Hamburger SV Transfer: Finnen-Bomber Joel Pohjanpalo vor Rückkehr in den Volkspark – HSV-Trainer Thioune ist Mega-Fan

Stürmer Joel Pohjanpalo könnte von Bayer 04 Leverkusen zum Hamburger SV zurückkehren. Der gewiefte Finne hat bei Bayer Leverkusen angeblich keine Perspektive. Doch der Hamburger SV leidet unter gähnend leeren Kassen – kann sich der Hamburger SV den Finnen-Bomber überhaupt leisten?

Hamburg/Leverkusen – Der Hamburger SV hat sich auf dem Transfermarkt bisher eher zurückgehalten. Die einzig nennenswerte Neuverpflichtung hört auf den Namen Klaus Gjasula und gilt als klassischer Mittelfeld-Abräumer*. Doch wird auch in vorderster Front Verstärkung benötigt. Die HSV-Hoffnung liegen in diesem Fall auf Joel Pohjanpalo, der die Rückrunde der Saison 2019/2020 ziemlich erfolgreich für die Hanseaten knipste. Ist seine Rückkehr finanziell machbar?

Fußballspieler:Joel Pohjanpalo
Geboren:13. September 1994 (Alter 25 Jahre)
Größe:1,84 m
Gewicht:79 kg
Karrierebeginn:2010
Aktuelle Teams:Bayer 04 Leverkusen (#17 / Stürmer), Finnische Fußballnationalmannschaft (Stürmer)
Nominierungen:Sports Moment of the Year

Hamburger SV: Finnen-Bomber Joel Pohjanpalo könnte zum HSV zurückkehren – Rothosen-Coach Daniel Thioune ist Fan vom Stür

Für den Hamburger SV gilt es, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen, die im dritten Anlauf den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga umsetzen kann. Neu-Coach Daniel Thioune*, aber auch HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und Vereinspräsident Marcell Jansen* sind massiv gefordert. Vor allem in der Offensive drückt der sprichwörtliche Schuh. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zwar haben die Rothosen in der Saison 2019/2020 62 Treffer erzielt und damit in fast jedem Spiel doppelt getroffen. Doch wären unterm Strich noch mehr Tore dringewesen.

Zu leichtfertig wurden beste Chancen vergeben, zu eklatant präsentierten sich die Hamburger* zuweilen beim Torabschluss. Abhilfe schaffen könnte ein alter Bekannter, der seinen Torriecher an der Elbe* bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Die Rede ist von Joel Pohjanpalo, Vollblutstürmer aus Finnland, der die wahrscheinlich simpelste Fußballregel bis aufs Mark verinnerlicht hat: Das Runde muss ins Eckige, wie schon Ex-Bundestrainer Sepp Herberger zu sagen pflegte.

Auch, wenn in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit beim Hamburger SV so einiges schieflief und der Aufstieg nicht zuletzt durch eine desolate 1:5-Niederlage gegen Sandhausen* in den Sand gesetzt wurde – einen Lichtblick gab es dennoch. Eine Formulierung, die hinsichtlich der strahlend blonden Haarpracht des Stürmers ähnlich treffend wie der Finne selbst ist. Der 25-Jährige bedurfte lediglich 14 Einsätze, um neun Tore zu erzielen. Diese verteilten sich auf insgesamt 908 Einsatzminuten.

Hamburger SV: Joel Pohjanpalo in Leverkusen ohne Chance – Leihe als Option für den HSV

Bei solchen Werten sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass eine Offensivkraft der Marke Pohjanpalo fest in der Startelf von HSV-Coach Daniel Thioune eingeplant wird. Laut „Mopo“ ist der neue Übungsleiter der Rothosen ein großer Fan vom Finnen. „Pohjanpalo hat letzte Saison gezeigt, wie wertvoll er sein kann. Es gibt viele Spieler, die sich ein Trainer wünscht. Die Qualität eines Pohjanpalo sicher auch“, heißt es vom ehemaligen Trainer des VfL Osnabrücks.

Der Stürmer war zuletzt für ein halbes Jahr von Bayer Leverkusen ausgeliehen, eine Kaufoption musste der Hamburger SV verstreichen ließ. Der Grund: die prekäre Finanzsituation der Hamburger*, nicht zuletzt durch die Coronavirus-Sars-CoV-2-Krise evoziert worden, ließ und lässt keine großen Sprünge zu. Nur allzu gerne hätte Pohjanpalo an der Elbe* bleiben können. Der kurze Blick auf die finanziellen Möglichkeiten ließ die HSV-Entscheider von einer Festverpflichtung jedoch schnell Abstand nehmen.

Nun könnte es aber vielleicht im zweiten Anlauf klappen. Auch wenn anders, als ursprünglich angedacht. Denn der Finne hat bei Bayer Leverkusen keine Perspektive mehr. Zu stark ist die Konkurrenz rund um Kevin Volland, Karim Bellarabi und Lucas Alario. Der Vertrag von Pohjanpalo hat noch bis 2022 Gültigkeit, diesen auszusitzen passt aber nicht in das Kalkül des 25-Jährigen. Denn der Stürmer will permanent spielen und seine Torgefahr unter Beweis stellen.

Hamburger SV: Verstärken Kölns Simon Terodde und Leverkusens Joel Pohjanpalo die HSV-Offensive?

Gerne auch an alter Wirkungsstätte beim Hamburger SV, wo der Stürmer im Grunde keine Wünsche offen ließ. Da ein Transfer in Form eines Kaufs jedoch nicht realisierbar ist, stellt ein Leihgeschäft die einzige Option dar, um sich erneut die Dienste vom finnischen Blondschopf zu sichern. „Das passiert auf anderer Ebene“, sagte Coach Thioune bezüglich seiner Entscheidungsgewalt bei diesem Unterfangen.

Gemeint ist hiermit, dass vor allem HSV-Sportvorstand Jonas Boldt aktiv werden muss, um eine mögliche Leihe zu realisieren. Von Vorteil könnte sein, dass der gebürtige Nürnberger fünf Jahre lang erfolgreich bei Bayer Leverkusen arbeitete und weiterhin gute Kontakte zu deren Geschäftsführer Sport Rudi Völler pflegt. Einem Freifahrtschein hinsichtlich der Ausleihe kommt dies natürlich nicht gleich. Doch scheinen die Rothosen in ihrem Werben um Pohjanpalo auch nicht komplett chancenlos zu sein.

Ähnlich verhält es sich mit einer möglichen Verpflichtung von Kölns Stürmer Simon Terodde. Wie von 24hamburg.de-HSV berichtet, soll sich der 32-Jährige bereits für den Hamburger SV entschieden haben*. Scheitern könnte der Transfer aber an Uneinigkeiten bezüglich der Abfindung, die bei einer Million Euro liegen soll. Im Optimalfall könnten sich die Rothosen sowohl die Dienste von Pohjanpalo als auch Terodde sichern und wären damit qualitativ als auch quantitativ breit aufgestellt. Durch neue Investoren* wäre zudem Spielraum für noch mehr Verpflichtungen gegeben. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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