Fünfte Auflage des Buches "Das Pfarrhaus in Sottrum"

Kriegswirren 1813 im Mittelpunkt

(ar). Ein besonderer Schatz Sottrumer Heimatgeschichte ist rechtzeitig vor Weihnachten wieder im Handel erhältlich: Die fünfte Auflage des bislang vergriffenen Buches "Das Pfarrhaus in Sottrum". Die Autorin Mathilde Peßler, Tochter des ehemaligen Pastoren Johannes Samuel Büttner (1750-1820), schildert darin ihre Erinnerungen an das Kriegsjahr 1813, als in Sottrum und Umgebung die sogenannten Befreiungskriege tobten.

Eindrucksvoller kann Sottrumer Geschichte kaum wiedergegeben werden, als es der Zeitzeugin Mathilde Peßler gelungen ist. 1864 erschienen ihre Tagebuchaufzeichnungen erstmals in Westermanns Illustrierten Monatsheften. Damals allerdings noch anonym unter dem Titel "Erinnerungen einer alten Frau". Denn 1813 war sie eine junge Frau von 24 Jahren, unverheiratet und mit Hof, Garten sowie dem Unterrichten beschäftigt. Doch die Wirren der Geschichte machten nicht vor dem idyllischen Fleckchen Erde an der Wieste halt. Ständig zogen Truppen der Kriegsparteien - Preußen, Österreicher und Russen auf der einen, die Franzosen auf der anderen Seite - durch den Ort und lieferten sich in der Nähe des Sottrums erbitterte Kämpfe. Sehr zum Leidwesen der Sottrumer, die sehr unter den Truppeneinquartierungen zu leiden hatten. Mathilde Peßler gibt einen fesselnden Einblick in den Umgang der Menschen mit dieser Belastung aber auch in das allgemeine Leben zu Beginn des 19. Jahrhunderts. "Um das Buch auch für junge Leser interessant zu gestalten, wurden einige Ergänzungen und Änderungen vorgenommen", berichtet Heimatforscher Diedrich Claus, der sich maßgeblich um die Neuauflage des Buches bemüht und die Realisation mit Anna Eichhoff, Hans-Georg Wiedemeyer, Hans-Richard Buthmann, Werner Röhrs und Gerhard Bischoff vorangetrieben hat. "Es ist beispielsweise in der heute üblichen Antiqua-Schrift, statt in der ursprünglichen Fraktur-Schrift gedruckt. Die Illustrationen, die vor allem den Ort des Geschehens deutlich machen sollen, wurde vermehrt", schreibt Prof Johannes Büttner, ein Nachfahre der Autorin, der die Neuauflage ermöglichte, im Vorwort. Als interessante Ergänzung wurde zusätzlich eine Publikation von Mathildes jüngerem Bruder August Wilhelm Büttner abgedruckt, die 1862/1863 im "Stader Sonntagsblatt für Bürger und Landmann" erschienen ist. Auch er, damals 19-jährig hatte die Ereignisse in einem Tagebuch festgehalten. "Zum besseren Verständnis folgen im Anhang kurze biographische Daten zu vielen im Text genannten Personen. Für diese akribische Arbeit können wir Werner Röhrs gar nicht oft genug danken", so Claus weiter. Er selbst sei froh, mit Reinhard Rosebrock einen Verleger gefunden zu haben, der das Projekt ohne lang zu überlegen in die Hand nahm. "Dies Buch ist in einer Auflage von zunächst 500 Stück gegruckt worden und wird sich deshalb ausschließlich ideell amorthisieren. Doch ich denke, dass mit den Erinnerungen der Mathilde Peßler ein Stück Sottrumer Heimatgeschichte erhalten werden muss." Zu haben ist das Buch "Das Pfarrhaus in Sottrum" zum Preis von 29 Mark bei Buch und Touristik Otto sowie in der Drogerei Stöver.

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