Dorfverein: Porsche-Diesel-Projekt abgeschlossen

Aus alt mach neu

Stolz präsentierten die jungen und alten Schrauber des Dorfvereins Stuckenborstel den restaurierten Porsche-Diesel Foto: Zachrau
 ©Rotenburger Rundschau

(az). Generationsübergreifendes Arbeiten mit einem gemeinsamen Ziel: Stolz präsentierte der Dorfverein Stuckenborstel jetzt das Ergebnis des Porsche-Diesel-Projektes, das dafür sorgen sollte, Jung und Alt zusammenzuführen.

Zwei Jahre wurde geschraubt, geölt und lackiert, jetzt ist der Oldtimer-Trecker wieder so gut wie neu. Gemeinsam mit Klaus Wessel, Bertin Gahr, Carsten Eckhof, dem technischen Projektleiter Jürgen Schlüter sowie Claas Gabriel, der seinen Schlepper zur Verfügung stellte, arbeiteten die Jugendlichen Sören Windeler, Jan-Ulrich Kahrs, Tobias Engel, Nico Bruns, Mike Lünsmann und Nico Lünsmann mit Hocheifer daran, das alte Gefährt auf Vordermann zu bringen. "Als während der Dorfrunde ein Thema für eine gemeinsame Aktivität mit Jung und Alt gesucht wurde, kamen wir auf die Idee, einen alten Traktor zu restaurieren“, berichtete Projektleiter Klaus Wirth während der offiziellen Einweihung des Oldtimers, vom Dorfverein als "Trecker-Konfirmation“ bezeichnet. "Inspiriert durch die erfolgreiche Arbeit des Porsche-Diesel Clubs Europa (PDCE) in Schulen fragten wir beim Präsidenten des Vereins, Harald Stegen, an.“ Der ließ sich von dem Vorhaben begeistern, sodass der Dorfverein Stuckenborstel der erste Verein war, der an dem Projekt teilnehmen durfte. "Normalerweise können sich nur Schulklassen bewerben“, erklärte Wirth. Seit das Projekt 2007 ins Leben gerufen wurde, beteiligten sich rund 100 Bildungseinrichtungen und mehr als 5.000 Jugendliche. "Die Kinder lernen, sich kreativ mit technischen Dingen zu beschäftigen.“ Mit Claas Gabriel wurde schließlich ein Pate gefunden, der den Schlepper auftat und dafür sorgte, dass er nach Stuckenborstel gebracht wurde. "Nach langer Suche fanden wir auch eine Werkstatt – den ehemaligen Hühnerstall der Familie Cordes“, erzählte Wirth. Vom Porsche-Diesel-Club fungierte Hermann Ahlhorn als Berater. Die Gruppe traf sich einmal pro Woche, um gemeinsam an dem Trecker zu arbeiten. Zunächst wurde er komplett zerlegt, um alle Teile akribisch überprüfen zu können. Was kaputt war, wurde ersetzt, alles andere erhielt eine neue Politur oder wurde repariert. Bei den Arbeiten ging es nicht nur ums Handwerk an sich – die Experten erklärten den teilnehmenden Jungs außerdem die Funktionen der verschiedenen Teile. So erfuhren sie beispielsweise, was ein Getriebe bewirkt und was eine Untersetzung ist. Damit der Lerneffekt noch größer ist, bekam jeder die Aufgabe, sich verschiedene Themen auszusuchen und diese detailliert zu Papier zu bringen. Der Projektleiter betonte: "Eigeninitiative war durchaus gewünscht.“ Jeder noch so kleine Fortschritt wurde auf Fotos festgehalten, um eine genaue Dokumentation vorweisen zu können. Bei der Präsentation des fertigen Treckers zeigten sich schließlich nicht nur die vielen Gäste beeindruckt. Auch PDCE-Präsident Stegen war begeistert: "Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, lobte er die Arbeit von Mentoren und Nachwuchsschraubern. Er hob außerdem das eigentliche Ziel des Projektes hervor: "Die Jugendlichen sammeln Erfahrungen, die ihnen im späteren Arbeitsleben oder als Referenz bei Bewerbungen durchaus nützlich sein können.“

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