Heftige Debatte um Bundesliga-Neustart: „Typische Aussagen“ machen Trainer-Legende fassungslos

Die Bundesliga wird fortgesetzt. Inzwischen steht auch der Termin fest, der eine heftige Debatte auslöst. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

  • Am 6. Mai wurde eine Entscheidung zur Bundesliga*-Zukunft gefällt.
  • Bei der DFL hat man ein Konzept für die Durchführung von Geisterspielen erarbeitet.
  • Die Politik damit einverstanden. Alle Entwicklungen im News-Ticker.

9.05 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Informationen zur Bundesliga finden Sie ab sofort hier.

8.28 Uhr: Der Leipziger Virologe Professor Uwe G. Liebert hat die baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga in der Coronavirus-Krise kritisiert. „Ich hätte mir gewünscht, dass man wirklich noch ein paar weitere Wochen gewartet hätte“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Leipzig in den ARD-„Tagesthemen“.

Die Spieler würden sich gegenseitig gefährden, sagte Liebert, „sei es durch unachtsamen Umgang oder dadurch, dass sie völlig unbekannt infiziert sind“. Zudem müssten die Vereine auch berücksichtigen, „dass die Fans vor dem Fernseher sitzen und da in direkten Kontakt zueinander kommen. Es ist schwierig, den Fans zu vermitteln, dass sie sich nicht umarmen und jubeln dürfen.“ Am 16. Mai nimmt die Bundesliga wieder ihren Spielbetrieb auf. Die Samstagspartien können Sie im

Konferenz-Live-Ticker

verfolgen. 

Nach dem Fußball-Restart in der Corona-Krise steht Dynamo Dresden vor dem Abstieg. Ein Profi brach in Tränen aus und übte heftige Kritik gegenüber der DFL.

Heftige Debatte um Bundesliga-Neustart: „Typische Aussagen“ machen Trainer-Legende fassungslos

5.58 Uhr: Der langjährige Bundesliga-Trainer Peter Neururer glaubt, dass die Entscheidung der Bundesregierung, die Fußball-Bundesliga wieder starten zu lassen, die einzig richtige war. "Eine äußerst weise Entscheidung der Bundesregierung, denn Fußball ist keine Nebensache, Fußball ist eine Hauptsache und ein wesentlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Fußball gerade in der ersten und zweiten Liga muss stattfinden", sagte Neururer dem Sport-Informations-Dienst.

Für Kritik an der Wiederaufnahme hat der 65-jährige kein Verständnis: "Das sind die typischen populistischen Aussagen, die immer wieder kommen, wenn es um Fußball geht, wenn es um besser verdienende Menschen geht, weil man da leider nicht differenziert vorgeht."

Dabei gehe es ihm vor allem um die wirtschaftlichen Aspekte. "Es sind mehr als 20 Millionen Menschen, die jedes Wochenende entweder im Stadion oder an den Fernsehbildschirmen sind, sich mit Fußball auseinandersetzen oder damit ihr Geld verdienen. Also es ist keine Nebensache mehr. Was sich auf dem Platz unten abspielt, okay, aber alles andere ist ein wahnsinnig wichtiger wirtschaftlicher Zweig in unserer Gesellschaft", sagte Neururer.

Bundesliga Re-Start trotz Corona: SPD-Politiker poltert - „Alles wird hier ins Gegenteil verdreht“

Update 7. Mai, 5.53 Uhr: Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer hat scharfe Kritik an der Freigabe für den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ab 15. Mai geübt. „Es war für mich nicht überraschend, dass es zu einer Vorzugsbehandlungdes Profi-Fußballs kommen wird. Das war absehbar“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“-Zeitung und sprach von einer falschen Entscheidung.

Mäurer verwies auch auf das Skandal-Video von Hertha-Profi Salomon Kalou, der sich in der Kabine der Berliner beim Verstoß gegen mehrere Hygieneregeln gefilmt hatte. „Da hätten drei Kalous durch die Stadt laufen können. Hier ging es ums Geld - und da hört die Moral auf“, sagte der 68-Jährige. 

