Projekttage der Klassen fünf bis zehn an der Oberschule

Courage statt Rassismus

Schüler der OBS Visselhövede setzten sich intensiv mit dem Thema Rassismus auseinander.
 ©Maria-Theresia Schiroky

Visselhövede (mts). „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“: dieses Thema beschäftigte die Schüler der Klassen fünf bis zehn an der Oberschule (OBS) Visselhövede in der vergangenen Woche. Zum Abschluss der Projekttage zeigten die OBSler am Freitag in der Mensa des Schulgebäudes ihre gestalteten Werke.

Die didaktische Leitung hatte Sinje Kastrup, Projektleiter war Ronald Rüdiger. Beim Projekt ging es um ein Schulnetzwerk in Deutschland, dem mehr als 2.000 Schulen angehören und das von rund einer Million Schüler besucht wird. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden.

Die Projekttage in der OBS waren eine intensive Begegnung mit dem Thema. Schullleiter Gerhard Dyck, begrüßte alle Anwesenden bei der abschließenden Präsentation der Projekte und lobte seine Schüler, die an drei Tagen beachtenswerte Ergebnisse zu dem Thema erbracht hätten.

Die einzelnen Gruppen hatten im Kleinen begonnen und sich zum Beispiel der Frage gestellt: „Wer hat Stärken und Schwächen?“ Sie hatten Landkarten gezeichnet und in Gesprächen darüber informiert, dass einige neue Schüler der OBS Visselhövede monatelang auf der Flucht waren. Andere Gruppen hatten das Thema „Schwarz und Weiß in den USA in den 60er und 70er Jahren“ aufgegriffen. Wieder andere hatten sich der deutschen Geschichte gestellt: „Juden in Deutschland – wie ist es ihnen ergangen, wie und wo wurden Menschenrechte verletzt?“

Schüler hatten Interviews mit ausländischen Mitbürgern geführt, um zu erfahren, welche Probleme sie mit der Jobfindung oder dem Schulbesuch ihrer Kinder haben.

Zu diesem Thema stellte Dyck während der Präsentation fest, dass Integration schwierig sei und die Schule helfen und unterstützen wolle. Er wies unter anderem auf ein Fußballspiel hin, das in den nächsten Tagen stattfindet und bei dem Schüler aus dem Ausland gegen Schüler aus Visselhövede spielen und den Einstieg in diese Schule schaffen wollen.

Dyck erklärte, dass einer der Gründe dieser Projektaktion sei, dass sich die Visselhöveder Schule um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bemühe. „Wir wollen auf die Schwachen dieser Welt schauen“, so Dyck. Um diesen Titel erwerben zu können, müssten sich 70 Prozent aller Personen, die in einer Schule lernen oder arbeiten, mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projektarbeit zum Thema durchzuführen. Solche Listen würden im Anschluss an die Projekttage verteilt, so der Schulleiter.

Damit werde das Projekt auf den Weg gebracht, das dann eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und Zukunft sei.

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