Schützenverein Bötersen kürt Jan-Hendrik Müller zum König

Hart umkämpfte Insignien

Schützenkönig Jan-Hendrik Müller schreitet mit den Ehrendamen die Formation ab.
 ©Rosemarie Swingle

Bötersen (as). Jan-Hendrik Müller kann einfach nicht anders: Die Miene des Böterser Schützenkönigs wechselt zwischen breitem Lächeln und staatstragendem Blick, als er die Formation seines Schützenvereins abschreitet. Flankiert von den Ehrendamen gibt es am Ende der Aufstellung noch eine Kehrtwende und den Gang ans andere Ende. Und dann die erlösenden Worte: Es gibt Kaltgetränke für alle.

Zwei Tage feierten die Grünröcke aus Bötersen, Höperhöfen und Jeerhof Schützenfest. Der Besuch beim neuen König Müller war einer der Höhepunkte. Und dem war ein spannender Kampf um den Titel vorausgegangen. „Wir hatten so viele Bewerber, dass sie sich gegenseitig förmlich die Treffer aus der Scheibe geschossen haben“, verdeutlicht Kommandeur Cord Trefke. Er ist sichtlich erfreut darüber, dass die Königswürde in Bötersen noch begehrt ist. Keine Selbstverständlichkeit, denn in einigen anderen Gemeinden des Landkreises verläuft die Suche nach einer neuen Majestät schwierig bis erfolglos.

In Bötersen hängt die Königsscheibe dafür umso höher am Hofgebäude von Meier. „Wir haben heute Königswetter, das habe ich einfach mal vom Vorgänger übernommen“, hatte der Träger der traditionsreichen Kette noch wenige Momente zuvor verlauten lassen – und dafür einige Lacher aus der Formation der Schützen geerntet. Die gute Stimmung hielt an. Besonders bei den Gewinnern der Wettbewerbe dürfte sie groß gewesen sein: Dem König steht als Vize Herbert Dodenhoff zur Seite. Bei den jungen Vereinsmitgliedern setzte sich Finn Trefke im Wettbewerb um die Jugendehrenscheibe durch. Thore Hesse darf sich ein Jahr Kinderkönig nennen und damit zusammenhängend damit rechnen, dass der Schützenverein die Marschroute im kommenden Jahr an seine Residenz verlegt. Die Würde des Erntemeisters schultert in dieser Saison der Kommandeur: Cord Trefke siegt im Wettbewerb um den Titel, für den auch Nicht-Schützen antreten können. Ungefähr die Hälfte der 25 Teilnehmer hatte keine Schützenuniform, und der Verein freut sich darüber, dass der Titel auch unter den Bürgern so begehrt ist. Der Firmenpokal ging an den SV Waffensen, der mit einer Abordnung vor Ort war. Darüber hinaus mischte eine Abordnung des Reeßumer Schützenvereins mit und überbrachte feierlich den Pokal der Sechser-Gemeinschaft: Nach sechs Jahren ist Bötersen vorne in der Rangliste des Verbunds. Für die Organisatoren war darüber hinaus das Kinderprogramm zum Thema Wikinger ein Erfolg, denn junge Böterser machten eifrig mit. Statt brandschatzen bildete allerdings ein gemütlicher Ausklang das Ende des Festes am Sonntag. Umfangreiche Fotostrecken zu beiden Tagen der Feier finden Interessierte auf www.schuetzen-boetersen.de.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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