Projekt "a.Moore.mio“ bringt Tourismus und Naturschutz zusammen - Von Wieland Bonath

Die Liebe zum Moor entdecken

Vor dem Moorhaus im Aschhorner Moor (Kreis Stade): Hermann Luttmann, Andreas Schwanhold, Erika Jaschinski, Stefan Tiemann, Jürgen Cassier, Jürgen Lüdtke und Alfred Nottorf (von vorn). - Kleines Bild: Moorkieker-Fahrer Georg Ramm Foto: Bonath
 ©Rotenburger Rundschau

Auf die Namensidee kamen die beiden Studentinnen Frauke Lehrke und Kristina Kotzold von der Leibniz-Universität Hannover, die vor drei Jahren eine Projekt dem Naturerlebnis Moor gewidmet hatten: "a.Moore.mio – die Liebe zum Moor entdecken“. Ihre Arbeit ist jetzt Basis für eine Kooperation zwischen den Landkreisen Rotenburg, Stade und Cuxhaven, die das Tister Bauernmoor, das Aschhorner Moor und das Ahlenmoor ins Zentrum ihrer Bemühungen rücken wollen. Das Vorhaben ist in dieser Form in Deutschland bisher einmalig.

Neben den Verwaltungschefs aus Cuxhaven und Stade waren aus dem Kreis Rotenburg unter anderem Landrat Hermann Luttmann, Jürgen Cassier vom Amt für Naturschutz, Kreisnaturschutzbeauftragter Werner Burkhart, Tourow-Vorsitzender Reinhard Brünjes, Landschaftswart Alfred Nottorf, Gästeführerin Erika Jaschinski, der Vorsitzender des Moorbahnvereins Andreas Schwanhold und Sittensens Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann bei der Präsentation dabei. Vertragen sich der "laute“ Tourismus und der stille Naturschutz? Sind industrieller Torfabbau und Erholung gleichzeitig möglich? Jürgen Cassier: "Wir Naturschützer möchten die Menschen über die Moore und hier insbesondere über a.Moore.mio für den Naturschutz gewinnen, sind aber keine Touristiker, auch wenn sich der Verdacht aufdrängen mag. Unsere Unterstützung und Förderung findet der naturverbundene und naturschonende Tourismus.“ Reinhard Brünjes, Vorsitzender des Touristikverbandes Rotenburg, betont: "Im vorliegenden Fall und angesichts der langjährigen Zusammenarbeit der Tourismusverbände im Elbe-Weser-Raum wird es sich sicher lohnen, eine besondere Route zwischen den Mooren zu entwickeln und diese miteinander zu vernetzen.“ Für ein griffigeres Markting hat man dem Tister Bauernmoor einen zweiten Namen zugedacht: Vogelmoor. Das passt, denn im Rahmen der Renaturierung entstand nach Abschluss des industriellen Torfabbaus ein 570 Hektar großes Naturschutzgebiet, das sich durch eine immer reichere Vogelwelt auszeichnet. Im Herbst werden rund 5.000 Kraniche gezählt und auch den sehr seltenen Seeadler gibt es inzwischen hier. Die Gesamtzahl der Besucher betrug nach Jürgen Cassiers Informationen im vergangenen Jahr rund 15.000. Sein Resümee: Die sensible Natur und die große Zahl der Touristen vertragen sich bisher problemlos. Das Aschhorner Moor (jetzt auch: Kulturmoor) mit einer Größe von 820 Hektar ist das einzige der drei Moore, in dem noch mehrere Jahre lang industrieller Torfabbau zu sehen sein wird. Alle Phasen der Moornutzung werden hier demonstrierte. Gleichwohl sind neben den großen, wiedervernässten Flächen mit dem Haus des Moores mittendrin auch ursprüngliche, naturnahe Bereiche bei einer Fahrt der umgebauten Lorenbahn Moorkieker oder vom Aussichtsturm zu sehen. Der Biologe und Moorkieker-Fahrer Georg Ramm aus Oederquart (bei Hemmoor): "Wir haben den industriellen Torfabbau, den viele Menschen als schlimmen Eingriff in die Natur erleben. Wir haben aber auch die Renaturierung, die das Wiedererwachen der Natur bewirkt mit allen ihren Funktionen. Das zeigen wir den Menschen mit der Moorbahn. A.Moore.mio ist für uns wichtig, weil andere Themen mit eingebracht werden. Gleichzeitig wird der Austausch unseres Wissens und unserer Erkenntnisse erweitert.“ Das Ahlenmoor (2.000 Hektar Naturschutzgebiet) hat den zweiten Namen Erholungsmoor bekommen. Das Areal liegt in der Nähe des Heilbades und Luftkurorts Bad Bederkesa (Kreis Cuxhaven) und bietet in herrlicher landwirtschaftlicher Umgebung Rad- und Wanderwege, einen Moor-Aktiv- und einen Moorerlebnis-Pfad. Im Moor-informationszentrum gibt es eine Ausstellung, Gastronomie und Sonderveranstaltungen.

Martinsfest in Oyten
Martinsfest in Oyten
Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

13.11.2017

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