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von hitzigen Debatten um den Termin für die Fortsetzung des Spielbetriebs. Er habe sich für einen späteren Re-Start ausgesprochen. Innensenator Mäurer warnte vor den Risiken der Pläne der Deutschen Fußball Liga. „Was ist, wenn die erste Mannschaft in Quarantäne gehen muss? Dann ist wahrscheinlich der Spielbetrieb beendet“, sagte er. Zudem befürchtet Mäurer weiter Fan-Aufläufe vor den Stadien bei den geplanten Geisterspielen. „Ich halte es für möglich, dass sich das Ganze völlig anders entwickelt als von der DFL geplant“, sagte er.

Dass viele der Geisterspiele nur im Bezahlfernsehen laufen, hält Mäurer für ein fatales Signal, weil viele Fans sich dann gemeinsam Spiele vor dem TV ansehen könnten. „Das heißt: Alles das, was wir erreichen wollen - dass es wenige Kontakte gibt - wird hier ins Gegenteil verdreht“, erklärte Mäurer. Er habe das Vertrauen in den Profi-Fußball schon lange verloren.

Corona-Entscheidung für Bundesliga fix! Termin für Re-Start steht fest

Update vom 6. Mai, 20.55 Uhr: Die Bundesliga darf wieder starten, das stand schon am frühen Abend fest. Nur das genau Datum musste noch festgelegt werden. Diese Entscheidung gab Angela Merkel an die Profis der DFL weiter. 

Und sie haben schnell beraten. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird die Bundesliga den Spielbetrieb am 15. Mai wieder aufnehmen.  Dann wird die bisherige Saison mit dem 26. Spieltag fortgesetzt. Weitere Details sollen am Donnerstag bekannt gegeben werden, nachdem die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga über Einzelheiten zur Durchführung der Geisterspiele* beraten haben.

Re-Start der Bundesliga fix! Söder: „Vernünftige Einigung“ - Merkel überlässt wichtiges Detail der DFL

Update vom 6. Mai, 17.02 Uhr: Auch FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich zufrieden mit den Entscheidungen der Budesregierung und Länder. „Ich darf mich bei der Politik dafür bedanken, dass sie mit ihrer heutigen Entscheidung die Möglichkeit geschaffen hat, die Bundesligasaison zu Ende zu spielen“, so der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters: „Wir freuen uns nun darauf, idealerweise schon ab Mitte Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können. Damit ist gewährleistet, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Platz und nicht am grünen Tisch fallen.“

Darüberhinaus bedanke sich Rummenigge auch bei der DFL und bei der Task Force Medizin „für das hervorragende organisatorische und medizinische Konzept bedanken.“ Zudem appeliert er an „alle Beteiligten, die Vorgaben dieser Konzepte, die die Grundlage zur Wiederaufnahme des Spielbetriebes sind, vorbildlich und extrem diszipliniert zu befolgen.“

Bundesliga-Neustart fix: DFL-Boss Seifert dankt Politik - KHR der Liga

Update vom 6. Mai, 16.53 Uhr: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat der Politik für die Erlaubnis zur Saisonfortsetzung der Bundesligen gedankt. „Mein Dank gilt an diesem Tag den politischen Entscheidungsträgern aus Bund und Ländern für ihr Vertrauen“, wird der 50-Jährige in einem DFL-Statement am Mittwoch zitiert. „Die heutige Entscheidung ist eine

gute Nachricht für die Bundesliga

und die 2. Bundesliga. Sie ist verbunden mit einer großen Verantwortung für die Clubs und ihre Angestellten, die medizinischen und organisatorischen Vorgaben diszipliniert umzusetzen“, sagte Seifert.

Spiele ohne Stadion-Zuschauer, wie sie für eine Saisonfortsetzung nötig sind, seien für niemanden eine ideale Lösung. „Es ist in einer für einige Clubs existenzbedrohenden Krise allerdings die einzige Möglichkeit, den Fortbestand der Ligen in ihrer jetzigen Form zu bewahren.“

Update vom 6. Mai, 16.16 Uhr: Eine zweiwöchige Quarantäne für Bundesligaspieler wird es nicht geben. „Eine Quarantäne muss nicht zwei Wochen sein“, sagt Söder. „Dadurch, dass die Spieler häufig getestet werden, genügt auch eine Woche.“ Ähnlich werde dies in der Medizin gehandhabt, erklärt Tschentscher. 

