HSV-Transfers: Unerwarteter Geldregen für Boldt – woher kommt die Kohle?

Der HSV hat den Transfer-Gürtel eng geschnallt. Weil‘s ihm finanziell mies geht. Nun kommt Geld rein. Ein Segen für Vorstand Jonas Boldt. Woher stammt das Geld?

Hamburg – Um ihre Aufgabe sind Jonas Boldt* und Michael Mutzel nicht zu beneiden. Der Sportvorstand des Hamburger SV und sein Sportdirektor haben wenig Geld zur Verfügung. Aufgrund der fehlenden Zuschauereinnahmen während der Coronavirus-Pandemie in der vergangenen Saison fehlt es an allen Ecken und Enden. Und das, wo im HSV-Kader doch noch diverse Baustellen* zu beheben sind. HSV-Transfers gestalten sich mangels Geld allerdings schwierig.

Doch aus heiterem Himmel gibt‘s nun einen Geldregen über dem Volksparkstadion*. Woher kommt die Kohle so plötzlich?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Ligazugehörigkeit:Zweite Bundesliga
Mitglieder:85.360 (Stand: 1. Mai 2021)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

HSV-Transfers: Klub aus dem Volkspark erhält viereinhalb Jahre nach Verkauf von Cleber Reis letzte Rate der Ablösesumme

Wer das verstehen will, muss die Uhr zurückdrehen. Weit in die Vergangenheit. Knappe vier Jahre und fünf Monate, wie die Bild-Zeitung nachgerechnet hat: Am 1. Februar 2017 verkauft der HSV seinen damaligen Spieler Cleber Reis an den FC Santos. Die Ablösesumme, die für den heute 30-Jährigen fließen soll: 2,5 Millionen Euro. Doch das Geld findet vorerst trotz des abgeschlossenen HSV-Transfers keinen Weg in die Hansestadt Hamburg.

Die Brasilianer zahlen einfach nicht. Trotz zahlreicher Mahnschreiben und der Einschaltung des Fußball-Weltverbandes FIFA sieht der Klub aus dem Volkspark lange Zeit keinen Cent der Kohle für Cleber Reis. Der HSV-Transfer scheint für die Hamburger zur Minus-Nummer zu werden. Im August 2019 hat die FIFA die Nase voll, belegt den FC Santos mit einer Vertragsstrafe von einer Million Euro plus 500.000 Euro Zinszahlungen.

HSV-Transfers: Insgesamt 3,1 Millionen Euro Ablöse für Brasilianer nun geflossen – finanziert Jonas Boldt so neuen Torwa

Und dann endlich fließt das Geld aufs Konto des HSV. Aber auch nur kleckerweise. Zwei Millionen im Oktober 2020. Die Ansage aus Brasilien damals: Die restlichen 1,1 Millionen Euro will der FC Santos in Raten an den HSV abbezahlen. Das klappt tatsächlich: Im Juli 2021 geht die letzte Rate des Klubs von Cleber Reis auf dem Konto des HSV ein. Endlich neue Kohle für Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel. In Summe sind für den Transfer nun 3,1 Millionen Euro beim HSV gelandet.

Geld, das die beiden nun am besten direkt wieder in HSV-Transfers investieren können. Zum Beispiel bei der Suche nach einem neuen Torwart. Hier gibt es noch immer HSV-Transfergerüchte um eine Rückkehr von Julian Pollersbeck nach Hamburg. Auch der norwegische Nationaltorwart Örjan Nyland* soll ein Kandidat sein, um in der neuen Zweitliga-Saison zum Konkurrenten von Daniel Heuer-Fernandes* zu werden.

HSV-Transfers: Muss der Verein trotz des Geldregens Amadou Onana oder Josha Vagnoman verkaufen?

Auch wenn der plötzliche Geldregen ein Segen für den HSV ist: Dadurch, dass das Geld in Raten eingegangen ist, wird die Summe, die nun zuletzt eingegangen ist, nicht für allzu große Sprünge reichen. Schließlich planen die Verantwortlichen nicht nur auf der Torwartposition einen HSV-Transfer. Auch ein Spieler für die Außenbahn soll noch kommen. Zudem gibt‘s HSV-Transfergerüchte für die Innenverteidigung, wo ein isländischer Nationalspieler und der Ex-Holstein Kiel-Kicker Hauke Wahl im Fokus stehen.

Bei der Frage nach der Realisierung weiterer HSV-Transfers bleibt also auch weiter ein anderes Szenario wahrscheinlich: jenes, dass der Verein Leistungsträger verkauft*, die bislang das HSV-Trikot tragen. Die Kandidaten dafür sind mit Amadou Onana und Josha Vagnoman* seit Wochen bekannt.

Für den aktuell verletzten Vagnoman* haben sich zuletzt zwei Vereine aus der Premier League* interessiert. Onana steht in Frankreich und England* sowie bei Borussia Dortmund auf dem Zettel. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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