Fachausschuss diskutiert Klimaschutzkonzept - Von Stephan Voigt

Gute Sache, aber...

Wie kann der Landkreis das Klima schützen u2013 durch mehr regenerative Energie? Das soll ein Klimaschutzkonzept zeigen Foto: Archiv
 ©Rotenburger Rundschau

"Umweltschutz ist immer auch Wirtschaftsförderung. So können wir Akzeptanz für das Klimaschutzkonzept bei der Bevölkerung erreichen“, sagte Gerd Hachmöller von der Stabsstelle Kreisentwicklung, als er im Umweltausschuss die Vorgehensweise für ein Klimaschutzkonzept im Landkreis präsentierte.

Die Akzeptanz des Konzeptes bei den Bürgern war Politikern aller Fraktionen wichtig. Ohne die könne das Konzept kaum umgesetzt werden, konstatierte Hachmöller, weil dafür viele Maßnahmen in den Gemeinden nötig sind. Der Landkreis-Mitarbeiter erklärte, die Verwaltung sammele seit gut einem Jahr Daten und Klimaschutzkonzepte anderer Landkreise. "Die bestehen immer aus vier Punkten: einer Energie- und CO2-Bilanz, einer Potenzialanalyse, in der aufgeführt wird, welche regenerativen Energien zur Verfügung stehen und wie viel eingespart werden kann, einem Ziele-Szenario und einem Maßnahmenkatalog, um diese Ziele zu erreichen. Die Maßnahmen sollten als partizipativer Prozess erarbeitet werden, um den Rückhalt der Bürger zu bekommen.“ Die Landkreis-Verwaltung habe bereits mit mehreren Planungsbüros Gespräche geführt. Demnach wird die Konzepterstellung für den Landkreis zwischen 100.000 und 160.000 Euro kosten. "Meiner Einschätzung nach, wird das eher an der oberen Grenze liegen“, so Hachmöller. Die Erstellung könne aber vom Bundesumweltministerium mit bis zu 65 Prozent gefördert werden. Hachmöller präsentierte den Politikern im Umweltausschuss des Landkreises daraufhin einen Zeitplan, nach dem der Kreistag am 21. Dezember die Erstellung des Konzeptes beschließen könne. Mitte 2013 wäre das Papier dann fertig. Besonders Reinhard Lindenberg (WFB) äußerte sich kritisch zu der geplanten Erstellung des Energiekonzeptes. Vor allem äußerte er sich ablehnend, weil das Konzept viel koste und niemand wisse, was dann drin steht. "Das ist, als ob wir ein Auto kaufen und nicht wissen, wie es aussieht“, so Lindenberg, der Hachmöller daraufhin fragte, welche Klimaschutzmaßnahmen denn denkbar seien. Die Antwort des Gefragten: "Wenn ich Ihnen das sagen könnte, bräuchten wir das Konzept nicht.“ Positiver fielen die Kommentare anderer Politiker aus. Dr. Gabriele Hornhardt (CDU) sagte: "Das ist eine gute Sache. Ich frage mich aber, warum wir nicht die Konzepte der anderen Landkreise analysieren, wenn wir die schon haben.“ Hachmöller: "Das Planungsbüro wird sich sicher die Konzepte anschauen. Jeder Landkreis ist aber unterschiedlich, da muss man schon ganz genau hinsehen.“ Wolfgang Harling (SPD) erklärte zu möglichen Maßnahmen: "In Hellwege haben wir die Straßenbeleuchtung erneuert und sparen jetzt 50 Prozent Energie. Vorher haben wir überlegt, ob wir die Leuchten konventionell oder mit LED-Technik bestücken. Wenn der Landkreis uns da künftig durch ein Klimaschutzkonzept Daten liefern könnte, wäre das sehr gut.“ Abschließend votierten die Politiker dafür, der Kreistag möge entsprechendes Geld für die Klimakonzepterstellung einplanen.

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