Update vom 6. Mai, 16.12 Uhr: Der Beschluss zur Bundesliga sei einstimmig erfolgt. „Uns war schon wichtig, dass wir dem Profisport neue Möglichkeiten geben und den Amateursport vergessen“, erklärt Peter Tschentscher, Hamburgs Bürgermeister. Daher habe man auch dort die Beschränkungen gelockert.

Update vom 6. Mai, 16.04 Uhr: Söder erklärt, dass der Re-Start der Bundesliga eine „vernüftige Einigung“ sei und hält den „Kompromiss für vertrebar“. Darüberhinaus appeliert er vor allem an die Spieler. „Die Vereine tun alles, damit das Konzept umgesetzt wird. Nun sollten sich auch alle Spieler daran halten“, so Söder, der auf den Video-Skandal von Salomon Kalou anspielt.

Re-Start der Bundesliga: Merkel gibt das Go - Geisterspiele in der zweiten Mai-Hälfte

Update vom 06. Mai, 15.56 Uhr: Zudem erklärt der CSU-Chef, dass man sich von nun an nicht mehr wöchentlich treffen werde und über die Beschränkungen verhandeln werde. 

Update vom 6. Mai, 15.53 Uhr: Nun spricht auch Markus Söder. Der bayrische Ministerpräsident spricht von einem „kleinen Aufatmen“ und bedankt sich bei der Bevölkerung, dass die Krise bislang so positiv verlaufen ist. 

Update vom 6. Mai, 15.50 Uhr: Nun bestätigt die Bundeskanzlerin auf offiziell, dass ab der zweiten Mai-Hälfte unter dem von der DFL vorgelegten Hygienekonzept, die Bundesliga wieder starten wird. 

Update vom 6. Mai, 15.46 Uhr: Da ist sie! Nun tritt Kanzlerin Merkel vor die Presse und spricht über die weiteren Lockerungen. Sie freut sich dabei über die Zahlen, die das RKI in den vergangenen zwei Wochen überliefert hat. Die hätte nämlich dazu geführt, dass Maßnahmen sichtbar gelockert werden können. Über die Bundesliga hat die Kanzerlin bislang noch nicht gesprochen. 

Update vom 6. Mai, 15.22 Uhr: Ab wann genau die Geisterspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Programm stehen, ist noch offen. Die Entscheidung soll der Deutschen Fußball Liga (DFL) überlassen werden. Die DFL, die am Donnerstag die 36 Klubchefs virtuell versammelt, visierte zuletzt den 15. Mai an. Noch neun Spieltage stehen aus.

Update vom 6. Mai, 14.54 Uhr: Jetzt ist angeblich eine Entscheidung gefallen! Wie die BILD berichtet, startet die Bundesliga mit Gesiterspielen in der zweiten Mai-Hälfte. Die Liga soll selbst über den genauen Termin entscheiden. 

Bundesliga: Entscheidung über Liga-Neustart gefallen - Merkel überlässt wichtiges Detail der DFL

Update vom 6. Mai, 14.47 Uhr: Mit ein Grund, warum sich die Bundesliga-Diskussion noch so zieht, ist angeblich Bremen. So scheibt die BILD, dass der Bundesligist fordert, die Saison erst am 22. Mai oder später zu starten, weil Werder Bremen aktuell noch nicht mit dem Mannschaftstraining begonnen hat und daher keine Chancengleicheit herrsche.  

Update vom 6. Mai, 14.39 Uhr: Offenbar könnte sich die ganze Geschichte nun doch nocht etwas ziehen. Nach BILD-Informationen hat Kanzlerin Merkel angeboten, ihren für 16 Uhr angesetzten Termin zu verschieben.  

Update vom 6. Mai, 14.15 Uhr: Offenbar gibt es aktuell noch Diskussionen um Startzeitpunkt der Bundesliga. Laut BILD-Informationen ist der 15. Mai den SPD-Ministerpräsidenten noch zu früh. Der BR berichtet unterdessen, dass sich die Sitzung mit der Kanzerlin und den Ministerpräsidenten inzwischen langsam dem Ende neigt.

Update vom 6. Mai, 14.03 Uhr: Erste Updates zu den Kontaktbeschränkungen mit Lockerungen sickern langsam durch. Zum Thema Bundesliga ist aber noch nichts zu hören.

Update vom 6. Mai, 13.50 Uhr: Noch immer keine Kanzlerin oder ein Ministerpräsident zu sehen...

