Tu-was-Projekt am Tag der Zivilcourage in Rotenburg

Was alles passieren kann, wenn man Stress macht

(r). Am Tag der Zivilcourage zeigten Schüler der Klasse 6a der Theodor-Heuss-Schule im Rahmen des Tu was-Projektes in Theaterszenen ihre Sicht auf den Umgang mit Gewalt und gaben unter Anleitung von Theaterpädagogen positive Beispiele couragierten Einschreitens.

Aber auch die Grenzen wurden deutlich. Und es gehörte Mut dazu, denn es gab zahlreiche Zuschauer: Bürgermeister Detlef Eichinger, Superintendent Hans-Peter Daub, Polizeichef Burkhard Klein, Schulrektor Lüder Bischoff sowie weitere Vertreter der Schule, der Stadt und der Polizei. Nachdem die Schülerinnen und Schüler bei der Rotenburger Polizei viel über Gewalt und wie man damit umgehen sollte, gehört hatten, folgte das Einstudieren der Szenen unter Leitung der erfahrenen Theaterpädagogen Karin Tischer und Frank Stuckenbrok, die das Projekt in der Kreisstadt bereits lange betreuen. Eine Schlägerei und ihre Folgen waren Inhalt des ersten Stückes. Nach einigen Szenen, die deutlich machten, wie es besser nicht laufen sollte, folgt der richtige Tipp: Helfen und die Polizei sowie den Rettungswagen rufen! Im zweiten Stück ging es um einen Samstagabend vor der Disco. Der 13-jährige Schüler Ferhat als "Türsteher Murat" ging in seiner Rolle auf. Auf den Tipp einer Bekannten hin weist er an der Diskotür drei Jugendliche ab, die mit Drogen zu tun haben. Im Stück lauern die drei "Ganoven" der Tippgeberin auf und verletzten diese schwer. Ein Rentner mit Stock, der helfen will, wird getötet. Die Polizei ermittelt. Was wird aus den Beteiligten? Für den Täter heißt es acht Jahre Knast, ein Mittäter hört auch danach nicht auf. Sein Leben ist verpfuscht. Jedes Schicksal wird beleuchtet, auch das der Opfer. Die Zuschauer konnten sich ein lebhaftes Bild machen, wie die Schüler die Szenen reflektieren und sich damit befassen, was nach dem Ausraster und seinen schweren Folgen kommt. Zum Schluss folgte eine große Feedback-Runde, die viele Schüler mit den Worten "Ich habe gelernt..." begannen. Viele fanden besonders den Besuch bei der Polizei gut, wo sie Antworten auf ihre zahlreichen Fragen bekamen. Ferhat alias Türsteher Murat: "Ich weiß jetzt, wenn man Stress macht, was alles so passieren kann!" Für den Schauspieler und Pädagogen Frank Stuckenbrok ist besonders wichtig zu lernen, wie man sich einmischt: "Mit falschen Worten, wie "Verpisst euch!" fangen Streitereien schnell an. Er gab den Schülern den Tipp, sich selbst mal zurückzunehmen und mehr zuzuhören. Auch Bürgermeister Detlef Eichinger war begeistert: "Toll, dass ihr sagt, wir haben was draus gelernt." Besonders gut fanden die jungen Künstler, dass der Bürgermeister das Engagement mit Eis für jeden honorierte. Während Polizeichef Klein besonders die Courage, vor Publikum zu spielen, lobte, regte Rektor Lüder Bischoff die Jugendlichen an, sich für die nächste Streitschlichter-Ausbildung zu melden.

18.07.2018

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