Klasse 7d der Hauptschule Visselhövede nahm an einem Präventionsprojekt teil

Rechtzeitig über Gefahren aufklären

(cv). Aufklären, bevor es zu spät ist: Dieses Ziel hatte eine Drogenpräventionsveranstaltung im Visselhöveder Heimathaus.

Die Hauptschule Visselhövede, die Theaterpädagogin Karin Tischer und der Schauspieler Frank Stuckenbrok führten die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei Rotenburg durch. Schon letztes Jahr durften die beiden siebten Klassen der Visselhöveder Hauptschule an dem Projekt teilnehmen. Dieses Jahr war die Klasse 7d an der Reihe. Tischer und Stuckenbrok machen solche Projekte regelmäßig an verschiedenen Schulen in Zusammenarbeit mit dem diakonischen Werk. Zu Beginn der Veranstaltung wurde mit dem Lehrer der Klasse, Claus Nareyka, und dem Rotenburger Polizisten Thomas Teuber über Erfahrungen der Schüler mit Drogen gesprochen. "Es stellte sich heraus, dass die Schüler schon viel Bescheid wussten, aber richtige Erfahrungen hatte Gott sei Dank noch niemand", so Nareyka. Teuber ließ die Kinder einschätzen, welche Genussmittel besonders suchtgefährdend sind. Süßigkeiten, alkoholische Getränke oder auch Computerspiele mussten verschiedenen Gefahrenstufen zugeordnet werden. Im zweiten Teil der Veranstaltung teilten Karin Tischer und Frank Stuckenbrok die Klasse in zwei Gruppen und studierten jeweils mit einer Gruppe ein kleines Theaterstück ein. Die Stücke wurden den Klassenkameraden vorgeführt. In den Aufführungen schlüpften die Schüler und Schülerinnen in die Rolle von Drogenabhängigen oder spielten die mögliche Biografie eines Abhängigen nach. Die Kinder sollten selbst entscheiden, ob ihre Figur aus der Sucht herauskommt oder abhängig bleibt. "In meiner Gruppe haben sich drei von vier dazu entschieden, dass ihre Rolle am Ende nicht mehr abhängig ist. Das fand ich bemerkenswert", erzählt Tischer. Die Pädagogin war begeistert von der Veranstaltung: "Die Kinder waren sehr motiviert und konzentriert und haben interessante Beiträge geliefert." Auch Nareyka war zufrieden mit dem Vormittag: "Die Schüler haben hier ruhig gesessen und gut mitgearbeitet. Aber was sie gelernt haben, müssen sie jetzt erstmal sacken lassen. Ich glaube, das hat eine Langzeitwirkung. Wir werden das Thema auch im Unterricht wieder aufgreifen." Am Ende der Veranstaltung diskutierten Tischer und Stuckenbrok mit den Kindern über ihre Erfahrungen mit den Theateraufführungen und was sie bei dem Projekt gelernt haben. "Ich denke schon, dass es etwas gebracht hat, aber es wurde viel erzählt, was wir schon wussten. Drogen nehme ich zwar sowieso nicht, aber das Projekt heute hat mich nochmal darin bestärkt", resümierte Schülerin Imke Johannmeyer. Finanziert wurde die Veranstaltung mit Spendengeldern, die der Schule zur Verfügung standen. Auch im nächsten Jahr soll es das Projekt wieder geben. Die Schüler der Klasse 7d sind in Sachen Suchtprävention schon länger aktiv. Seit zwei Jahren nehmen sie an dem Projekt "Be smart-don’t start" vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) teil. Daran können sich Klassen jeder Schulform beteiligen. Voraussetzung: nicht mehr als zehn Prozent der Schüler der Klasse dürfen rauchen. Jeden Monat muss die Klasse Meldung bei der Wettbewerbsleitung machen, ob die Klasse noch (fast) rauchfrei ist. Am Ende des Projektes kann als Hauptpreis eine Klassenreise nach Portugal gewonnen werden.

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