Seismik: Bürger verweigern Betretungserlaubnis - Von Stephan Voigt

PRD hat Probleme

Dieses Bild des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung zeigt die Vibrationstrucks, die im kommenden Jahr die Seismik durchführen werden
 ©Rotenburger Rundschau

. „Bisher sieht es im Erlaubnisfeld Sittensen schlechter aus, als in anderen Bereichen“, sagt die Sprecherin von PRD Energy, Gabriele Junker. Das Unternehmen möchte zwischen Zeven, Sittensen und Scheeßel durch eine seismische Untersuchung herausfinden, ob Erdöl im Boden schlummert. Bürger verweigern aber vielfach, dass Fachleute Privatgrundstücke betreten dürfen.

Laut Junker hängt dies vor allem mit einem Aufruf von örtlichen Umweltverbänden zusammen, die öffentlich darauf hingewirkt haben, diese sogenannten Betretungserlaubnisse nicht zu erteilen. „Dadurch ist es für uns schwieriger geworden. Die Bürger fragen genauer nach und haben teilweise bereits eine vorgefertigte Meinung. Wir geben ihnen dann aber weitere Informationen“, so Junker. Auf Rundschau-Nachfrage erklärt sie, dass die Verweigerung der Bürger aktuell nicht so groß ist, dass die gesamte seismische Untersuchung in Gefahr wäre. „Wir haben natürlich eine gewisse Ausfallwahrscheinlichkeit angenommen, weil natürlich nicht alle Bürger mit einer Untersuchung auf ihren Grundstücken einverstanden sind. Aktuell sind die Menschen noch zögerlich, warten ab und möchten mit ihren Nachbarn darüber sprechen“, sagt die PRD-Sprecherin und fügt hinzu, Unternehmensvertreter werden daher noch weitere Male in die Region kommen, um mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Dies sei auch nötig, weil von Gegnern der Seismik Falschbehauptungen aufgestellt würden. So habe die Sprecherin der Kreis-Grünen, Susanne Mrugalla, in der Zevener Presse Dinge geschildert, die haltlos seien. Außerdem habe es von den Grünen geheißen, so Junker weiter, dass PRD Druck auf Bürger ausübe, indem das Unternehmen behaupte, nur dann für eventuelle Schäden an Häusern durch die seismische Untersuchung aufzukommen, wenn die jeweiligen Eigentümer eine Betretungserlaubnis erteilt haben. Junker stellt klar: „Das ist nicht haltbar. Wir müssen für Schäden haften, die durch die Seismik entstehen, auch wenn wir das jeweilige Grundstück nicht betreten durften. Das ist Gesetz.“ Vielfach werde von den Bürgern angemerkt, die Region sei bereits gebeutelt genug – nicht zuletzt durch die jüngst bekannt gewordene Belastung des Erdbodens durch sogenannte Bohrschlammgruben („Giftige Hinterlassenschaften“, www.rotenburger-rundschau.de) –, daher seien sie gegen die Erdölförderung. Junker: „Bei der Weigerung spielen verschiedene Punkte zusammen. Dazu zählen auch die Krebsfälle in der Samtgemeinde Bothel, die von unterschiedlicher Seite auch mit Ölunternehmen in Verbindung gebracht werden.“ Um die schwierige Situation zu klären, hat PRD den Umweltverbänden in der Region ein Gesprächsangebot unterbreitet. Dies wurde vom Nabu, BUND, BSW, Klimabündnis und der AG Umwelt und Natur Sittensen abgelehnt, beklagt das Energieunternehmen. Die Umweltverbände kritisieren, dass sie kein Interesse an Hinterzimmergesprächen haben und mahnen öffentliche Informationsveranstaltungen an, da nicht sie, die Verbände, sondern die Bürger überzeugt werden müssten. PRD erklärt in diesem Zusammenhang: „Wir planen, in Zukunft an mindestens einem Tag in der Woche im Erlaubnisfeld Sittensen zu sein und freuen uns auf konstruktive Gespräche vor Ort. Gern können uns auch einzelne Bürger anrufen oder zu einem persönlichen Termin treffen.“ Weitere Informationen gibt es online unter www.prdseismik.de.

Martinsfest in Oyten
Martinsfest in Oyten
Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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13.11.2017

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