Naturschutzgebiet wurde offiziell ausgewiesen

Wiestetal jetzt geschützt

Das Wiestetal ist nun ein Naturschutzgebiet
 ©Rotenburger Rundschau

(r/sv). Neben dem Glindbusch und dem Borchelsmoor wurde jetzt der dritte Teil und damit auch das gesamte europäische Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) Nummer 39 geschützt.

In der Dezember-Sitzung des Kreistages wurde die Verordnung über das Naturschutzgebiet Wiestetal beschlossen ("Wiestetal unter Schutz“, www.rotenburger-rundschau .de). Sie ist am 15. Januar durch die Bekanntmachung in Kraft getreten. Das FFH-Gebiet Wiestetal, Glindbusch, Borchelsmoor ist somit nun gemäß den Vorgaben der EU vollständig national gesichert. Die Wieste sollte ursprünglich in den 60er Jahren wie viele andere Flüsse im Landkreis Rotenburg begradigt und ausgebaut werden. Dazu ist es nicht gekommen, sondern nur einige einmündende Nebengewässer wie der Weidebach und der Glindbach wurden stark verändert. Daher befindet sich die Wieste bis heute größtenteils in einem natürlichen Zustand und schlängelt sich von Mulmshorn bis nach Ottersberg im Landkreis Verden durch die Landschaft. In Ottersberg mündet sie in den Wümme-Nordarm. "Die Wieste ist Lebensraum zahlreicher Fischarten wie dem seltenen und europäisch geschützten Steinbeißer und den Neunaugen. Auch vielen Landtieren bieten die Wieste und ihre angrenzenden Niederungsbereiche einen wertvollen Lebens- und Nahrungsraum. So ist der Fischotter im Wiestetal beheimat. Der Schwarzstorch findet dort seine Nahrung und die Grüne Flussjungfer, eine Libellenart, schwirrt über die Wieste und lässt sich gern zur Paarungszeit in den Hochstaudenbeständen am Ufer nieder“, heißt es vom Landkreis. Durch die Unterschutzstellung soll das Gebiet als Lebensstätte schutzbedürftiger Tier- und Pflanzenarten erhalten, gepflegt und entwickelt werden. Zum Schutz des störungsempfindlichen "Schwarzstorches und Fischotters darf das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege nicht betreten werden. Ziele der Verordnung sind der Erhalt und die Entwicklung der Wieste und des Glindbaches als naturnahe Fließgewässer sowie die Erhaltung und Neuanlage von Gewässerrandstreifen zur Verminderung von belastenden Stoff- und Sedimenteinträgen. Eine hohe Bedeutung hat die Erhaltung artenreicher und das Landschaftsbild belebender Wiesen und Weiden“, so die Verwaltung.

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