Erneut Dreharbeiten von Spiegel TV in Rotenburg

Über sehr junge Mütter

Erneut wurde im Mütterzentrum gedreht
 ©Rotenburger Rundschau

(r/ww). Ein Fernseh-Team von Spiegel TV drehte bereits im vergangenen Jahr für eine 45-Minuten-Dokumentation von "Spiegel TV-Extra“ im Mütterzentrum Rotenburg. Nun folgt Teil zwei.

Mitwirkende kommen aus der Gruppe Teeniemütter. Ziel der Journalistin und Autorin Antje Diller-Wolff ist ein realistisches Porträt sogenannter Teenagermütter. Sie beschreibt die Lebenswelt mit all ihren Problemen, in der sich Mädchen befinden, die Mutter werden oder es bereits sind. Das Filmteam begleitet nun seit fast zwei Jahren die Entwicklung der Mädchen und ihrer Kinder mit der Kamera. Zum Start der Dreharbeiten waren die drei jungen Frauen zwischen 15 und 17 Jahre alt. Antje Diller-Wolff filmte sie in ihrem Alltag mit den Babys. Sei es in der Schule, beim Einkaufen, bei Freunden, in der Familie – das Filmteam versuchte, ein umfassendes Bild des Alltages zu schaffen. Diller-Wolff recherchierte monatelang deutschlandweit, um geeignete Protagonistinnen für den Film zu finden. Neben dem Lebensmodell der Mädchen interessierten sie auch besonders Hilfsangebote und das Netz, das in solch schwierigen Situationen auffängt. Der Kontakt zu den Rotenburgern kam über die Hebamme Antje Jäger zustande, bei der sich die Journalistin meldete. Nach intensiven Vorgesprächen begannen Anfang 2008 die Dreharbeiten für den ersten Film, der im November 2008 mit großem Erfolg ausgestrahlt wurde. Mittlerweile wird der Streifen auch an Schulen gezeigt. In Schneverdingen hat sich nach dem Vorbild der Rotenburger Ehrenamtlichen von Simbav ebenfalls eine Teeniemüttergruppe im Mehrgenerationenhaus gegründet. Für Diller-Wolff ist es besonders spannend, die Mädchen über solch einen langen Zeitraum zu sehen: "Mittlerweile habe ich mehrere Schulabschlüsse begleitet, den Start in die Ausbildung beobachtet und die rasanten Entwicklungsschritte der Kinder dokumentieren können. Aus den Säuglingen sind Kleinkinder geworden“, so die Autorin. Eine Konstante bei den Dreharbeiten in Rotenburg ist Hebamme Antje Jäger, mit der Diller-Wolff ebenfalls die ganze Zeit Kontakt gehalten hat und die ihr als eine der Expertinnen für junge Mütter im Film stets Auskunft geben konnte. Die jungen Mädchen kämpfen sich mit viel Unterstützung durch ihren Alltag mit Baby oder Kleinkind. Allerdings, so die Erklärung, werde durch die Filme deutlich, dass sie eine Situation meistern, die nicht wünschenswert sei. Eine Teenager-Schwangerschaft sei keine Alternative zu Schulabschluss und Berufsausbildung. Kindergeld, Erziehungsgeld und gegebenenfalls Hartz IV machen nicht reich. Die Fördermittel decken nur die nötigsten Bedürfnisse ab. Die jungen Mütter müssen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse extrem einschränken. Daher sei es wichtig, dass ein Hilfsnetzwerk unterstütze – und dazu gehört auch das Mütterzentrum. Ein genauer Sendetermin für die 45-minütige Dokumentation steht noch nicht fest. Antje Diller-Wolff sammelt weiteres Material für ihren Film. Sie begleitet noch andere junge Mütter in Norddeutschland. Interessentinnen, die die Gruppe sehr junger Mütter besuchen möchten, wenden sich direkt an das Mütterzentrum, Telefon 04261/9438996. Ansprechpartnerin dort ist Antje Jäger.

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