Landkreis, Städte und Gemeinden bilden nun ein Netzwerk

Weniger Energieverbrauch

Bei der Online-Auftaktveranstaltung war neben Landrat Peter Bohlmann (obere Reihe, Zweiter von links) und Oytens Bürgermeisterin Sandra Röse (vierte Reihe, links) dabei. Foto: klever
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Landkreis Verden (r/bb). Die Klimaschutzagentur des Landkreis Verden (klever) hat gemeinsam mit dem Landkreis Verden sowie seinen kreisangehörigen Städten und Gemeinden ein Kommunales Energieeffizienz Netzwerk (KEEN) gestartet.

„Die Senkung der Energieverbräuche und des CO2-Ausstoßes, das sind Themen, mit denen sich alle Kommunen noch stärker als bisher beschäftigen müssen“, sagt Landrat Peter Bohlmann auf der Online-Auftaktveranstaltung. „Die klever hat als Schnittstelle diese Aufgaben aufgegriffen und bietet in dem Projekt umfassende Energieberatung in Verbindung mit konkreter Umsetzungshilfe an.“

Im ersten Schritt werden in dem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt für etwa 30 Liegenschaften pro Kommune Strom-, Wärme- und Wasserverbräuche ermittelt und mit deutschlandweiten Kennzahlen ähnlicher Gebäudeklassen verglichen. Bei auffällig großen Abweichungen schauen die Energieexperten des Kooperationspartners target aus Hameln genauer hin: Rund zehn Liegenschaften pro Kommune werden ausgewählt, um ein monatliches Energiecontrolling durchzuführen. Schwachstellen würden nicht nur auf dem Papier, sondern auch bei Vor-Ort-Begehungen von den Energieberatern erfasst und analysiert, so klever. Für jedes Objekt sollen Vorschläge erarbeitet werden, durch welche (gering-)investive Maßnahmen Einsparungen erzielt werden können und wann sich diese rechnen.

„Im Ergebnis erhalten unsere Gesellschafter eine konkrete Prioritätenliste mit Maßnahmen, die umgesetzt werden sollten, um effizient Energie und CO2 einzusparen“, erläutert Janine Schmidt-Curreli, klever-Geschäftsführerin. „Aber das ist längst nicht alles. Es wartet ein bunter Strauß an Beratungsangeboten im Wert von 470.000 Euro. Der übliche Eigenanteil von 30 Prozent für die Kommunen entfällt durch die Eigenleistung der klever.“

Neben Betriebsoptimierungen, laufenden Kontrollen des Energie- und Wasserverbrauchs und der Erschließung von Energieeffizienz-Potenzialen erhalten die Kommunen auch Fördermittelberatungen sowie Energieberichte, zu deren Aufstellung sie im neuen Klimaschutzgesetz Niedersachsens verpflichtet sind. Zusätzlich sollen jeweils vierteljährliche Treffen der Netzwerkpartner mit impulsgebenden Vorträgen stattfinden. „Der Erfahrungs- und Wissensaustausch wird eine Arbeitserleichterung für die Verwaltungsmitarbeiter bedeuten“, ist sich Schmidt-Curreli sicher. Sie ergänzt: „Schließlich muss das Rad nicht immer neu erfunden werden, warum nicht von den Erfahrungen der Kollegen aus der Nachbargemeinde profitieren?“ Schulungen für Gebäudeverantwortliche und Hausmeister sowie individuelle Beratertage runden das Angebot des KEEN ab.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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