Bundesamt warnt: Süßwaren-Rückruf! Acht Sorten betroffen - KATWARN ausgelöst

Verbraucher in Deutschland essen mehr Süßigkeiten
 ©dpa / Uwe Anspach

Achtung, bei diesen Süßigkeiten besteht eine Gefahr. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt - es sind acht Sorten betroffen.

  • Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt immer wieder vor Produkten, die dann zurückgerufen* werden müssen.
  • Aktuell warnt die Behörde vor Gelee-Süßwaren.
  • Es besteht Erstickungsgefahr.

München - Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnt vor Gelee-Süßwaren in Minibechern. Als Grund nennt die Behörde eine mögliche Erstickungsgefahr beim Verzehr diverser Sorten „Jelly Cups“ der taiwanesischen Firma ABC.

Von der Warnung betroffen sind folgende Produkte:

  • Girl Jelly Fruity Bites
  • Boy Jelly Fruity Bites
  • Fruitery Jelly Assorted Jar
  • Fruitery Jelly Assorted Bag
  • Pentagon Cup Jelly Snack Bag
  • Pentagon Cup Taro (Bag)
  • Pentagon Cup Taro (Jar)
  • Assorted Jelly Snack

Video zu Rückrufen: Warum Hersteller und Supermärkte immer häufiger warnen

Rückruf: Bundesamt warnt wegen Erstickungsgefahr vor „Jelly Cups“

Laut dem Portal lebensmittelwarnung.de, das als Angebot der Bundesländer Warnungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bündelt, gilt der Rückruf* unabhängig von Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum. Gefährlich sind alle Produkte, die die Zusatzstoffe Carrageen (E 407) und Johannisbrotkernmehl (E 410) enthalten. Die betroffenen Süßwaren waren in Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen erhältlich.

Sogar auf der KATWARN-Seite warnungen.katwarn.de war der Rückruf zwischenzeitlich aufgeführt, wie auch Rückruf für Cola.

Häufig befinden sich auch Kleinteile in Lebensmitteln. Ein Fall aus Mittelhessen beschäftigte sogar die Polizei, da die Süßwaren an einem Faschingsumzug verteilt wurden.

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Verbraucherschutz: Carrageen und Johannisbrotkernmehl - Was ist das?

Carrageen ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe langkettiger Kohlenhydrate (Polysaccharide), die in den Zellen verschiedener Rotalgenarten vorkommen“, definiert das Portal Zusatzstoffe Online, ein Angebot des Bundesverbands Die Verbraucher Initiative.

Da der Stoff aus Rotalgen gewonnen wird, handelt sich um ein Bioprodukt, was gemäß der EU-Öko-Verordnung für die Herstellung von Bio-Lebensmitteln verwendet werden kann. Carrageen dient als Geliermittel und kann auch als Verdickungsmittel eingesetzt werden.

Johannisbrotkernmehl ist laut Zusatzstoffe Online ebenfalls ein Bioprodukt. Das Kohlenhydrat wird durch Hitze aus dem Samen des Johannisbrotbaumes gewonnen. In Lebensmitteln wirkt Johannisbrotkernmehl als Stabilisator und als Verdickungsmittel: „Schon mit geringen Mengen E 410 werden Flüssigkeiten zu sehr stabilen gelartigen Substanzen, die gegenüber Hitze, Säure und Salzen kaum empfindlich sind.“

Video: Immer mehr Produktrückrufe: Warum Hersteller und Supermärkte immer häufiger warnen

Dass vor Lebensmitteln gewarnt wird oder Produkte zurückgerufen werden, ist keine Seltenheit. Die Gründe*, weshalb Artikel aus den Regalen genommen werden, sind zahlreich. Auch bei Volvo gab es jetzt einen Rückruf - mehr als zwei Millionen Autos sind betroffen. Vor Kurzem warnte eine Schweizer Behörde vor einem Produkt für Kleinkinder. Bakterien, die schlimme Entzündungen auslösen können, waren enthalten.

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Das Pharma-Unternehmen Hexal rief eines seiner Medikamente zurück, da die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände vor einer Überdosierung warnte. Aldi Nord* musste vor kurzem Wassermelonen aus dem Verkehr ziehen. Es wurden Rückstände eines Pflanzenschutzmittels gefunden. Außerdem meldet Aldi den Rückruf einer Marmelade - sie kann gefährliche Glassplitter enthalten. 

Zwar mussten die Klamotten von Curvy Model Angelina Kirsch nicht zurückgerufen werden, die Kundinnen waren aber trotzdem sauer. Denn die Kleider waren zu klein.

Für Schwangere drohen besondere Gefahren, wenn sie diesen Käse essen: Daher wurde ein österreichischer Bio-Schnittkäse jetzt zurückgerufen.

Rückruf: Ein Münchner Großmarkt ruft einen Bio Almbauernkäse zurück. Für bestimmte Gruppen könnte der verunreinigte Käse sogar tödlich sein.

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Beim Verzehr von bestimmten Backwaren ist aktuell außerdem Vorsicht geboten: Ein Hersteller aus Bayern ruft ein Produkt zurück - das in ganz Deutschland verkauft worden sein könnte.

Eine Marmelade wird wegen möglicher Glassplitter vom Hersteller zurückgenommen.

Für eine Gelee-Süßware wurde ein Rückruf ausgegeben. Sie soll nicht verzehrt werden - es besteht Erstickungsgefahr.

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