Landkreis Rotenburg: Grundwasser weist Belastungen auf - Von Stephan Voigt

„Großes Nitrat-Problem“

Rotenburger Kreishaus
 ©Rotenburger Rundschau

Erschrocken waren die Politiker im Umweltausschuss des Landkreises, als Heiner Harting vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), erklärte, dass es um das Grundwasser in der Region schlecht bestellt sei: „Der Landkreis Rotenburg hat ein großes Nitrat-Problem.“

Harting attestierte dem Landkreis eine flächendeckende Nitratbelastung: „Alle Grundwasserkörper sind in diesem Hinblick in einem schlechten Zustand. Eine Trendumkehr ist erforderlich.“ Dabei liegen die Mittelwerte der Belastung laut Harting seit Jahren auf konstantem Niveau – eine Zu- oder Abnahme sei nicht zu verzeichnen. Linken-Politiker Dr. Manfred Damberg hakte nach: „Wenn wir heute den Nitrateintrag ins Grundwasser beenden würden, wie lange würde es dauern, bis der Zustand wieder in Ordnung wäre?“ Hartings Antwort fiel ernüchternd aus: „Das dauert Jahre – zehn bis 20 mindestens.“ Außerdem gebe es auch teilweise eine Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmitteln. Grenzwertüberschreitungen seien bei 16 von 86 Messstellen im Kreisgebiet zu verzeichnen gewesen. In einem extremen Fall sei der zulässige Grenzwert sogar um das 680-Fache überschritten worden. Bei den Pflanzenschutzmitteln handelt es sich laut dem NLWKN-Mitarbeiter um zahlreiche Stoffe – Herbizide, aber auch Substanzen, die mittlerweile verboten sind. „Das liegt daran, dass es eine Zeit dauert, bis sich die Stoffe abgebaut haben. Bei einigen Substanzen, die schon länger verboten sind, fragt man sich aber schon, wieso die immer noch nachgewiesen werden“, so Harting, der hinzufügte, es sei die Aufgabe der Landwirtschaftskammer, zu klären, woher diese Stoffe kommen. Hauptproblem was die Grundwasserbelastung angeht, sei die Landwirtschaft. „Wir können nur Anregungen geben, wie eine Verbesserung erreicht werden kann“, sagte Harting und nannte Beispiele: Die Gülleausbringung im Herbst könnte vermindert werden, weitere Sperrzeiten im Frühjahr könnten eingeführt werden. „Außerdem sollte genauer überlegt werden, was auf dem jeweiligen Boden überhaupt angebaut werden kann“, so Harting. Auf diese Weise könne Düngung vermindert werden. Diese müsste auch, so der NLWKN-Mitarbeiter, mehr kontrolliert werden. Er stellte aber auch klar, dass die Nitrat-Belastung kein Problem allein des Landkreises ist. Anhand einer Karte zeigte er, dass große Teile Niedersachsens damit zu kämpfen haben. Im Anschluss referierte Renke Oltmanns von der Landwirtschaftskammer ausführlich über die Nährstoffströme in Niedersachsen, ging dabei auch kurz auf den Landkreis ein. Zum vorangegangenen Referat sagte er, dass eine Nitratbelastung generell nicht zu verhindern sei und dass es eine Belastung nicht nur dort gebe, wo viel Viehhaltung betrieben wird. Den Zusammenhang mit der Landwirtschaft belegte Harting allerdings auch damit, dass keine oder deutlich weniger Belastung zum Beispiel dort gemessen wird, wo sich Truppenübungsplätze befinden. Ingolf Lienau (Grüne) machte für das Problem auch den „massiv hohen Fleischkonsum“ der Deutschen verantwortlich. Dieser müsse reduziert werden. Dazu sagte sein Parteifreund Thomas Lauber: „Dann wird das Fleisch exportiert.“

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07.04.2017

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