HSV-News: Horrorszenario 3. Liga? Für Ex-Torwart Rost fehlt nicht mehr viel

Frank Rost hat für Werder und den HSV gespielt. Der Torwart war immer schon einer, der seine Meinung gesagt hat. Jetzt zieht er vorm Derby über den HSV her.

Hamburg – Die Rolle des Leisetreters hat Frank Rost nie gelegen. Weder in seiner Zeit bei Werder Bremen noch beim Hamburger SV. Der inzwischen 48-Jährige passte in seiner aktiven Karriere immer in das Bild, das man von Torhütern hat. Die sind schließlich, so sagt man, ebenso wie Linksaußen eine ganz besondere Spezies. Volltreffer! Denn wo immer Rost war: er hat eine Meinung gesagt. Das tut er auch nach seiner Karriere – offen, schonungslos, ehrlich.

Und der HSV kommt dabei vorm Nordderby gegen Werder Bremen richtig schlecht weg: Frank Rost sorgt für HSV-News. Indem er Fehler anspricht, mächtig draufhaut – und dem HSV sogar ein ganz düsteres Szenario ausmalt.

Ex-Fußballtorwart:Frank Peter Rost
Geboren:30. Juni 1973 (Alter: 48 Jahre) in Chemnitz
Stationen als Spieler im Herrenbereich:Red Bull New York, Hamburger SV, Schalke 04, Werder Bremen, 1. FC Markkleeberg
Trainerstationen:Werder Bremen Jugend, Hamburger SV Frauen
Eltern:Peter Rost, Christina Rost

HSV-News: Frank Rost wird Nordderby emotionslos verfolgen – „eigentlich tragisch, weil man früher so viel Herzblut reing

In einem Interview mit dem „kicker“ verrät Rost, dass die Misserfolge seiner beiden Ex-Vereine ganz offenbar auch bei ihm Spuren hinterlassen haben. „Ich verfolge das inzwischen emotionslos“, gesteht der 48-Jährige, dass vor dem Nordderby am Samstag, 18. September 2021 (Anstoß: 20:30 Uhr), und womöglich auch beim Spiel selbst der Adrenalin-Spiegel bei ihm alles andere als hoch sein wird „Das ist eigentlich tragisch, weil man früher so viel Herzblut reingesteckt hat“, fügt Frank Rost im „kicker“-Interview hinzu.

Angesichts der vielen negativen HSV-News der vergangenen Wochen und Monate – ja, sogar Jahre – hat Frank Rost allerdings immerhin ein Gefühl: das der Angst um den Verein aus dem Volksparkstadion*. Trotz des Erfolgs gegen den SV Sandhausen, den Moritz Heyer mit seinem Last Minute-Treffer sicherte*, sieht Frank Rost den Zweitligisten aus Hamburg vor einer schweren Saison. Der ehemalige Torwart, der von 2007 bis 2011 für den HSV spielte, hält sogar den Totalabsturz des Vereins aus der Hansestadt Hamburg* aus dem Tabellen-Mittefeld für denkbar.

HSV-News: Negativ-Vorbild 1. FC Kaiserslautern? Darum sieht Frank Rost den HSV vor großen Problemen

„Es wird verdammt schwer, da wieder rauszukommen. Vielleicht geht es irgendwann auch noch eine Etage tiefer, ich würde es nicht ausschließen“, haut der 48-Jährige unverblümt seine Meinung heraus, dass die schlimmste HSV-News für ihn nicht abwegig ist. „Wir haben das in Kaiserslautern erlebt, und es gibt Parallelen: Das Stadiongrundstück gehört inzwischen der Stadt, das nächste Millionen-Minus wurde trotzdem gemacht. Das geht, gerade bei der schlechteren Einnahmesituation in der Zweiten Liga, ja nicht ewig so weiter“, sagt Rost über den Zweitligisten aus Hamburg.

Und wie vor ihm schon Felix Magath, der dem Team von Trainer Tim Walter Druck macht, der ewig pöbelnde Investor Klaus-Michael Kühne und sogar Uwe Seeler, der offen Kritik an Transfers geübt hat, teilt auch Frank Rost noch weiter aus. Für Erfolg und gute HSV-News sei es wichtig, „eine stabile Achse zu bilden mit Spielern, die nicht vorbelastet, die nicht abgestiegen sind.“ Der HSV aber habe „lange und nicht selten ablösefreie Spieler von Absteigern verpflichtet oder wieder auf eigene Spieler gesetzt, die zuvor schon aussortiert waren.“

HSV-News: Zweitligist aus Hamburg hat Jahre über den Verhältnissen gelebt – Absturz für Frank Rost „also nur folgerichti

Selbige, so befindet Frank Rost vor dem Nordderby gegen Werder Bremen, „sind nicht unvorbelastet, aber genau das benötigt eine Mannschaft.“ Das aber sei nur einer von vielen Punkten, an denen beim HSV einiges schief gelaufen ist, so Rost, der mit dem Verein einst in der Europa League noch für bessere HSV-News sorgte als die aktuelle Mannschaft von Trainer Tim Walter. Auch bei Vorstand und Management sieht Frank Rost arge Versäumnisse: „Beim HSV wurden über Jahre Millionen-Verluste eingefahren und keiner will es gewesen sein. Es ging immer so weiter.“

Genau wie Rosts andere Ex-Vereine, der FC Schalke 04 und Werder Bremen, habe auch der HSV jahrelang über seinen Verhältnissen gelebt, „noch lange in Erinnerungen an glorreiche Zeiten geschwelgt. Der Absturz war also nur folgerichtig“, urteilt der Ex-Torwart, der nach seiner Karriere für kurze Zeit von 2012 bis 2013 zum Trainerteam der HSV-Fußballerinnen zählte. Selbst ein Sieg im Nordderby gegen Werder wäre für ihn keine HSV-News mit Langzeitwirkung: Der Titel, die Nummer eins im Norden zu sein, „ist in der Zweiten Liga ein Muster ohne Wert.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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