Einweihung des ältesten Gebäudes nach aufwendiger Sanierung

Ab jetzt in neuem Glanz

Ernst-Ulrich Pfeifer (rechts) übernahm die Schlüsselgewalt übers Rudolf-Schäfer-Haus aus den Händen Detlef Eichingers Foto: Olthoff
 ©Rotenburger Rundschau

(fo). Rotenburgs ältestes Gebäude, das 1675 erbaute Rudolf-Schäfer-Haus in der Großen Straße, erstrahlt nach aufwendiger Sanierung in neuem Glanz. Das sorgte auch für strahlende Gesichter bei Vertretern der Stadt, des Rudolf-Schäfer-Vereins sowie der AG der Rotenburger Gästeführer, die dort jetzt ebenfalls beheimatet ist.

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Einweihung Rudolf-Schäfer-Haus Rotenburg

„Ich freue mich, dass wir heute bei bestem Wetter dieses bauliche Kleinod unserer Stadt seiner neuen Bestimmung übergeben können“, sagte Bürgermeister Detlef Eichinger. Im Juli 2010 hatte die Stadt das Gebäude zusammen mit dem Heimatmuseum vom damals aufgelösten Heimatbund übernommen. „Es ist kein einfacher Weg gewesen, bis wir heute das schöne Haus nach seiner Grundsanierung wieder einweihen können“, so Eichinger. „Denn das Gebäude war auf gut Deutsch total morsch und die Finanzierung der Sanierung musste auch erst geklärt werden.“ Immerhin betrugen die Renovierungskosten rund 360.000 Euro. Die Umbauarbeiten unter Federführung von Ines Stein vom Gebäudemanagement der Stadt und Architektin Bärbel Ebeling erfolgten in enger Absprache mit dem Rudolf-Schäfer-Verein, der das Gebäude mit Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen mit Leben füllen wird. „Seit Juli 2013 ist von Frau Stein und Frau Ebeling an alles gedacht worden, was unser Juwel zum heutigen Strahlen gebracht hat“, lobte der Bürgermeister. Davon, wie aufwendig die Renovierung war und welche Überraschungen im Verlauf zutage traten, berichtete Stein. Im Mittelpunkt habe die Sicherung des maroden Bauwerks gestanden, denn die Standfestigkeit des Hauses sei nicht mehr gewährleistet gewesen. Zum Bauantrag musste zusätzlich ein Änderungsantrag mit diversen Auflagen gestellt werden. Den größten Schaden hätte der Schwammbefall der Holzbalken ausgemacht. Die Wände wurden komplett saniert, Regen- und Dachentwässerung erneuert, Abdichtungs- und Dämmmaßnahmen durchgeführt sowie die Fenster teils erhalten, teils nach altem Vorbild neu angefertigt. Zum Schluss stellte sich heraus, dass auch der Fußboden saniert werden musste. „Alle Aufgaben wurden meisterlich gelöst“, freut sich Stein übers Ergebnis. „Ohne das umfangreiche Wissen der Handwerker wäre das nicht möglich gewesen.“ Stein bedankte sich bei den Handwerkern für ihr großes Engagement und die vielen geleisteten Überstunden. Für sie sei es keine alltägliche Arbeit gewesen, denn „sie haben ja nicht oft die Möglichkeit einer historischen Restaurierung in diesem Umfang“. Die Räume können nun quasi wieder getreu wie zu Lebzeiten Rudolf Schäfers präsentiert werden. Aber die Architektinnen hätten dabei Kompromisse eingehen müssen. Vieles von der alten Substanz ist unter einer neuen Verkleidung verschwunden. Besucher können allerdings durch ein kleines Sichtfenster im Foyer einen Blick auf die originalen Deckenbalken erhaschen. Mit der Übergabe eines handgeschmiedeten symbolischen Schlüssels übergab der Bürgermeister die Nutzung des Hauses in die Hände des Vorsitzenden des Rudolf-Schäfer-Vereins, Ernst-Ulrich Pfeifer. „Wir werden mit Hilfe der Mitbürger dieses Schmuckstück der Stadt weiter erhalten“, versprach Pfeifer freudestrahlend. „Wir bedanken uns, dass wir hier einen Standort haben, an dem so eine wichtige Architektur für die Stadt entstanden ist“, freute sich auch Gina Lemme-Haase für die AG Gästeführungen. Für die Einrichtung der Räume mit Werken und Exponaten wie dem Arbeitszimmer Rudolf Schäfers ist Künstlerin Jeanette Clasen verantwortlich. Die erste Ausstellung soll ab dem 28. Juni präsentiert werden. Als nächstes stehe noch die Gestaltung des Gartens auf dem Programm, um den sich das Ehepaar Looks ehrenamtlich kümmern möchte.

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