Geschäftsführer mit sofortiger Wirkung von Aufgaben entbunden

Rote Linie überschritten

Vorstand Hans-Peter Daub und Kuratoriumsvorsitzender Heiko Müller suchen einen neuen Geschäftsführer, der zu hundert Prozent für die Matthias-Claudius-Einrichtungen und ihre Bewohner da ist Foto: Olthoff
 ©Rotenburger Rundschau

(fo). Hans-Peter Daub, Vorstand des Vereins Matthias-Claudius-Altenhilfe (MCA) und Kuratoriumsvorsitzender Heiko Müller teilten sichtlich enttäuscht mit, dass sie Geschäftsführer Andreas Harth mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden haben.

Begründung: Nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit Harths seien schwerwiegende Mängel in der Wahrnehmung seiner Pflichten aufgefallen. Dazu gehören vor allem Unregelmäßigkeiten bei der Spesenabrechnung. "Für uns hat er deutlich eine rote Linie überschritten“, sagt Daub. Als Geschäftsführer war Harth für die drei Altenpflegeeinrichtungen des Vereins sowie die Mattthias-Claudius-Management- und Service-Gesellschaft verantwortlich. "Die Enttäuschung ist deshalb so groß, weil sein bisheriges Auftreten nicht zum Vorgefallenen passt“, erklärt Daub. Auch die Mitarbeiter seien bestürzt gewesen. Der Verein sei froh gewesen, mit dem erfahrenen Altenhilfemanager den Posten gut besetzt zu wissen. "Es ließ sich prima mit ihm über unsere Sicht der Entwicklung in der Altenhilfe reden.“ Außerdem sei es ihm gelungen, gut funktionierende Strukturen in der Verwaltung einzuführen. Die Konsolidierungsmaßnahmen seien für die Mitarbeiter belastend gewesen. Aber nur einige wenige hätten den Mut gefunden, die mangelnde Präsenz des Chefs zu beklagen. "Wir müssen unseren leitenden Angestellten schon vertrauen können,“ sagt Daub. Aufgrund der bis vor kurzem erbrachten guten Leistungen des Ex-Geschäftsführers haben die Verantwortlichen gedacht, das weiterhin tun zu können. Die Personalaufsicht sei auch dadurch erschwert worden, dass der Angestellte der Prodiako-Service-Gesellschaft, mit der ein Management-Vertrag bestand, in vielen Bereichen tätig war. "Die wahrgenommenen Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung können wir natürlich nicht durchgehen lassen“, sagt Kuratoriumsvorsitzender Müller. Als Arbeitgeber Harths müsse Prodiako alle weiteren arbeitsrechtlichen Schritte unternehmen. Der Management-Vertrag sei zum 30. November gekündigt worden. "Wir haben jetzt die Chance, eine eigene Geschäftsführung zu etablieren“, fährt Daub fort. Er wird ehrenamtlich mit Unterstützung des MCA-Pflegeleitungsteams und Prokurist Peter Prigge die Geschäfte weiterführen. In Zusammenarbeit mit einer Personalagentur wird die Stelle neu ausgeschrieben. "Ich konzentriere mich jetzt auf die notwendigen strategischen Entscheidungen und hoffe, die Zeit der kommissarischen Übernahme gut überbrücken zu können.“ Die Bewohner der Einrichtungen brauchen sich laut MCA-Vortand keine Sorgen zu machen. Daub: "Ich stelle unsere Arbeit nicht infrage. Der Weg der Konsolidierung wird konsequent weiter fortgeführt. Die hohen Qualitätsansprüche an die Betreuung bestehen ungemindert fort. Der neue Geschäftsführer wird jemand sein, der zu hundert Prozent für alle drei Häuser zuständig ist.“

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