Neue Gnadenfrist für Formel-1-Star? „Gut, dass er das alles hinter sich lassen kann“

In der Formel 1 steht Daniel Ricciardo auf der Kippe – sein frühes Ausscheiden beim Rennen in Japan hilft da nicht. Die Gnadenfrist könnte er nun aber verlängern.

Suzuka – Das Drama setzt sich fort, diesmal kann Daniel Ricciardo allerdings nur bedingt etwas dafür. Der Liebling so vieler Fans der Formel 1 hatte eigentlich gehofft, sich als Stammfahrer bei den Racing Bulls 2024 wieder für höhere Aufgaben im Königsklassen-Imperium von Red Bull zu empfehlen. Bisher läuft die neue Saison allerdings in exakt die gegenteilige Richtung. Und auch beim Großen Preis von Japan in Suzuka kam es ganz dicke.

Dabei hatte das Qualifying für das Rennen noch Hoffnung gemacht. Ricciardo fuhr auf Rang 11, zwar knapp hinter Teamkollege Yuki Tsunoda, aber immerhin in Schlagdistanz zu den Punkterängen. Doch die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis erfüllte sich zum vierten Mal in Folge nicht. Viel mehr war nach wenigen Hundert Metern Schluss für Ricciardo. Der Australier crashte nur Sekunden nach dem Start mit Alexander Albon im Williams zusammen. Beide Fahrer schieden aus. Rennen beendet. Wieder null Zähler.

Formel-1-Star auf der Kippe – Ricciardo nach Crash beim Japan-Rennen weiter auf der Kippe

Auch wenn Ricciardo keine Schuld am frühen Aus trägt, könnte der Ausgang für ihn umso dramatischer werden. Denn der Fan-Liebling ist bei den Racing Bulls stark angezählt. Schon nach den zwei katastrophalen Auftakt-Rennen in Bahrain und Dschidda wurde spekuliert, ob Top-Talent Liam Lawson nicht schon früh in der Saison Ricciardos Sitz einnimmt. Berichten zufolge erhielt der ehemalige Grand-Prix-Sieger dann von Dr. Helmut Marko noch ein knallhartes Ultimatum über die Rennen eben in Japan und darauffolgend am 21. April in China. Geht es in Shanghai also schon um alles für den Routinier?

Möglicherweise noch nicht so ganz. Zumindest lässt ein technisches Detail nun aufhorchen, das Ricciardo noch eine neue Chance geben könnte, das Ruder herumzureißen – und womit er sich eventuell auch eine neue Gnadenfrist organisieren könnte. Denn bisher tappt das Team ein wenig im Dunklen, warum es beim 34-Jährigen nicht so gut läuft. Deshalb wird jetzt nachgesteuert, um die Probleme zumindest am Auto zu bessern. Ab dem Rennen in China wird Ricciardos Auto ein neues Chassis erhalten. Das Besondere: Den Tausch hat Ricciardo wohl selber angeregt, „nur um sicherzustellen“, dass das bisherige Material nicht das Problem ist, heißt es in Berichten.

Gnadenfrist nur verlängert? Änderung an Ricciardos Formel-1-Auto – „Gut, dass er das hinter sich lassen kann“

Also eine neue Chance für Ricciardo, sich eine neue Gnadenfrist zu erarbeiten? Relativiert wird das ganze durch die Aussagen von Red-Bull-Renndirektor Alan Permane, der angab, das Chassis wurde ohnehin gebaut und nicht wegen irgendwelcher Zweifel am Auto. Leistungsprobleme mit dem aktuellen Chassis seien „sehr unwahrscheinlich“, zitiert ihn das Fachportal motorsport-total.com. Für gut befindet Permane die Maßnahme dennoch, da Ricciardo dadurch Klarheit kriege: „Für Daniel ist es vielleicht gut, dass er das alles hinter sich lassen kann, dass es vielleicht Probleme mit dem Auto gibt.“

Permane erwähnt aber auch, das Team müsse Rücksicht auf Ricciardos persönliche Vorlieben nehmen. Eine Lösung seines Wunsches, eben was jetzt das Material betrifft, könnte ihm „mehr Selbstvertrauen“ geben. „Und dann kommt er langsam wieder zurück zur maximalen Performance“.

Vor Selbstvertrauen strotzt indes ein anderer Fahrer im Grid gerade nur so. Nico Hülkenberg erlebte ein „kleines Wunder“ in Suzuka. Echte Top-Teams könnten sich nun für den Deutschen interessieren. (han)

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