Einsatzkräfte bewahren Sottrumer vor Schaden

Wohnhausbrand im Zentrum

Mit einem Wohnhausbrand hatten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr am Sonntagmorgen in Sottrum zu tun.
 ©Feuerwehr

Sottrum (r/as). Die gute Nachricht vorweg: Personen kamen nicht zu Schaden. Das teilen die Feuerwehren der Samtgemeinde zu dem Brand mit, der am Sonntagmorgen in einem Wohnhaus im Zentrum Sottrums ausgebrochen war.

Um 7.48 Uhr ging bei Brandschutz- und Rettungskräften der Alarm ein: In der Straße Lienworth gebe es einen ausgedehnten Brand, Menschen seien in Gefahr. Diese Lage bestätigte Einsatzleiter Michael Kück der Leitstelle in Zeven.

Bei Eintreffen der Feuerwehr waren bereits Beamten der Polizei Rotenburg mit der Rettung der Einwohner beschäftigt, die das Feuer aus dem Schlaf gerissen hatte. Sie und die Feuerwehrleute brachten unter anderem eine 92-jährige Frau und eine vierköpfige Familie aus dem Gebäude. Dazu war es zum Teil notwendig, dass sich die Kräfte gewaltsam Zutritt zum Gebäudeinneren verschafften.
Sofort trugen die Feuerwehrleute einen Löschangriff mit zwei Trupps im Innenangriff und mit zwei weiteren C-Rohren von außen vor. Allerdings hatte sich der Brand in dem Altbau bereits in die durchisolierten Zwischenräume der Dachhaut gefressen. "Damit stand fest, dass es eine aufwendige Brandbekämpfung werden würde", erläutert Erik Robin, Pressesprecher der Wehren in der Samtgemeinde.

Dieser Lage geschuldet ließ die Einsatzleitung umgehend weitere Kräfte, darunter den Drehleiterwagen aus Rotenburg, nachalarmieren. Waren zunächst noch rund 60 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen aus Hassendorf, Reeßum, Sottrum und Stuckenborstel vor Ort, wuchs die Zahl der eingesetzten Kräfte binnen einer Stunde auf fast 100 mit 17 Fahrzeugen an. Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung erhielt die Bevölkerung per Radiodurchsage Aufforderung zum Schließen von Fenstern und Türen.

Zur Betreuung und Absicherung waren der Rettungsdienst des Landkreises mit drei Rettungswagen und zwei Notarztfahrzeugen, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und drei Streifenwagenbesatzungen der Polizei aus Rotenburg eingesetzt. Sie sichteten sechs Personen, die zwischenzeitlich im Verdacht standen, Brandrauch eingeatmet zu haben. "Glücklicherweise wurde aber im gesamten Brand- und Einsatzverlauf keine Personen verletzt", so Robin.

Weiterhin waren der Brandabschnittsleiter Jürgen Runge, die Drehleitern aus Rotenburg und Zeven sowie das Atenschutzunterstützungsfahrzeug der Kreisfeuerwehr aus Zeven vor Ort. Die Ortsfeuerwehr Bötersen wurde nachalarmiert, um weitere Atemschutzgeräteträger bei hochsommerlichen Temperaturen vorhalten zu können. 

"Der effektiven Arbeitsweise der eingesetzten Kräfte und dem Einsatz der beiden Drehleiterfahrzeuge ist zu verdanken, dass auf einen zwischenzeitlich angedachten Teilabriss der Dachkonstruktion verzichtet werden konnte", heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehren.

Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich in den Nachmittag. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 200.000 Euro und beschlagnahmte die Einsatzstelle. Zur Brandursachenermittlung hat die Polizei entsprechende Untersuchungen aufgenommen. "Das Haus ist zunächst unbewohnbar, inwieweit die Gewerbebetriebe im Erdgeschoss betroffenen sind, wird noch festzustellen sein", erklären die Brandschützer.

Am Rande hatten auch einige der 24 Teddybären, ein Geschenk der Deutschen Teddy-Stiftung, ihren ersten Einsatz: Die Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde hatten erst am Wochenende zuvor die Plüschbären erhalten, die kleinen Opfern von Brand- oder Unfallereignissen durch die ersten schweren Stunden helfen sollen. Zwei dieser Bären händigten die Brandschützer vor Ort an zwei kleine Jungen aus, die durch den Brand ihr Zuhause verloren hatten. "Selten hat sich eine solche Indienststellung derart schnell bewährt", fasst Robin zusammen.

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Andreas Schultz Andreas Schultz
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