Nach Rummenigge-Hammer - nun geht auch Magath auf DFB los: „Ich habe null Verständnis dafür, dass ...“

FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat auf die Kritik von DFB-Präsident Fritz Keller heftig reagiert. Inzwischen bekommt er breite Rückendeckung aus der 3. Liga.

Update vom 2. Juni, 12.05 Uhr:

In einem Interview mit dem Kicker äußerte sich DFB-Teammanager Oliver Bierhoff zur Kritik von Karl-Heinz Rummenigge am DFB und bezeichnete dessen Vorwürfe als „plakativ“. 

Update vom 20: Mai, 10.38 Uhr: Und weiter geht‘s beim wilden Haudrauf auf den DFB! Nach der heftigen Watschn von FCB -Boss Rummenigge und der Kritik von Leipzigs Oliver Minzlaff sowie Löwen-Sportchef Günther Gorenzel, hat sich die nächste Fußball-Legende zur Thematik geäußert.

„Ich habe absolut null Verständnis dafür, dass der ursprünglich für den 26. Mai geplante Neustart verschoben wurde“, sagt Felix Magath der Bild. Der 66-Jährige arbeitet inzwischen für Flyeralarm Global Soccer und kümmert sich in dieser Funktion auch um den Drittligisten Würzburger Kickers. Daher ist ihm die Entscheidung des DFB ein Dorn im Auge und mit weiterer Dauer würde die Probleme in der 3. Liga nicht kleiner werden.

„Es ist nicht zu verstehen, warum die ersten beiden Profi-Ligen ein Konzept vorgelegt haben und längst wieder spielen - die dritte Profi-Liga aber nicht.“ Der DFB hatte entschieden, dass die Saison in der 3. Liga ab dem 30. Mai fortgesetzt werden soll. „Es hätte längst Klarheit geschaffen werden müssen. Stattdessen schiebt der DFB die Verantwortung hin und her“, sagte Magath. Einen Saisonabbruch hält der frühere Bundesliga-Coach dabei für keine mögliche Option.

Rummenigge-Hammer: FCB-Boss wettert gegen DFB - Rückendeckung von Erzrivale TSV 1860

Update vom 19. Mai, 13.15 Uhr: Das erste Bundesliga-Wochenende nach dem Restart ist geglückt. Die Probleme waren überschaubar, aber: Beim Montagsspiel haperte es gewaltig - Streaming-Anbieter Amazon Prime patzte bei seiner Premiere.

Update vom 18. Mai, 17.44 Uhr: Mit seinen Äußerungen in Richtung DFB hat Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Rahmen des Auswärtsspiels der Münchner bei Union Berlin für Aufsehen gesorgt. Der DFB solle lieber „seine Hausaufgaben“ machen und sich um den Re-Start der Frauenbundesliga, wie der 3. Liga bemühen, so der 64-Jährige. 

Nachdem schon Leipzigs Oliver Mintzlaff Rummenigges Äußerungen unterstütze, bekommt der Bayern-Boss nun weitere Rückendeckung, und zwar vom großen Erzrivalen. Denn auch beim TSV 1860 München wartet man ungeduldig auf eine Auskunft des DFB, wann der Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufgenommen werden kann. 

Rummenigge teilt gegen DFB aus und bekommt überraschend Rückendeckung vom Stadtrivalen 

„Die Spiele in der 1. und 2. Bundesliga an diesem Wochenende haben gezeigt, dass das deckungsgleiche Konzept der DFL und des DFB sehr gut funktioniert“, teilt Sportchef Günther Gorenzel in einer offiziellen Mitteilung des Traditionsvereins aus Giesing mit. Man erwarte sich jetzt jedoch zeitnah eine klare Aussage darüber, wann die 3. Liga fortgesetzt werden kann.

Ein wenig überraschend stellt sich Gorenzel dann mit seinen Aussagen hinter den Klub-Boss des Stadtrivalen. „Von den Aussagen einer der renommiertesten Persönlichkeiten im Deutschen Profifußball -Karl Heinz Rummenigge - vor dem gestrigen Spiel bei Union Berlin auf sky leitet sich nun auch ein klarer Auftrag an das DFB-Präsidium ab, dies umgehend umzusetzen.“ Rot und Blau sind in München also tatsächlich mal einer Meinung. Bleibt nur für den TSV 1860 zu hoffen, dass auch in der 3. Liga der Ball bald wieder rollen darf. 