Update vom 6. Mai, 13.33 Uhr: Mit dem pünktlichen Beginn schient es auch jetzt nichts zu werden. Müssen wir also noch ein wenig Geduld aufbringen. 

Bundesliga: Entscheidung steht an - Was beschließen Merkel und Söder?

Update vom 6. Mai, 13.29 Uhr:Der FC Augsburg trifft in der Corona-Krise weitere Vorkehrungen zur Sicherheit seiner Spieler und Mitarbeiter. Am Eingang ins Hauptgebäude der Augsburger Fußball-Arena wird künftig die Körpertemperatur gemessen. Wie der Bundesligist am Mittwoch mitteilte, können drei Personen pro Sekunde kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu drei Metern gemessen werden. Die Toleranz betrage bei den Messungen maximal 0,3 Grad.

Mit der Messung soll eine erhöhte Temperatur als eines der häufigsten Symptome der Krankheit COVID-19 frühzeitig erkannt werden, um dann gegebenenfalls mit weiteren Maßnahmen reagieren zu können. Gemessen werde mehrmals täglich.

„Als Verein sind wir in der Pflicht, bestmöglich für die Gesundheit unserer Spieler zu sorgen, in der aktuellen Lage mehr denn je“, sagte Geschäftsführer Stefan Reuter. „Die Körpertemperaturmessung ist hierzu ein wichtiger Baustein, der uns unkompliziert schnelle und regelmäßige Kontrollen ermöglicht, so dass erste Anzeichen möglicher Infektionen frühzeitig erkannt und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet werden.“

Update vom 6. Mai, 13.11 Uhr: Ist das irre! Noch hat Angela Merkel keinen Ton gesagt, aber die Gerüchte um den Starttermin brodeln ohne Ende. So hat jetzt Raphael Honigstein getwittert, dass der erste Vorschlag einer zweiwöchigen Quarantäne nun wohl gestrichen wurde - und eine einwöchige Quarantäne laut dem medizinischen Schreiben der DFL genügen würde. Damit wäre der 15. Mai wieder zurück im Spiel!

Update vom 6. Mai, 13.09 Uhr: So, nun wurde der offizielle Beginn der PK mit Angela Merkel und Markus Söder auf 13.30 Uhr verschoben. Also gibt‘s die Entscheidung erst in gut 20 Minuten...

Live-Stream zur Bundesliga-Entscheidung: Ist der 15. Mai noch haltbar?

Update vom 6. Mai, 12.59 Uhr: Was wird heute entschieden? Das ist die große Frage, mit der sich auch die Kollegen von msl24.de beschäftigfen*. Wenn die Politik das Go gibt, dürfte theoretisch ab dem kommenden Wochenende der Ball in der Bundesliga wieder rollen. Natürlich nur als Geisterspiele, da bis zum 31. August Großveranstaltungen grundsätzlich untersagt sind. 

Allerdings ist bereits durchgesickert, dass, falls die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnhemen darf, die Teams zuvor in eine zweiwöchige Quarantäne müssen. Somit wird der fixierte 15. Mai wohl nicht mehr haltbar sein. RealistischerBundesliga-Neustart wäre dann der 22. Mai

Update vom 6. Mai, 12.55 Uhr: Die Kanzlerin und Bayerns Ministerpräsident lassen auf sich warten. Eigentlich war die PK für 12.45 Uhe angekündigt, noch aber gibt es keine Live-Bilder von Angela Merkel und Markus Söder.

Update vom 6. Mai, 12.26 Uhr: So, jetzt dürfte es gleich losgehen. In wenigen Minuten sollte Angela Merkel die künftigen Pläne für weitere Lockerungen und auch die Wiederaufnahme der Bundesliga verkünden. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden! 

Update vom 6. Mai, 12.13 Uhr: Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer hat als weiterer Fußball-Vertreter die Konsequenzen eines Scheiterns der Saisonfortsetzung in der Bundesliga aufgezeigt. „Wir tragen ebenso Verantwortung für alle Vereine, die inzwischen zu Wirtschaftsunternehmen mit vielen tausend Angestellten gewachsen sind. Und wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass es die Bundesliga in dieser Form, wie wir sie kennen, bei einem Abbruch der Saison nicht mehr geben wird“, sagte der 34-Jährige in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

 „Wir Profis könnten den Bonus der ersten Startgruppe erhalten. Darin liegt eine enorme Verantwortung für uns, der wir uns mit jeder Faser bewusst sein müssen“, sagte Neuer, der mit dem FC Bayern München in Verhandlungen über eine vorzeitige Vertragsverlängerung steht.

