Erfolg für "Forum Junge Chormusik" in Straßburg

"El Canto" beeindruckt

(dd). Anfang Oktober fand in Straßburg mit der ersten Etappe des europäischen Projektes "El Canto" ein einzigartiges Kulturereignis statt. Im vollbesetzten Theaterneubau "l´Illiade" wurden vier Auftragskompositionen, die das Internationale Forum Junge Chormusik an bedeutende europäische Komponisten vergeben hatte, im Rahmen des größten französischen Festivals für zeitgenössische Musik "Musica" uraufgeführt.

Folgende Werke erklangen: "Mermento Mori" (Komponist Arvo Pärt, Chor Eesti Raadio Koor aus Tallinn/Estland, Leitung Thomas Kapten), "Ultreia" (K. Sven-David Sandström, Gösta Ohlin Vokalensemble, Leitung Gösta Ohlin), "The Tiger" (K. Giles Swayne, The National Youth Chamber Choir of Great Britain, Leitung Michael Brewer), "Canto des Ultreia" (K. Manfred Trojahn, Le Choeur de Chambre d´Alsace Leitung Florent Stroesser). Das internationale Publikum war begeistert. Nicht nur von den Werken selbst, sondern auch von der Qualität und der hervorragenden musikalischen Leistung der Chöre, die auch mehrere Konzerte mit zeitgenössischer Chormusik ihrer eigenen Länder im ganzen Elsaß vorstellten. Neben den künstlerischen Veranstaltungen fanden auch im kulturpolitischen Bereich erfolgreiche Aktivitäten statt. Schon im Vorfeld hatte die Bürgermeisterin von Straßburg, Catherine Trautmann, dem Projekt El Canto finanzielle Unterstützung gewährt. Mit ihrer Schirmherrschaft neben der des Europarates, der CIM-Unesco, des Europäischen Parlaments, der EU-Kulturkommission, des Französischen Ministère de la Culture und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur hob sie die Unterstützung der Ziele und der Arbeit des Internationalen Forums im Rahmen des Projektes El Canto hervor. Am 2. Oktober lud der Generalsekretär des Europarates die Delegation des Forums Junge Chormusik in das Palais de l´Europe ein. Mit dabei: Präsident Professor Guy Maneveau, André Lamielle, Giles Swaine als Repräsentant der Komponisten, Vello Maoets, Mikael Friden und nicht zuletzt für das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur Ministerialdirigent Hans-Joachim Knies, der das Projekt El Canto in diesen Tagen offiziell als Vertreter des Landes begleitete. Michael Thomas-Penette, Leiter des Europarat-Projektes "Kulturstraßen Europas", empfing die Delegation und lud zu einem einstündigen Arbeitsgespräch ein. Anschließend wurde das Gespräch im Büro des Generalsekretärs des Europarates Daniel Tarschys, fortgesetzt. Der halbstündige Empfang wurde zum Höhepunkt der Arbeit des Forums Junge Chormusik in seiner jungen Geschichte. Daniel Tarschys zeigte sich vorzüglich informiert, bewies großes Interesse am Projekt El Canto und besonders für die Absicht des Forums, mehr regionale Foren in Europa zu entwickeln. Er unterstrich, daß Europa sich in Zukunft mehr an der Basis entwickeln müsse und solche Modellprojekte, wie sie das Forum vorbereite, der richtige Weg seien. Professor Guy Maneveau hob bei dieser Gelegenheit das Engagement der Stadt Rotenburg mit der Unterstützung des Landes Niedersachsen hervor, das wahrscheinlich einmalig in Europa ist. Der Generalsekretär lobte diesen Einsatz einer kleinen Stadt und eines Landes, die nicht unbedingt zu den reichsten Europas gehörten. Er bat Ministerialdirigent Knies, dem Land und der Ministerin seinen Dank und die bitte zu übermitteln, diese wichtige Arbeit des Forums weiterhin zu unterstützen. Ferner bat er Guy Maneveau, dem Bürgermeister und der Stadt Rotenburg seine Grüße zu überbringen, verbunden mit dem Dank, daß solch eine Stadt den Mut habe zu zeigen, wie Europa an der Basis bereits eine Realität sei. Erstaunlich viel Zeit für die Delegation nahm sich Daniel Tarschys und ließ sich von André Lamielle ausführlich über die geplante Weiterentwicklung der verschiedenen Projekte unterrichten. Er sicherte dem Forum seine Unterstützung und die des Europarates zu, besonders über die Botschaften der 36 Staaten des Europarates. Straßburg war wegen des europäischen Symbolgehaltes dieser Stadt Start des Projektes El Canto. Wenn die Finanzlage es erlaubt, soll es mit Chören aus allen Ländern Europas in Santiago de Compostela/Spanien enden.

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