Wer will, kann zu Konzertbeginn mit den Profis singen

Australian Voices ertönen in Hellwege

Die Australian Voices laden ihr Publikum nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Mitsingen ein
 ©Rotenburger Rundschau

(r/fo). Der Staatschor von Queensland namens Australian Voices kommt auf seiner Deutschlandtour auch nach Hellwege. Das bekannte Ensemble präsentiert am Sonntag, 18. Dezember, ab 19.30 Uhr im Heimat- und Kulturhaus klassische Chormusik und ein szenisches Musikstück. Karten für das Konzert gibt es an der Abendkasse.

Besonderheit: Chorleiter Gordon Hamilton lädt zu Beginn alle Konzertbesucher, gleich welchen Alters und gesanglichen Könnens, zum Mitsingen ein. Eine kurze Probe direkt vor dem Konzert dient der Vorbereitung. Wer mitmachen möchte, kann sich unter dem Menüpunkt Sänger-Registrierung auf der homepage www.theaustralianvoices.com anmelden und informieren. Die Australian Voices nehmen ihr Publikum mit auf eine vielfältige musikalische A-capella-Reise durch die Chormusik von Rachmaninoff bis Daniel Walker und dem "Facebook-Song“ aus der Feder Hamiltons. Unter dem Titel Moon führen die Sänger von Downunder eine Kombination aus Theater und Chormusik auf. Inhalt: Der Mond in Gestalt von Diana, ist einsam und wünscht sich einen Freund. Sie schaut des Nachts durch die Fenster der Menschen und begegnet dem todkranken Sam. Diana fühlt sich durch das bläulich schimmernde Licht seines Laptops angezogen, mit dem er sich nachts in die virtuelle Welt flüchtet, da er nicht mehr am Alltagsleben teilnehmen kann. Als Frau macht sich Diana schließlich auf den Weg zur Erde und beide verlieben sich in einander. Grundlage des Stücks ist ein Gedicht von Venero Armanno, das von Hamilton musikalisch umgesetzt wurde. Eine innovative Mischung aus Gesang, Choreographie und zehn Fotos die bilderbuchähnlich auf eine Leinwand projiziert werden, sorge für eine einzigartige Atmosphäre. "Wir haben das Stück schon oft aufgeführt“, berichtet der Chorleiter. "Trotzdem merke ich jedes Mal wieder, wie die Geschichte mir nahegeht. Auch vom Publikum bekommen wir wundervolle Rückmeldungen.“ Im Alter von 21 Jahren packte Gordon Hamilton seinen Koffer, um seine Heimat in der Nähe von Sydney zu verlassen. Er landete in Guatemala, wo er sich in die kubanische Jazz-Pianistin Marialy Pacheco verliebte, die ihn mit nach Havanna nahm. Vor der kommunistischen Diktatur flohen sie nach Bremen. In der neuen Heimat waren beide sehr aktiv in der deutschen Musikszene unterwegs. Der von Hamilton gegründete Chor Northern Spirit ermöglichte es ihm, die Musik seiner Heimat mit dem neuen Kulturkreis zu teilen. 2009 wurde der Chormusiker zum künstlerischen Direktor der Australian Voices berufen. Das Ensemble beschreibt Hamilton nicht als Gruppe von Sängern, sondern als Instrument. "Ich verlange vom Chor, dass er mir folgt“, sagt er. "In den Proben ist nichts geplant. Wir arbeiten sehr spontan. Das ist nur möglich, weil mich die Mitglieder ganz genau lesen können.“

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