das bedeuten: In der Königsklasse wären die deutschen Vertreter der FC Bayern*, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04. In der Europa League würden der VfL Wolfsburg und RB Leipzig die fixen Startplätze einnehmen.

Tabellarisch wären aktuell Bayern, Dortmund, Leipzig und Gladbach für die CL qualifiziert, Leverkusen und Schalke folgen auf den EL-Plätzen. Ob es aber wirklich so weit kommt? Das Szenario erscheint sehr unrealistisch. Vor allem, weil man in Deutschland ja weiter emsig an der Fortsetzung der Saison arbeitet.

Zukunft der Champions League: UEFA hat klaren Terminplan - Fällt heute die Entscheidung?

Update vom 23. April, 9.08 Uhr: Es könnte einer der wichtigsten Tage in der jüngeren Fußball-Geschichte werden. An diesem Donnerstag entscheiden sowohl die UEFA als auch die DFL über das weitere Vorgehen ihrer Wettbewerbe.

Um 10 Uhr beginnt im schweizerischen Nyon die Konferenz des UEFA-Exekutivkomitees. Wir halten Sie in unserem Ticker auf dem Laufenden.

Die DFL beginnt ihre virtuelle Mitgliederversammlung um 11 Uhr. In Sachen TV-Gelder gibt es offenbar schlechte Nachrichten.

Zukunft der Champions League: UEFA hat klaren Terminplan - doch es gibt ein riesiges Problem

Erstmeldung vom 21. April: Nyon - Fußball-Fans in Deutschland haben inzwischen die leise Hoffnung, dass die Bundesliga* ihren Spielbetrieb möglicherweise ab dem zweiten Mai-Wochenende fortsetzt

Inzwischen haben sich auch schon einzelne Politiker zu einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs geäußert. Am 23. April berät sich die DFL in einer virtuellen Mitgliederversammlung mit den Vertretern der Klubs* über das weitere Vorgehen. Es ist auch schon das DFL-Konzeptpapier durchgesickert, das beschreibt, wie die Geisterspiele ablaufen sollen

Champions League: Fortsetzung geplant? UEFA berät sich

Auch die UEFA wird sich an diesem Tag beraten und über die Zukunft der Champions League und Europa League entscheiden. Doch bereits am Dienstag schalten sich die Generalsekretäre der 55 Mitgliedsländer der Europäischen Fußball-Union zusammen. 

Tags darauf werden die europäischen Ligen und die Klubvereinigung ECA angehört. Eigentlich waren für diese beiden Tage einmal die Halbfinalspiele im DFB-Pokal vorgesehen gewesen.

UEFA bespricht Szenarien für Champions League und Europa League

Im Gegensatz zur Bundesliga* sind die anderen europäischen Top-Ligen noch in der Warteschleife. Die englische Premier League hofft ebenso auf Spiele spätestens in der zweiten Junihälfte wie Spaniens Primera Division oder die Serie A in Italien. 

Dabei sollten die Ligen nach dem Wunsch der UEFA ursprünglich bis Ende Juli fertig sein, um dann die Europa und Champions League zuende spielen zu können. Nun aber sagte UEFA-Boss Aleksander Ceferin dem Corriere della Sera, notfalls könne auch parallel gespielt werden.

UEFA Champions League: Fortsetzung im August?

Das ideale Szenario sieht jedoch vor, dass die Europa League am 2./3. bzw. 6. August das Achtelfinale wieder aufnimmt, gefolgt von der Runde der letzten 16 in der Königsklasse am 7./8. August

Danach würde alle drei Tage gespielt - bis zu den Finals am 27. und 29. August in Danzig (EL) und Istanbul (CL). Im September könnte es laut Ceferin Länderspiele geben, der Start der Saison 2020/21 würde in der Champions League auf 20. Oktober verlegt.

Das Problem für die unterbrochene Spielzeit: Die UEFA benötigt nicht nur das Okay einer nationalen Regierung - sondern von gleich 13 Ländern. So viele sind noch im Europacup vertreten oder wie Polen mit Danzig als Ausrichter eines Endspiels dabei.

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