Gedenkstätte Lager Sandbostel zeigt Ausstellung

Widerstand in Italien

Die Ausstellung informiert über das Schicksal der Widerständler.
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Sandbostel (r/nin). Nach 20 Jahren faschistischer Diktatur in Italien finden ab Ende 1943 viele Frauen und Männer den Mut und die Kraft zum Widerstand. Von den Faschisten als banditi und ribelli verunglimpft, kämpfen Zehntausende bewaffnet für das Ende des Zweiten Weltkrieges, gegen die deutsche Besatzung und gegen den italienischen Faschismus. Die Ausstellung „Banditi e ribelli. Die italienische Resistenza 1943-1945“ in der Gedenkstätte Lager Sandbostel stellt ab Dienstag, 14. August, die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien dar.

Zur Eröffnung um 19 Uhr im Bernard-Le-Godais-Saal auf dem Gelände der Gedenkstätte referieren der italienische Historiker Santo Peli vom Geschichtsinstitut „Istoreco“ aus Reggio Emilia und Steffen Kreuseler von „CultureLabs“ aus Berlin, die zudem Kuratoren der Ausstellung sind. Im weiteren Verlauf der Austellung informiert Jens Binner von der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten am Dienstag, 21. August, ab 19 Uhr über das Schicksal der Italienischen Militätinternierten (IMI) im Stalag X B Sandbostel geben. Zudem liest am Dienstag, 11. September, Christoph Schminck-Gustavus ab 19 Uhr aus seinem Buch „Die schönsten Jahre. Chronik einer Liebe 1943-1945“, über das Schicksal des italienischen Militärinternierten Attilio Buldini, der unter anderem im Stalag X B Sandbostel interniert war.

In der Ausstellung selbst dokumentieren kurze, chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die meist gerade erst um die 20 Jahre alt waren. Auf 29 Ausstellungstafeln wird die Entscheidung der italienischen Partisanen für Frieden und für eine freie, gerechte Gesellschaft darge-stellt: Kampf, Illusionen, Lachen, Singen und übertriebene Posen. Das Ausstellungskollektiv schreibt zu der Wanderausstellung: „Wir wissen heute, welche Verbrechen von Nazis und Faschisten begangen wurden. Die banditi und ribelli haben auf der richtigen Seite gekämpft. Das heißt aber nicht, unkritisch den Mythen zu folgen, die sich um die Resistenza ranken. Um von ihr zu lernen, müssen wir auch die Schwächen und Fehleinschätzungen der Partisanenbewegung beleuchten. Mit unserer Ausstellung möchten wir zu einem besseren Verständnis der Resistenza beitragen“.

Die Ausstellung ist vom 15. August bis zum 27. September während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte im Bernard Le Godais-Saal zu sehen. Der Eintritt zur Ausstellung sowie zu den Vorträgen ist frei. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.stiftung-lager-sandbostel.de.

Autor

Nina Baucke Nina Baucke
 04261 / 72 -433
 nina.baucke@rotenburger-rundschau.de

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