Unser Dorf hat Zukunft: Bötersen ist im Bundesentscheid - Von Andreas Schultz

Weil sie richtig anpacken

Der Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" geht in Bötersen alle an, wie sich beim Jury-Besuch zeigte. "Die überzeugende und konstruktive Koordinierung des bürgerschaftlichen Engagements" war ein Grund, der die Kommission zur Nominierung für den Bundesentscheid bewegte.
 ©Henning Leeske

Bötersen. „Wir freuen uns riesig. Berlin rückt damit in greifbare Nähe“, sagt Susanne Cordes. Für das Böterser Orga-Team zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und alle eingebundenen Engagierten ist es eine frohe Botschaft: Am Freitag stand kurz vor Redaktionsschluss fest, dass die Bewohner mit ihren Anstrengungen den Weg in den Bundesentscheid geebnet haben.

Neben Bötersen hat die Landesbewertungskommission auch Backemoor im Landkreis Leer und Räbke im Landkreis Helmstedt für den Bundeswettbewerb nominiert. Dem waren einige Visiten vorausgegangen: Die Jury hat unter Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in sechs Tagen 18 Dörfer in Niedersachsen bereist und bewertet. Das teilt das Ministerium in einer Pressemeldung mit. Diese Teilnehmer waren zuvor über Kreis- und Regionalwettbewerbe ausgewählt worden. Insgesamt hatten sich 178 Dörfer beteiligt.
Die Gründe für das Weiterkommen Bötersens fasst die Jury so zusammen: Besondere Anerkennung habe die Kommune für „die gelebte Demokratie und politische Teilhabe, den gelungenen Prozess zur Entwicklung des Leitbildes, die überzeugende, konstruktive und strukturierte Koordinierung des bürgerschaftlichen Engagements und die Aktivitäten der Initiative ,Dörfliches Grün‘“ verdient.
Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast gratuliert den Siegern und wünscht ihnen viel Erfolg für den Bundesentscheid im Sommer 2019: „Als aktive Dorfgemeinschaft haben Sie Bemerkenswertes für ihre Region geleistet. Alle vorgestellten Projekte und Initiativen zeigen, dass es gelingt, Dörfer durch bürgerschaftliches Engagement und ehrenamtliche Arbeit attraktiver und zukunftsfähiger zu machen. Die Zukunft der ländlichen Regionen hängt ganz wesentlich von Menschen ab, die sich dafür einsetzen, dass ihre Dörfer lebenswert und lebendig sind!“
In allen 18 Dörfern sind die Projekte das Ergebnis einer breiten, Generation übergreifenden Bürgerbeteiligung und der Einbindung zahlreicher Vereine und Verbände. „Die Bewertung und der Vergleich der Dörfer stellten die Landesbewertungskommission vor eine besondere Herausforderung“, heißt es aus dem Ministerium. Die Entscheidung über die Auswahl der drei zu nominierenden Dörfer war demnach Gegenstand langer Diskussionen, da sich im Ergebnis viele Dörfer mit dem Geleisteten insgesamt oder mit herausragenden Ideen im Einzelnen für den Bundeswettbewerb empfohlen hätten. „Allen Dorfgemeinschaften, die am Wettbewerb teilgenommen haben, gilt mein Dank. Ein herzliches Dankeschön möchte ich auch an die Landkreise, die Ämter für regionale Landesentwicklung und an den niedersächsischen Städte- und Gemeindebund richten. Eines hat dieser Wettbewerb gezeigt: Unsere Dörfer in Niedersachsen haben Zukunft“, so Otte-Kinast weiter.
Zuletzt war der Landkreis Rotenburg mit Waffensen im Bundeswettbewerb 2010 vertreten, so die Mitteilung aus der Kreisverwaltung. Dorthin schaut das Orga-Team auch, wenn es um den weiteren Wettbewerb geht, wie Mitglied Cordes verrät. „Mit dem Vorbild vor Augen strecken wir uns auch ein wenig“, sagt sie. Als Nächstes stehe die Feier des Weiterkommens auf der Agenda des Teams. Und dann kommt die Vorbereitung auf den Weg nach Berlin.

Autor

Andreas Schultz Andreas Schultz
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