Bändchenausgabe und bargeldloses Zahlen bereitet Anlaufschwierigkeiten / Anreise verläuft ruhig - Von Joris Ujen

Gute Stimmung trotz technischer Probleme

Tortz kleiner Anlaufschwierigkeiten an den Anreisetagen ließen sich die Hurricanefans die gute Laune nicht verderben.
 ©Rotenburger Rundschau

Scheeßel. Lange Warteschlangen und lange Gesichter – beim Auftakt des Hurricane-Festivals am vergangenen Donnerstag mussten zahlreiche Besucher teils stundenlang auf die Bänderausgabe warten. Grund dafür war laut Veranstalter der Ausfall einer Funkstrecke. Erst gegen Mitternacht bekamen die Festivalfans ihre ersehnten Bändchen.

Ein Großteil der Besucher reiste bereits zur Mittagszeit in den Beeke-Ort. Dementsprechend groß war der Andrang beim Einlass. Aufgrund der technischen Probleme und der wartenden Partygemeinde öffneten die Sicherheitsbeauftragten den Zeltplatz vorzeitig, da die Fehlersuche noch erfolglos blieb. Ein weiteres Malheur leisteten sich die Veranstalter beim hoch angepriesenen bargeldlosen Zahlen: Der am Festivalband angebrachte Chip sollte als elektronische Geldbörse dienen. Allerdings funktionierte die Neuerung nicht wie erhofft: Nach der Einzahlung an den Terminals erhielten etliche Besucher kein Guthaben und konnten somit nicht das Angebot von Merchandise, Verpflegungsständen und dem Supermarkt wahrnehmen. So zeigte sich nicht nur eine lange Schlange bei der Bändchenausgabe, sondern auch beim Infopoint.

Nichtsdestotrotz war die Stimmung überwiegend positiv, hatten sich die meisten doch mit ihrem eigenen Proviant versorgt. Am Freitag waren die technischen Probleme behoben und der Festivalalltag kehrte ein – mit für das Festival bekannten Regenschauern. An den beiden Anreisetagen vermeldete die Polizei kaum nennenswerte Vorkommnisse. Was in den vergangenen Jahren nicht selten zu Behinderungen und auch Staus in und um Scheeßel geführt hatte, gestaltete sich in diesem Jahr vergleichsweise reibungslos. „Es war dermaßen ruhig, woran genau das liegt, können wir im Moment noch nicht sagen. Es sind zwar weniger Festivalbesucher zu verzeichnen, aber das kann nicht der Hauptgrund sein“, vermeldet Heiner van der Werp, Pressesprecher der Polizeiinspektion Rotenburg. Nur kleinere Unfälle mit Blechschaden verzeichneten die Beamten. Unfallvorbeugend hatte die Polizei bereits am Donnerstag ab 14 Uhr bis in den Abend in Sottrum und in Sittensen Kontrollstellen aufgebaut, an denen sie den Anreiseverkehr genauer unter die Lupe nahm. Stichprobenartig wurden vor allem junge Fahrer aus dem Verkehr gewunken. Mehr als 20 Spezialisten in der Drogenerkennung richteten ihr Augenmerk besonders auf möglichen Rauschgiftkonsum der anreisenden Festivalgäste. Dabei ging es aber nicht nur um die Überprüfung der Fahr- tüchtigkeit. Drogenspürhunde schnüffelten am Gepäck und auch in den Autos. Zwölf Mal ließen die Beamten eine Blutprobe entnehmen, weil die Fahrer vermutlich noch Rauschgift im Blut hatten. In unterschiedlichen Verstecken fand die Polizei Cannabis, Amphetamine aber auch Kokain in geringen Mengen. Besonders schlau wollte es ein Mann aus Nordrhein-Westfalen anstellen. Er hatte eine scheinbare Suppenkonservendose, die er speziell für den heimlichen Transport von Rauschgift gekauft hatte, mit unterschiedlichen Drogen gefüllt. Drogenspürhündin Lotte erschnüffelte das Versteck. Der ertappte Mann muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Übrigens: Am heutigen Sonntag fällt der Auftritt von Ben Howard krankheitsbedingt aus. Madsen sind spontan eingesprungen und werden um 20.15 Uhr auf der Green Stage rocken.

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