Handball-EM: Gastgeber Kroatien feiert Traumstart, Topduell an Frankreich

Erfolgreicher Start: Manuel Strlek und Kroatien gewinnen gegen Serbien.
 ©dpa

Kroatien ist mit einem Kantersieg in die Heim-EM gestartet. Auch Frankreich und Island jubeln zum Auftakt. Österreich kassiert dagegen einen bitteren Rückschlag.

Split - Gastgeber und Turnierfavorit Kroatien hat bei der Handball-Europameisterschaft einen Traumstart erwischt. Die Mannschaft um Rückraumstar Domagoj Duvnjak vom deutschen Rekordmeister THW Kiel besiegte in ihrem ersten Spiel in der Gruppe B den Erzrivalen Serbien mit 32:22 (14:9). Weltmeister Frankreich mühte sich in seinem Auftaktspiel in Staffel A gegen Norwegen zu einem 32:31 (15:17).

15.000 mehrheitlich kroatische Zuschauer verwandelten die Arena in Split in einen Hexenkessel. Die Fans der "Kauboji" pfiffen die Serben bereits beim Abspielen der Nationalhymne nieder, die deutschen Top-Schiedsrichter Lars Geipel und Marcus Helbig hatten einige Arbeit. Duvnjak, erst vor wenigen Wochen von hartnäckigen Patellasehnenproblemen genesen, war zweimal erfolgreich. Beste Torschütze der Kroaten waren Luka Stepancic und Manuel Strelek mit je sechs Treffern.

Norweger legen lange in Führung

Bei der Neuauflage des letztjährigen WM-Endspiels glückte den Norwegern um ein Haar die Revanche gegen das französische Starensemble um den früheren Kieler Nikola Karabatic. Bis in die Schlussminuten lagen die Skandinavier um ihren besten Torschützen Kent Robin Tönnesen (8) in der zweiten Hälfte durchgehend in Führung. Der Flensburger Kentin Mahe avancierte mit ebenfalls acht Treffern zum Matchwinner der Equipe tricolore.

Im zweiten Spiel der Kroatien-Gruppe unterlag Rekord-Europameister Schweden der Auswahl Islands nach einer indiskutablen Vorstellung in der ersten Hälfte mit 24:26 (8:15). Aufseiten der Isländer war Gudjon Valur Sigurdsson vom deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen fünfmal erfolgreich, damit egalisierte der 38 Jahre alte Linksaußen die Weltrekordmarke für Länderspieltore des Ungarn Peter Kovacs (1797).

In Gruppe B mit Porec als Spielort kassierte Österreich gegen die Auswahl Weißrusslands ein 26:27 (12:14).

Titelverteidiger Deutschland trifft bei seinem ersten Auftritt in Gruppe C am Samstag in Zagreb (17.15 Uhr/ZDF) auf Montenegro.

sid

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