Bayern-Boss teilt aus: Rummenigge-Watschn gegen den DFB - Jetzt schießt noch ein Bundesliga-Chef gegen Keller

Update vom 18. Mai: Abteilung Attacke ist zurück - Karl-Heinz Rummenigge hat vor dem Bundesliga-Neustart des FC Bayern München* sauber ausgeteilt. In der Alten Försterei kritisierte der Bayern-Boss den DFB und dessen Präsidenten Fritz Keller hart.  

Jetzt erhält Rummenigge Rückendeckung aus der Bundesliga. Oliver Mintzlaff, Vorstandschef von RB Leipzig, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Ich würde mich freuen, wenn nach dem erfolgreichen Re-Start der Bundesliga weitere Ligen wie die 3. Liga und die Frauen-Bundesliga möglichst bald wieder loslegen würden. Insofern stimme ich Karl-Heinz Rummenigge zu.“

Nach der Rummenigge-Watschn erlebte der DFB am Montag den nächsten Rückschlag: Beim Chemnitzer FC wurde ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet. Insgesamt müssen drei Spieler beim Drittligisten nun in Quarantäne - wie ist es also um die weitere Pläne bestellt? Der DFB, der für die 3. Liga verantwortlich ist, ist unter Zugzwang.

Rummenigge platzt vor Bayern-Spiel in Berlin der Kragen: Heftige Watschn gegen den DFB

Erstmeldung vom 17. Mai: München - Der Bundesliga* ist der Re-Start geglückt, doch von wirklicher Harmonie zwischen der Liga und dem Verband ist man in Deutschland trotz allem weit entfernt. Das zeigt jetzt eine Äußerung von FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München* sucht dabei offen die Konfrontation mit dem DFB-Präsidenten Fritz Keller. „Ich bin irritiert über seine populistische Wortwahl. Vielleicht sollte man sich beim DFB mal einen Besen kaufen, um vor der eigenen Türe zu fegen“, sagte Rummenigge bei Sky vor dem Ligaspiel des Rekordmeisters bei Union Berlin (2:0) am Sonntag.

Keller hatte in einem Spiegel-Interview zuletzt die „Großkotzigkeit“ neureicher Fußballmillionäre beklagt und mehr Demut eingefordert. Das Herumprotzen sei „eine Katastrophe für das Image des deutschen Fußballs“. 

Rummenigge konterte: „Wenn wir eine Krise im deutschen Fußball in den vergangenen Jahren hatten, war sie beim DFB zu suchen. Mir fällt da schon vieles ein, was mir in den letzten Jahren nicht gefallen hat.“ 

FC Bayern: Rummenigge schießt heftig gegen den DFB - und kritisiert vor allem Präsident Keller

Der DFB solle lieber „seine Hausaufgaben“ machen: „Bis heute steht noch nicht fest, wann die Frauen-Bundesliga und die 3. Liga* den Spielbetrieb wieder aufnehmen können oder dürfen.“

Protzerei bezeichnete Rummenigge als „Ausnahme“, nicht Normalität. Er erinnerte an positive Gegenbeispiele wie die Initiative „We kick Corona“* der Bayern-Nationalspieler Joshua Kimmich und Leon Goretzka.

Bereits am Samstag hatte die Bundesliga* nach einer fast zehnwöchigen Corona-Unterbrechung den Spielbetrieb wieder aufgenommen und Borussia Dortmund hatte den FC Schalke im Revierderby deutlich mit 4:0 geschlagen. 

Die Bundesliga war die erste große Liga auf der Welt, in der der Ball wieder rollt. Daher war das internationale Interesse am Re-Start besonders groß. Viele Medien zeigten sich begeistert von der Umsetzung des DFL-Konzepts. Allerdings gab es auch Kritik.

smk/sid 

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