Der Torhüter und Kapitän der Nationalmannschaft und der Bayern erklärt weiter: „Natürlich nehme ich wahr, dass es manch einen gibt, der unsere Branche von außen betrachtet als abgehoben empfindet; der einen angeblichen Sonderweg anprangert; der nun ganz vereinzelt auftretendes Fehlverhalten - ein übrigens völlig normales gesellschaftliches Problem - als Beweis dafür hernimmt, dass das Papier, auf dem dasDFL-Konzept geschrieben wurde, geduldig ist, die Umsetzung uns Fußballern aber nicht zutraut“, so Neuer. „Dieser Kritik, ja vereinzelt sogar Ablehnung, müssen wir uns stellen.“

Bundesliga: Neustart-Datum wohl nicht haltbar - Sportmediziner warnt vor Langzeitschäden 

Update vom 6. Mai, 10.51 Uhr: Der geplante Neustart der Bundesliga könnte für die Fußballer enorme gesundheitliche Konsequenzen haben. Das befürchtet zumindest Sportmediziner Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln. 

Dieser warnt vor möglichen Folgeschäden einer Coronavirus-Infektion: „Ein Sportler sollte sich schon Gedanken darüber machen, dass eine Infektion das Karriereende sein kann“, sagte Bloch im Sportschau-Interview.

Auch bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen kann Covid-19 einen schweren Krankheitsverlauf entwickeln. Dies geschehe, so vermuten Virologen, wenn eine hohe Dosis des Virus aus der Luft gleich in die Lunge eingeatmet werde und die Infektion nicht im Rachen, sondern sofort in der Lunge beginne.

„Wenn man richtig am Schnaufen ist, erhöht sich der Gasaustausch um den Faktor 15 bis 20 - über die Atemfrequenz und dadurch, dass man 3,5 Liter Atemvolumen hat, Profisportler noch mehr. Das bedeutet, man atmet richtig tief in die Lunge hinein“, sagte Bloch: „Und dort ist direkt der Ort, an dem schwere Schädigungen stattfinden können.“

Mit Blick auf die DFL-Pläne für Mannschaftstraining und Spielbetrieb sagte der Sportmediziner: „Man muss schon den Sportler schützen. Gehe ich also das Risiko ein auf eine schwerwiegende Infektion mit Lungenbeteiligung und möglicherweise dem Karriereende? Dieses ist ja zumindest nicht auszuschließen.“

Update vom 6. Mai, 10.27 Uhr: Die geplante Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen verteidigte Gesundheitsminister Spahn wenige Stunden vor den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. 

Es sei wichtig, dem Profisport „insgesamt eine Perspektive zu geben, auch dort geht es um wirtschaftliche Fragen“, sagte Spahn im ZDF und ergänzte: „Aber mein Eindruck ist, auch viele Millionen Fans in Deutschland fragen natürlich, wann es dort wieder losgehen kann.“

Bundesliga: Neustart-Datum fix - oder kommt jetzt alles doch ganz anders?

Update vom 6. Mai, 10.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga ein konsequentes Handeln bei Verstößen gegen die Corona-Auflagen gefordert. 

„Wir haben in den letzten Tagen gesehen, bei dem einen oder anderen muss das Verständnis dafür, dass es hier um etwas geht, offensichtlich noch geweckt werden“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Deswegen sei „ein klares Durchgreifen“ der Deutschen Fußball Liga und der einzelnen Teams „ganz, ganz wichtig“.

Am heutigen Mittwoch wird mit einer Entscheidung über den Neustart der Bundesliga gerechnet. Der Bund will dem deutschen Profi-Fußball nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Wiederaufnahme des seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spielbetriebes in der 1. und 2. Bundesliga erlauben. „Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen“, heißt es in der der dpa in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage. Ein genauer Termin ist offen gelassen.

Bundesliga in der Corona-Krise: Fällt heute die Entscheidung zum Neustart?

