Oldtimer-Treffen lockt etliche Interessierte an

Raritäten aus vergangenen Zeiten

Interessiert verfolgten die Besucher auch die Dreschvorführungen der Oldtimer-Frünn Foto: Meyer
 ©Rotenburger Rundschau

(mey). Es schnaufte und tuckerte, als etliche Schlepper, Traktoren, Motorräder und andere Gefährte am vergangenen Wochenende zu Gast waren bei den Oldtimer-Frünn Lütt Meckels un üm to, die zu ihrem 25-jährigen Bestehen ein Oldtimer-Treffen veranstaltet hatten. Sie feierten aber nicht allein. Der Verein hatte sich mit der Freiwilligen Feuerwehr Klein Meckelsen zusammengetan, die ihr 90. Jubiläum beging.

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Oldtimertreff Klein Meckelsen

Von nah und fern waren die Liebhaber alter Veteranen gekommen, fachsimpelten, tauschten sich aus und unternahmen die eine oder andere Ausfahrt. Die Besucher, witterungsbedingt etwas weniger als sonst, inspizierten interessiert die sehenswerten Fahrzeuge längst vergangener Zeiten. Heino Dreyer aus Westerholz ist schon mehr als 30 Jahre treckerverrückt. Er präsentierte eines der ältesten Exponate, einen Lanz Bulldog HL, Baujahr 1925, mit zwölf PS. Von Anfang an ist er hier dabei. „Wir haben einen Schaustellerwagen, in dem wir übernachten. Es macht einfach Spaß, sich mit anderen Oldtimer-Freunden zu treffen, abends am Lagerfeuer zu sitzen und sich auszutauschen“, so der Westerholzer, der noch ein weiteres Schmuckstück dabei hatte: einen Wehrmachts-BMW mit Beiwagen, gebaut 1942 und 26 PS stark. Viele Augen waren auf ihn gerichtet, als er damit eine Runde auf dem Platz drehte, zumal er dazu in einen Original-Wehrmachts-Kraftfahrermantel geschlüpft war. Aus Fredenbeck hatte sich der Oldtimertreckerclub Dieselschnacker mit acht Exponaten auf den Weg gemacht. Auch Mitglieder der Ferguson-Freunde Deutschland, die Ritscher-Freunde aus Sprötze oder der 87-jährige ehemalige Müllermeister Jürgen Fittschen aus Oldenburg mit seinem Herford-Dieselmotor, 1960 gebaut und als Antrieb für Mühlen, Sägewerke oder Maschinenfabriken genutzt, waren vor Ort. „Hier gibt es so viel zu sehen wie nirgends sonst in der Region“, befand denn auch Herbert Reuels aus Wischhafen, Stammbesucher und Treckerbesitzer, über die er sogar Gedichte verfasst hat. Eine Rettungsübung der Klein Meckelser Feuerwehr, bei der eine von einem Seilbagger gestürzte Person geborgen werden musste, Vorführungen der Rettungshundestaffel Bremervörde, der Verkehrswacht Bremervörde-Zeven oder das Dreschen der Oldtimer-Frünn waren ebenfalls zu sehen. Vorsitzender Heiko Gerken verlieh am Ende noch Pokale: Heino Dreyer, Westerholz, Ferguson IG (25 ausgestellte Maschinen), mobiles Fahrzeugmuseum der Alga, Hans-Jürgen Weber (Menk-Seilzugbagger, Baujahr 1956), Normag IG (große Auswahl seltener Exponate), Christoph Flucke (Hanomag RD36, Baujahr 1935 mit Anhänger als tollstes Gespann), Freiwillige Feuerwehr Schwinge (voll einsatzfähiger Kraftspritzen-Anhänger von 1924), Solex IG (größte Gemeinschaft mit 35 Fahrzeugen), Sophie und Günter Nissen (weiteste Anreise von Nordfriesland über Koblenz nach Klein Meckelsen), Ritscher-Freunde Sprötze, Jürgen Meyer, Klein Meckelsen (Pechvogel-Pokal für vergessene Fliehkraftgewichte im Allgaier).

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