Mata Pohl aus Lüdingen schreibt Ratgeber für Freizeitreiter - Von Karolina Haselmeyer

Ideal ist individuell

Mata Pohl hat ihr ideales Pferd bereits gefunden. Mit ihrem Ratgeber "Mein Freizeitpferd" möchte sie anderen Reitern ebenfalls helfen, einen angenehmen Freizeitpartner zu finden Foto: Haselmeyer
 ©Rotenburger Rundschau

Jetzt, wo der Frühling da ist und die Sonne warme Strahlen auf die Erde schickt, tummeln sie sich in Wald und Wiesen des Landkreises: Reiter, die allein oder mit Freunden auf dem Rücken ihrer Pferde ihre Freizeit genießen. Für all diejenigen hat Mata Pohl aus Lüdingen ein Buch geschrieben. „Mein Freitzeitpferd“ heißt es und behandelt Themenfelder wie Haltung, Lernverhalten, Umgang und Reiten.

Pohl, Tierverhaltenstherapeutin, Islandpferdetrainerin und Sportrichterin, hat sich für ihr Buch auf die Suche nach dem idealen Freizeitpferd begeben – und musste feststellen, dass es das nicht gibt. Ideal bedeute für jeden etwas anderes: Der eine möchte springen, der andere Wanderreiten und der Dritte bringt seinem Pferd Zirkuslektionen bei. „Ein Freizeitreiter ist für mich jemand, der seine Freizeit mit dem Pferd verbringt. Dabei ist es egal, ob er einfach nur durch das Gelände oder auch mal Turniere und Rallyes reitet“, erklärt Pohl. Demnach sei das ideale Freizeitpferd eines, das den Bedürfnissen sowie den Kenntnissen und Fähigkeiten des Reiters entspricht. Rund ein Jahr hat Pohl an dem Buch geschrieben, das übrigens nicht ihr Erstlingswerk ist: Bereits 2009 erschien das Sachbuch „Clickertraining – Positive Bestärkung in der Pferdeerziehung“. „Schreiben macht mir einfach viel Spaß“, verrät die Autorin, die vor ihrem Studium der Tierverhaltenstherapie Romanistik und Kulturwissenschaften in Bremen studierte. „Ich hatte einfach mal wieder Lust, etwas zu schreiben, und habe mich gefragt, in welchem Bereich kenne ich mich gut aus, worüber könnte ich schreiben und welches Thema würde mich persönlich interessieren.“ Außerdem habe sie geschaut, was es bereits alles auf dem Markt gebe und wo Lücken herrschen. „Ich wollte keine hochtrabende Reitlehre verfassen, sondern ein Buch, dass jeder nett abends auf dem Sofa lesen kann.“ An eben diesem Ort sei das Sachbuch auch entstanden, gesteht Pohl und lacht. Vor allem während der Wintermonate, als es draußen früh dunkel wurde, habe sie es sich gerne mit ihren beiden Hunden, der Katze und dem Laptop auf dem Sofa gemütlich gemacht und geschrieben. Obwohl Pohl, die seit ihrer Kindheit reitet, spezialisiert auf Islandpferde ist, richtet sich das Buch an Reiter aller Pferderassen. Themen wie Pferdesuche, Haltung, Lernverhalten, Bodenarbeit und Tierarztbesuche betreffen schließlich jeden. Ebenso werden mögliche Probleme – ein Pferd, das beim Anbinden oder Aufsitzen nicht still steht, keine Distanz wahrt oder sich nicht vernünftig führen lässt – behandelt. Und auch wenn es um das Pferd geht, im Mittelpunkt steht der Reiter: Als Verhaltenstherapeutin weiß Pohl nämlich genau, warum das Tier in bestimmten Situationen so und nicht anders reagiert. Ihr Wissen darüber gibt sie im Buch weiter. Denn: Nicht das Pferd, sondern der Reiter müsse ihrer Meinung nach sein Verhalten ändern, um die gewünschte Reaktion zu erhalten. „Ich habe mit meinem Buch das Rad nicht neu erfunden, sondern geschaut, was Freizeitreiter interessiert und welche Tipps und Hilfestellungen sie brauchen könnten. Ich vermittle vor allem Denkanstöße und biete keine vorgefertigten Lösungen an.“ Erschienen ist „Mein Freizeitpferd“, das übrigens auch als E-Book vorliegt, bei Books on Demand. Somit zeichnet Pohl nicht nur für den Inhalt, sondern auch für die Gestaltung des Buches verantwortlich. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Freundin und Fotografin Antje Klingelhöfer. Mit ihr gemeinsam habe sie sich auf die Suche nach geeigneten Motiven gemacht und so manch einer aus dem Bekanntenkreis musste als Fotomodell herhalten, verrät die Autorin schmunzelnd. „Ich habe von Anfang an genau gewusst, wie mein Buch aussehen soll.“ Und bereits jetzt habe sie zahlreiche Ideen für ein weiteres.

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