Update vom 6. Mai, 9.14 Uhr: An diesem Mittwoch beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs in einer Telefonschalte über Corona-Lockerungen. Der Bild liegt nach eigenen Angaben der Beschlussentwurf des Corona-Gipfels vor. 

Die 1. und 2. Liga sollen wegen der „Sonderstellung von Berufssportlerinnen und Berufssportlern“ demnach den Spielbetrieb wieder aufnehmen dürfen, zitiert die Zeitung aus dem Papier - für den Wiederbeginn werde ein Termin noch im Mai anvisiert. Vorher müssen die Spieler zwei Wochen in Quarantäne. Damit wäre der 15. Mai, der zuletzt noch als Neustart-Termin genannt wurde, nicht zu halten. 

Corona-Pause: Bundesliga bald im Free-TV?

Update 5. Mai, 19.44 Uhr: Wird die Bundesliga nach der Corona-Pause aus Angst vor Sky-Partys im Free-TV übertragen? Die Chancen stehen wohl nicht allzu schlecht.

Update vom 5. Mai, 16.15 Uhr: Erleben wir schon bald die Fortsetzung der Bundesliga? Am Mittwoch, 6. Mai, soll dazu eine Entscheidung fallen. Als Datum für den Neustart wurde schon der 15. Mai genannt. Eine offizielle Bestätigung dazu steht aber noch aus.

Währenddessen meldet der nächste Klub aus der Bundesliga* positive Corona-Fälle: Borussia Mönchengladbach. Wie die Rheinische Post berichtet, sind ein Physiotherapeut und ein Spieler infiziert.

Bundesliga-Hammer trotz Kalou-Skandal? Datum für Neustart steht - DFL benötigt doch mehr Tests

Update vom 5. Mai, 13.47 Uhr: Das von der Politik so gelobte Hygienekozept der DFL zur Wiederaufnahme der Bundesliga benötigt offenbar doch mehr Corona-Tests als bislang angegeben. Das berichtet ZEIT Online und beruft sich dabei auf Aussagen der Fußball-Liga.

„Mit Blick auf die Anzahl der geplanten Corona-Tests werden sich im Wesentlichen durch die Erweiterung um freiwillige Testungen im häuslichen Umfeld sowie die zwei Testwellen vor Start des Mannschaftstrainings Veränderungen ergeben“, wird dabei ein DFL-Sprecher zitiert.

Bundesliga: Neustart geplant - Doch mehr Corona-Tests nötig? 

Eine genau Anzahl der benötigten Tests nannte die DFL dabei aber nicht, weil „eine genaue Prognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich ist, da weder die Länge der restlichen Saison inklusive englischer Wochen noch die Anzahl der zu testenden Familienmitglieder feststeht.“

So rechnet ZEIT Online, dass man für eine Saison, die lediglich an den Wochenenden zu Ende gebracht wird, mit 30.000 bis 35.000 benötigten Tests. Sollten aber englische Wochen stattfinden, also auch Spieltage unter der Woche, werde die Dauer der Saison verkürzt, die Zahl der Tests und die Infektionsgefahr verringert und man würde „lediglich“ 25.000 und mehr Tests benötigen. 

Zuletzt war von benötigten 20.000 Tests die Rede, ehe von einer Obergrenze von 25.000 gesprochen wurde. Nun ist es offenbar abhängig davon, in welchem Rhythmus die Liga zu Ende gespielt wird.

Bundesliga-Hammer trotz Kalou-Skandal? Datum für den Neustart steht fest

Update vom 5. Mai, 9.33 Uhr: Bei den Bund-Länder-Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 6. Mai könnte in der Schalte auch eine Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga in Erwägung gezogen werden - ab dem 15. Mai und als Geisterspiele. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf Verhandlungskreise. Trotz der Teils heftigen Kritik am Skandal-Video von Hertha-Profi Salomon Kalou, soll die Bundesliga nun also bald starten.

Bundesliga-Neustart: Schicksalstag naht - Düsteres Szenario denkbar

Update vom 4. Mai, 17.30 Uhr: Handfestes Skandal-Video in der Bundesliga. Den Spielern sind die Corona-Regelungen offenbar egal. Die Einhaltung des Hygienekonzeptes, das sehr eng an den Neustart der Bundesliga gekoppelt ist, wird dabei mit Füßen getreten. Auf tz.de* finden Sie einen Kommentar zur aktuellen Lage - mit einer drastischen Forderung.

