Sorge um Frankreich-Profi: Plötzlich künstliches Corona-Koma - Nun gibt es positive Neuigkeiten

Montpelliers Junior Sambia (r.) im Duell mit PSG-Star Julian Draxler.
 ©AFP / THOMAS SAMSON

Das Coronavirus hat Frankreich im Griff. Nun ist auch ein Fußballer schwer erkrankt. Dabei war ein erster Test beim Montpellier-Profi noch negativ.

  • Das Coronavirus* hat massive Auswirkungen auf die ganze Welt - und auf den Sport.
  • Ein Profi aus Frankreich ist nach einer Infektion nun so schwer erkrankt, dass er ins künstliche Koma versetzt werden musste.
  • Nun soll er sich auf dem Weg der Besserung befinden.

Update vom 2. Mai 14.45 Uhr: Der an Covid-19 erkrankte Ligue-1-Profi Junior Sambia war noch am Wochenende in ein künstliches Koma versetzt worden. Der Mittelfeldspieler des HSC Montpeiller soll sich nun wieder auf dem Weg der Besserung befinden. Sein Verein teilte mit, dass der 23-Jährige das Krankenhaus zeitnah verlassen könne. 

„Wir sind alle so glücklich, dass es dir besser geht. Wir hoffen, dich bald auf dem Feld zu sehen“, schrieb der Verein auf Twitter. Der Profi war vergangene Wochen aufgrund von Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden und wurde im Anschluss positiv auf das Coronavirus* getestet.

Die französische Meisterschaft ist am Donnerstag abgebrochen worden, nachdem die Regierung ein Verbot für Profisport erlassen hatte. Somit wurde Paris St. Germain mit seinem deutschen Coach Thomas Tuchel vorzeitig zum Meister gekürt.

Ligue 1: Positiver Corona-Test bei Montpeiller-Profi Junior Samba 

Erstmeldung:

Montpellier - Fast drei Millionen Menschen sind Ende April mit dem Coronavirus infiziert, bislang gibt es rund 200.000 Tote - und das sind nur die offiziellen Zahlen, die die Johns-Hopkins-Universität präsentiert. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

Das Coronavirus hat längst alle Schichten der Gesellschaft erreicht, Die Folgen sind fatal, das spürt man auch im Sport*. Während man in der Bundesliga* weiter darauf hofft, bald wieder spielen zu können, hat die niederländische Eredivisie bereits die Reißleine gezogen.

Ligue 1: Frankreich-Profi Junior Samba mit Coronavirus infiziert - Fußballer auf Intensivstation

In Frankreich ruht der Ball derzeit natürlich ebenfalls. Das Land ist ähnlich schwer betroffen wie andere Krisengebiete in Europa - zum Beispiel Spanien oder Italien. An Fußball ist nicht zu denken. Schon gar nicht beim Tabellenachten HSC Montpellier.

Mittelfeldspieler Junior Sambia hat sich mit dem Coronavirus infiziert, aktuell steht es äußerst kritisch um den 23-Jährigen. Nach Angaben von L‘Èquipe musste Sambia am Donnerstag in einem Krankenhaus intubiert und in ein künstliches Koma versetzt werden.

Junior Sambia: Sorge um Montpellier-Profi - dabei war ein Corona-Test zunächst negativ

Der Spieler sei zunächst negativ auf Covid-19 getestet worden, nachdem er am Dienstag mit einer Magen-Darm-Entzündung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach Angaben des Blattes verschlechterte sich sein Zustand dann aber schnell. Am Freitag erfolgte dann der positive Corona-Test.

Sambias Spielerberater Frédéric Guerra sagte der Zeitung Le Parisien am Freitag: „Sein Zustand ist stabil. Er verschlechtert sich nicht, wird aber auch nicht besser.“ Sambia habe sich strikt an die in Frankreich geltenden Maßnahmen gehalten, offenbar infizierte er sich aber beim Einkaufen. Er litt schließlich tagelang unter schwerem Durchfall, ehe sich auch der Zustand der Lunge verschlechterte.

Frankreich-Profi plötzlich im künstlichen Koma - Sorge um Junior Sambia vom HSC Montpellier

Sambia wechselte sogar zweimal das Krankenhaus, wie Guerra mitteilte. Sein Klub, der HSC Montpellier, veröffentlichte am Donnerstag eine Pressemitteilung. Darin hieß es kurz und knapp: „Nach Verdauungs- und Atemproblemen ist einer unserer Spieler seit zwei Tagen in einem Krankenhaus in Montpellier.“

In der Bundesliga* hatten sich, wie DFL-Boss Christian Seifert am Donnerstag in einer Pressekonferenz berichtete, ebenfalls einige Spieler mit dem Coronavirus infiziert. Die Folgen waren aber in keinem der Fälle so drastisch wie bei Junior Sambia. Währenddessen wird in Deutschland weiter überlegt, wie man den Spielbetrieb fortsetzen könnte. Möglicherweise mit Masken für die spielenden Profis?

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