Die Freie Rudolf-Steiner-Schule lädt zum festlichen Winterball - Von Björn Blaak

Premiere zum 100.

Lehrerin Christine Holle hatte die Idee zum ersten Winterball in der über 70-jährigen Geschichte der Ottersberger Waldorfschule, und setzt alles daran, dass die festliche Veranstaltung ein Erfolg wird. Foto: Björn Blaak
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Ottersberg. Die Freie Rudolf-Steiner-Schule in Ottersberg hat Großes vor. Anlässlich des weltweiten Waldorf-Jubiläumsjahres veranstaltet sie zum ersten Mal in ihrer fast 75-jährigen Geschichte einen festlichen Winterball und hofft, dass diese Veranstaltung sich fest im Gefüge des Wümmeortes verankert.

Die Waldorfschulen auf der ganzen Welt feiern in diesem Jahr 100. Geburtstag, denn die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart eröffnet. Sie alle haben sich der Thesen Rudolf Steiners verschrieben, der zwischen 1906 und 1911 öffentliche Vorträge über Erziehung und Schulfragen sowie 1907 eine Schrift über die Erziehung des Kindes veröffentlicht hatte, die später im wahrsten Sinne Schule gemacht haben. Warum die Schulen aber Waldorf- und nicht Steinerschulen heißen, liegt darin begründet, dass ein gewisser Emil Molts, Direktor der Waldorf-Astoria-Zigarettenfarbirk, Rudolf Steiner bat, eine Schule für die Kinder der bei ihm beschäftigten Arbeiter pädagogisch zu betreuen, was Steiner auch bis zu seinem Tode 1925 tat.

In den weltweit über 1.000 Waldorfschulen werden deshalb in diesem Jahr besondere Veranstaltungen abgehalten. Auch in Freien Rudolf-Steiner-Schule in Ottersberg. Dort gibt es am Freitag, 25. Januar, ab 20 Uhr einen Winterball. Zu dieser Premiere sind alle eingeladen, die Lust haben, eine kesse Sohle auf das Parkett zu legen. Entwachsen ist die Idee, einen großen Ball auf die Beine zu stellen, aus der Tanz-AG der Schule. Einmal die Woche kommt Tanzlehrer Rainer Voß in den Amtshof in Ottersberg und bringt den Schülern der neunten Klassen Gesellschaftstänze bei. Der daraus resultierende „Abtanzball“ der neunten Klassen wurde in diesem Jahr kurzerhand umfunktioniert und eine Nummer größer geplant. Die Idee des Winterballs war geboren. Initiiert wurde dieser von Christine Holle, seit zehn Jahren Sportpädagogin an der Waldorfschule. Sie findet, dass Ottersberg ein solches Event gebrauchen könnte, und setzt nun alles daran, dass die Premiere ein Erfolg wird. „Ich möchte, dass die Menschen den Abend und die Musik genießen, beisammen stehen und ins Gespräch kommen“, sagt sie gegenüber der Rundschau. Holle, von der noch zwei ihrer drei Kinder auf die Waldorfschule gehen, ist sich sicher, mit dem Ball ein neues und spannendes Kapitel ihrer Schule und möglicherweise auch der Ottersberger Bürger aufzuschlagen. Sie hat beobachten können, dass, seit dem bekannt ist, dass der Ball stattfindet, Schüler und Schülerinnen zusammenstehen, und sich Gedanken darüber machen, was sie am 25. Januar anziehen wollen. Schulgespräch ist der Ball demnach schon, Stadtgespräch soll er noch werden. „Ich sehe den Ball auch als eine Art Einführung in die Gesellschaft“, so Holle. Der Rahmen dafür soll stimmig sein und die große Mehrzweckhalle mit ihrem neuen tanzbaren Fußboden wird aufwendig ausgeschmückt. Schüler übernehmen die Technik und der Tanzlehrer sorgt für die Musik, die aber nicht nur walzerkonform sein soll. Außerdem ist geplant, dass ein Schüler im Foyer auf dem Flügel spielt, damit der Einmarsch der Tanzschüler und der Gäste einen stilvollen Rahmen erhält. Alkohol wird es nicht geben. „Es ist eine Schulveranstaltung, deshalb ist auch um 0 Uhr Schluss“, sagt Holle. Dennoch ist eine Cocktailbar geplant, an der der ein oder andere bunte Drink alkoholfrei genossen werden kann. „Ich wünsche mir, dass sich der Ball etabliert und von da an regelmäßig stattfindet“, hofft Holle. Der Eintritt kostet zehn Euro für Erwachsene, Schüler zahlen die Hälfte. Tickets gibt es vorab im Schulbüro und an der Abendkasse. Einlass ist ab 19.30 Uhr.

Autor

Björn Blaak Björn Blaak
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