Katja Wiesenmüller baut und der Tennisclub Oyten lässt aufblicken

Hölzerner Hingucker

Katja Wiesenmüller mit selbst gebautem Holzemblem. Foto: Tobias Woelki
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Sagehorn (woe). Wer zum Tennisclub Oyten möchte, den begrüßt an der Zufahrt zur Anlage an der Straße künftig ein echter Hingucker. Dort steht ein Holzensemble, das den Vereinsnamen TC Oyten mitsamt einem Racket und einem Tennisball darstellt. Das mehrteilige Holzensemble erbaute Katja Wiesenmüller, die Tochter des stellvertretenden Vorsitzenden des Oyter Tennisclubs, Frank Wiesenmüller. „Der Tennisclub wünschte sich ein Motiv, das auf den Verein und seine Anlage aufmerksam macht. Mein Vater hat mich gefragt, ob ich so etwas bauen kann und ich habe zugesagt“, berichtet die 22-jährige Zimmergesellin.

„Vom ersten Entwurf bis zur Herstellung und dem Aufstellen vergingen mehrere Monate“, berichtet sie. Dabei besteht der hölzerne Eyecatcher aus mehr als acht Einzelteilen, wobei die Holzgestalterin Bauholz einsetzte, wie Zimmereien es auch beim Bau von Dachstühlen verwenden. Vor wenigen Wochen schütteten Frank Wiesenmüller, der Stader Zimmermeister Ralf Junge und sie die Fundamenten und stellten das Holzmotiv auf. „Gestalten liegt mir“, sagt Katja Wiesenmüller, die im vergangenen Jahr ihre Gesellinnenprüfung als Kammerbeste abschloss, sich dann für den Landesentscheid qualifizierte. „Auf dem Landesentscheid hatten wir die Aufgabe, ein Modell zu bauen“, erinnert sich die Oytenerin. Mit ihrem Modell überzeugte sie die Juroren und gewann den Landesentscheid des Zimmerhandwerks. Doch damit war noch nicht Schluss. Als Landessieger durfte sie im Jahr 2019 im November auch an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Mit ihrer Arbeit erlangte die Kreisverdenerin den dritten Platz und rutschte damit in die Deutsche Nationalmannschaft des Holzbaues. „Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Dieses Jahr hätte die Europameisterschaft stattfinden sollen, die der Verband aber coronabedingt abgesagt hat“, berichtet Katja Wiesenmüller. Das nächste Ziel hat sie bereits klar vor Augen. „Ich möchte die Meisterprüfung ablegen und werde dazu die Meisterschule in Kassel besuchen“, schildert sie.

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