Update vom 4. Mai, 15.07 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer hat Ausnahmen für Fußballprofis für einen Neustart der Bundesliga erneut abgelehnt. Der CSU-Politiker habe betont, dass es für Bundesliga-Spieler keine „Privilegien“ geben könne, sagte sein Sprecher Steve Alter am Montag in Berlin. 

Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für eine Fortsetzung des Spielbetriebs halte Seehofer nach wie vor „für eine sehr gute Grundlage für Lockerungen in diesem Bereich“. Noch habe die Bundesregierung aber nicht gemeinsam mit den Ländern darüber entschieden, ob sie „dieses Konzept zur Anwendung bringen will“.

Update vom 4. Mai, 14.15 Uhr: Aufatmen in der Bundesliga. Im schlimmsten Fall hätte der Montag einen herben Dämpfer für die Neustart-Hoffnungen bedeuten können, doch die Meldung des 1. FC Köln sorgte für kollektives Aufatmen im deutschen Profifußball. Nach drei positiven Tests ergab die zweite Analyserunde beim FC ausschließlich negative Ergebnisse, das Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) hat damit die erste Hürde genommen.

Bundesliga-Neustart: Schicksalstag naht - Düsteres Szenario denkbar

Erstmeldung vom 4. Mai: Frankfurt - Wieder einmal blicken alle Verantwortlichen, Spieler und Fans gebannt einem Tag entgegen, der möglicherweise über die nahe Zukunft der Bundesliga* bestimmen kann. Nach dem 23. und 30. April ist es dieses Mal der 6. Mai. Am Mittwoch werden von der Regierung weitere Entscheidungen zum professionellen Sport in Deutschland erwartet.

Wie ist aktuell die Stimmung in der Politik? Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat seine positive Grundhaltung zu möglichen Geisterspielen der Fußball-Bundesliga* in der Coronavirus-Krise* bekräftigt. Der Plan der DFL muss sich aber aus Sicht des CDU-Politikers in der Realität beweisen. „Das Konzept ist schlüssig, ob es funktioniert, weiß man immer erst nachher“, sagte Reul bei „Radiowelt“ auf Bayern 2 am Montag. 

Bundesliga: Neustart schon vor Augen? Reul bringt schnellen Abbruch ins Spiel

Gleichzeitig wurde er aber auch schonungslos ehrlich und sprach das aus, wovor sich alle, die an der Fußball-Welt teilhaben, fürchten: „Man kann das Risiko kalkulieren und auf der anderen Seite muss auch jeder Beteiligte wissen, wenn es da Probleme gibt, dass dann so eine Geschichte auch wieder abgebrochen werden kann.“

Die DFL hofft darauf, die derzeit unterbrochene Saison mit Geisterspielen fortsetzen zu können und hat dafür ein Konzept zu Hygiene und Sicherheit vorgelegt. „Wenn man die Menschen so praktisch isoliert, permanent testet, dann kann das sein, aber wissen tue ich das jetzt auch noch nicht“, sagte Reul über die Erfolgschancen.

Bundesliga: Nach Kölns Corona-Chaos - Neustart noch im Mai?

Zuletzt waren drei Personen bei Bundesligist 1. FC Köln positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Trio musste in 14-tägige Quarantäne, das übrige Team trainiert in Gruppen. „Ja, das ist doch bei anderen Menschen auch so. Es werden nicht alle in Quarantäne gesetzt, sondern diejenigen, bei denen dieser Nachweis geführt worden ist“, sagte Reul dazu.

Die „schwierigste Frage“ ist aus Sicht des NRW-Innenministers, was bei möglichen Fanaufläufen vor Stadien und in Städten passieren werde. „Das wird für die Polizei eine große Herausforderung sein, weil nicht nur an einer Stelle, sondern an mehreren Stellen, werden Ansammlungen sein“, sagte Reul. „Wir werden da auch sicherlich einige Anzahl an Polizisten benötigen.“

Währenddessen plant man beispielsweise beim FC Bayern München die Zukunft des Kaders. Präsident Herbert Hainer hat wohl unfreiwillig den möglichen Abschied von vier Spielern verraten. Bundesliga-Legende Jupp Heynckes stichelte gleichzeitig gegen Leroy Sané.

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akl/dpa

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