Schüler setzen sich mit Zivilcourage auseinander

Mit Gewalt umgehen

Unter dem Motto "Tu Was" organisierte der Präventionsrat Rotenburg eine Veranstaltung zum Thema "Umgang mit Gewalt". Gemeinsam mit der örtlichen Polizei und ausgewählten Schauspielern näherten sich die Visselhöveder Schüler dem Thema an Foto: Miesner
 ©Rotenburger Rundschau

(mm). Im Saal des Heimathauses in Visselhövede begrüßt Karin Tischer eine Gruppe von Schülern der Oberschule Visselhövede. Sie ist Schauspielerin aus der Theaterwerkstatt Bremen. Die Kinder sind erstaunt, im Rahmen der Gewaltprävention eine Schauspielerin anzutreffen, hätten sie doch mit einem Polizisten gerechnet.

Doch Tischer ist nicht allein im Heimathaus eingetroffen. Karin Stabbert–Flägel und Thomas Teuber von der örtlichen Polizei leiten die Veranstaltung ein. Ein lockeres Gespräch mit den Kindern zum Thema Drogen und Gewalt wird geführt um die Schüler vorsichtig an das Thema heranzuführen. Im Gespräch sollten grundlegende Dinge geklärt werden. Zunächst einmal die Frage, was Gewalt überhaupt ist. Was ruft Gewalt hervor? Wie wird Gewalt gefördert? Aber auch die Frage, was denn nun wirklich eine Straftat sei, war ein wesentlicher Inhaltspunkt. Die Kinder zeigten sich begeistert von den Spielen, die diese Themen festigen sollten. So zum Beispiel das Erstellen einer Gewaltskala oder die Simulation einer Schlägerei mit Schaumstoffnudeln. Den Hauptteil übernahmen dann Karin Tischer und ihr Kollege Frank Stuckenbrock, ebenfalls Schauspieler. Es sollte eine Verbindung von Theorie und Praxis entstehen. Zu viel werde über das Thema Gewalt geredet, doch zu wenig wirklich dagegen getan, meint Stuckenbrock. "Wahrscheinlich wissen die wenigsten der Schüler, wie sie sich in einer gefährlichen Situation verhalten sollen.“ Durch selbst erfundene Rollenspiele sollten reale Situationen verdeutlicht werden. Dabei entschieden nicht die Schauspieler, was für Szenen gespielt wurden, berichtet Tischer. Es ging lediglich um von den Schülern bereits erlebte oder gewünschte Situationen. Dabei war wichtig, dass die Teilnehmer des Rollenspiels sowohl die Position des Opfers, als auch die des Täters einnahmen. In einem späteren Gespräch konnten dann aufkommende Gefühle wahrgenommen und verstanden werden. Geklärt wurde, wie junge Menschen sich als Opfer oder als Passant verhalten müssten und wie sie den Konflikt verhindern oder lösen könnten. In diesem Zusammenhang wurde den Schülern das Wort Zivilcourage näher gebracht, das Selbstbewusstsein gestärkt und der Zusammenhalt der Gruppe gefestigt. Ein weiteres Ziel war die Bewältigung erlebter Ereignisse durch eine Wiederholung der Szene im Rollenspiel. Die Mädchen und Jungen konnten klar erkennen, wie sie sich in der vergangenen Konfliktsituation hätten verhalten können und wie sie in der Zukunft mit ähnlichen Erlebnissen besser umgehen. Den Kindern war der Spaß in lockerer Umgebung anzumerken. Auch die Schauspieler waren motiviert und bezeichneten den Tag als "ein zweifellos gelungenes Projekt.“

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