Wildes Blech: Neue Termine, neue Titel, neue Instrumente

Bis die Lippen fetzen

Klarinette und Querflöte, geschultert und bereit: Das sind nur zwei der Instrumente, die Ralf Linders (links) und Benjamin Faber noch im Ensemble von "Wildes Blech" gebrauchen können.
 ©Andreas Schultz

Sottrum/Rotenburg (as). „Das tut uns sehr gut“, sagt Benjamin Faber. Was er meint, sind nicht die kurzen Verschnaufpausen zwischen den Stücken. Und auch der schallende Applaus beim Auftritt von Wildes Blech, der die Gruppe motiviert, ist es nicht. Der künstlerische Leiter spricht von den Neuzugängen: Ein Bassist und ein Schlagzeuger haben sich zu den Blechbläsern dazugesellt. Das Ensemble wächst – und auch sonst tut sich einiges bei der bunten Truppe.

Auf 30 Musiker hat sich die etwas andere Band in den vergangenen Monaten vergrößert. Darüber freut sich Ralf Linders, der Experte für Blechblasinstrumente in der Truppe. Und auch Faber erklärt, er sei mit der Resonanz zufrieden. Gemeinsame Proben außerhalb gewohnter Räume sorgen für ein immer besseres Miteinander, sei es in Osnabrück oder Bad Zwischenahn. Und Auftritte wie die im Ratsgymnasium bringen die nötige Praxis- und Publikumserfahrung mit sich.

Was die Truppe noch gebrauchen kann, sind neue Instrumente – und natürlich Menschen, die diese spielen. „Wir öffnen uns weiter für Holzbläser“, kündigt Faber an. Querflöten und Klarinetten wären gern gesehene Neuzugänge. Auch Fagott und Oboe seien denkbar, sagt Linders. Darüber hinaus wäre auch in Sachen Saxofon eine Ergänzung willkommen.

Dann könnte das Ensemble noch etwas mehr aus den Vollen schöpfen, wenn es ans Spielen geht. Das gilt auch für die Menge an Stücken, die es dann zum Besten gibt: Einiges ist dazugekommen. Das Umarbeiten von Rock- und Metalklassikern für das eher ungewöhnliche instrumentale Arrangement sei umständlich, „aber es lohnt sich jedes Mal ordentlich“, sagt Faber. So gibt es seit Neuestem unter anderem einen Klangfarben-Anstrich für Rammsteins „Mein Herz brennt“ von Wildes Blech. „Smells like Teenspirit“ und „Smoke on the Water“ sind ebenfalls dabei. „Wir haben auch eine wunderschöne Bearbeitung von ,Highway to hell‘“, sagt Linders und merkt an, dass sich der ACDC-Song wunderbar mit dem Udo-Jürgens-Titel Griechischer Wein kombinieren lasse: „Die haben ein ähnliches Grundtempo“. Für einen griechisch angehauchten Gig ist das nicht ganz unwichtig, doch dazu später mehr.

Mit dem größeren Repertoire kommt die längere Spielzeit. Die Band verlängert diese von 20 bis 30 Minuten auf eine Stunde. Für die Auftritte ist das gut, die Musiker müssen dann aber auch Ausdauer beweisen, weiß Linders: „Hinterher ist man total außer Atem, das betrifft vor allem die hohen Stimmen.“

Langer Atem ist von Vorteil – auch mit Blick auf den Terminkalender der Truppe:

• Am Samstag, 29. Juli, spielt sie ab 20 Uhr zum „Sommer im Biergarten“ am Rathaus in Schneverdingen. Gegen Sonnenuntergang zeigt der Kulturverein „Highway to Hellas“ im Rahmen des Open-Air-Kinos.

• Zeit für Schnupperproben ist am Samstag, 12. August. Von 13 bis 14 Uhr können Querflöten- und Klarinettenspieler reinschauen, von 14 bis 15.30 Uhr sind die Saxofone und Blechbläser dran. Noten gibt’s im Vorfeld per E-Mail. Kontakt: info@wildesblech.de.

• Auch beim Erntefest All Over in Söhlingen mischt Wildes Blech wieder mit. Termin: Freitag, 1. September. „Da sind wir schon voller Vorfreude. Natürlich sind wir gern wieder dabei“, so Faber.

• Das „erste richtige eigene Konzert“ feiert die Band am Sonntag, 29. Oktober. „Rock den Georg“ ist der Titel – und der Name ist Programm. Los geht’s um 17 Uhr in der St.-Georg-Kirche. Linders kündigt an: „Gespielt wird, bis die Lippen in Fetzen hängen“.

• Ein weiterer wichtiger Termin für die Musiker: Der Studio-Besuch am 18. November. Kein öffentlicher Auftritt, aber für die Instrumentalisten besonders: „Das ist ganz anderes arbeiten, eine Welt für sich. Man arbeitet konzentrierter und auf den Punkt“, meint Faber. Und Linders fügt hinzu: „Das ist die Chance, Details rauszuarbeiten. Den Rest erledigt der Schnitt.“

Wer sich für den Einstieg in die Gruppe interessiert, sich aber noch nicht ganz sicher ist, ob zum Beispiel sein Instrument dazu passt, findet weitere Informationen und Hörbeispiele auf www.wildesblech.de. Für ausgefallene Instrumente gilt: einfach mal bei Linders und Faber anfragen. Denn die Chance, dass sich die Instrumente aufeinander abstimmen lassen, steht nicht schlecht.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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 andreas.schultz@rotenburger-rundschau.de

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