Deutscher Mühlentag findet Pfingstmontag, 9. Juni, auch im Landkreis Rotenburg statt

Aufmerksamkeit für die ältesten Maschinen

Die Wassermühle in Federlohmühlen nahe Kirchwalsede beteiligt sich auch am Aktionstag und bietet ein Rahmenprogramm an Foto: Archiv
 ©Rotenburger Rundschau

(r/sv). Weit entfernt, im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen, findet die offizielle Eröffnung des Deutschen Mühlentages statt. Schirmherr ist der ehemalige Bundesminister und Müllermeister Michael Glos. Aber auch im Landkreis Rotenburg öffnen am Pfingstmontag, 9. Juni, zahlreiche Mühlen und locken mit einem Rahmenprogramm interessierte Gäste an.

Die Öffentlichkeit soll an diesem seit 1994 jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür über die Bedeutung, Historie und Funktionen der ältesten Kraftmaschine der Menschheit informiert werden. Schließlich reicht die Geschichte der Wind- und Wassermühlen 2.000 Jahre zurück. Mehr als 160 Anwendungsbereiche konnten für Mühlen nachgewiesen werden. Neben der Verarbeitung von Getreide dienten Mühlen dem Sägen von Holz, Pressen von Öl, Stampfen von Flachs, Schöpfen beziehungsweise Pumpen von Wasser, als Antrieb für Schmiedehämmer, zum Schleifen und zur Papierherstellung. „Eine große Gefahr für Wassermühlen und Wasserkraftwerke stellt die momentane Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie dar. Diese verfolgt das Ziel, die lineare Durchgängigkeit der Fließgewässer sicherzustellen, also die Entfernung sämtlicher Querbauwerke in den Fließgewässern. Den alten Wassermühlen wird damit auf gesetzlicher Grundlage im sprichwörtlichen Sinne das Wasser abgegraben – für immer“, fürchtet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung. Im Landkreis Rotenburg öffnen am 9. Juni diese Mühlen ihre Pforten für Gäste: - Bademühlen, Wassermühle Bademühlen, Zum Badetal 13: eine private Wassermühle an der Bade (1542). Ein Wasserrad ist seit 1995 wieder vorhanden, 1999 wurde das Bauwerk komplett restauriert und ist voll funktionsfähig. Aktivitäten: Besichtigung, Führung, Mahlen, Mehlverkauf, Bewirtung. - Alfstedt/Bredemehe, Wassermühle De Möhl, Mühlenweg: Wassermühle mit Wasserrad, aber ohne Mahlgang. Aktivitäten: Von 12 bis 17 Uhr wird ein Angebot für die ganze Familie mit Bootsfahrten, Ponyreiten, Basteln, Angeln unter Anleitung, Bewirtung und Fotoausstellung organisiert. - Brockel, Windmühle Brockel, Bahnhofstraße 18: Dreistöckiger Galerieholländer (1860), 23 Meter hoch, vollständig erhaltenes Mahlwerk, ein Schrotgang, ein doppelter und zwei einfache Walzenstühle, eine Hammermühle. Von 1993 bis 1996 wurde das Denkmal renoviert, 2006 die Dampfmaschine wieder in Betrieb genommen. Aktivitäten: ab 10 Uhr Open-Air-Gottesdienst, danach wird die Mühle von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Dampfmaschine wird in Betrieb genommen und es finden Vorführungen statt. Als Imbiss gibt es ab 11 Uhr Getränke, Erbsensuppe, Würstchen, belegte Brötchen, Kaffee und Kuchen. - Eitzmühlen, Wassermühle Eitzmühlen, Eitze 4: Wassermühle, etwa 1300 erbaut, 1991 bis 1994 renoviert und seit 1998 mit einem Landfrauencafé in der Wassermühle. Aktivitäten: Besichtigung, Bewirtung ab 13 Uhr. - Elm, Windmühle Henriette, Elmer Landstraße 66: Einstöckiger Galerieholländer von 1871, mit Windrose und Segelflügeln; Achtkant und Kappe sind reetgedeckt. Restaurierter Deutz-Diesel-Motor aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, Mühlenspeicher mit Bäckerei- und Heimatmuseum. Aktivitäten: Führungen von 11 bis 18 Uhr, Kaffee und Kuchen ab 14 Uhr. - Federlohmühlen, Wassermühle Federlohmühlen, Federlohmühlen 1: renovierte 400 Jahre alte Wassermühle, mit wiederhergestelltem Mahlgang und neuem Wasserrad. Aktivitäten: Die Mühle öffnet von 11 bis 17 Uhr. Für Kinder wird Ponyreiten geboten, außerdem sind die Kirchwalseder Oldtimer-Freunde mit alten Treckern und Maschinen vor Ort. - Hellwege, Ernst-Franzen-Mühle, am Heimat- und Kulturhaus: Der Hellweger Mühlenhof beteiligt sich zum sechsten Mal am deutschen Mühlentag. Auf dem Gelände befindet sich eine funktionsfähige Motormühle aus dem Jahr 1930, ein Fachwerkspeicher von 1880, ein Backofen aus den 30er-Jahren und ein Sandsteinbrunnen. Kaffee und Kuchen werden am Tag der offenen Tür geboten, dabei ist auch Gebäck aus dem Mühlenhofofen. - Nartum, Motormühle Nartum, Am Brink: Die 1900 erbaute Hofmühle wurde 2005 vom Hof Eckhof an ihren jetzigen Standort Am Brink umgesetzt. Dabei wurde die Mahltechnik im Original übernommen und betriebsfertig instand gesetzt. Zwischen 1935 und 1947 wurde die Mühle zur Schrotung von Getreide zu Viehfutter genutzt. Für die Zukunft ist die Motormühle auch als Ort für kulturelle Veranstaltungen vorgesehen. Aktivitäten: Die Schrotung von Getreide wird vorgeführt, außerdem werden Kaffee und Kuchen gereicht. Der Heimatverein feiert sein zehnjähriges Bestehen. - Quelkhorn, Windmühle Quelkhorn, Am Mühlenberg 24: Erdholländer mit Segelbespannung, im Jahr 2000 renoviert und in gutem Zustand. Aktivitäten: Besichtigung, Führungen, Bewirtung, Verkauf von Demeter-Backwaren und Gemüse, Außerdem finden ein Flohmarkt und eine Tombola statt. Kinderaktivitäten und Kunsthandwerk werden angeboten. Umrahmt wird das Programm von Musik und einem Second-Hand-Markt. - Scheeßel, Wassermühle Scheeßeler Mühle, Mühlenstraße 43: erstmalige Erwähnung 1507, letzter Neubau 1830 mit zwei unterschlächtigen Wasserrädern und vier Mahlgängen. Anschließend verschiedene Erweiterungen. 1884 und 1891 Einbau zweier Francis-Turbinen mit 45 beziehungsweise 30 KW Leistung. Heute besitzt die Mühle fünf Schrotgänge, einen Backschrotgang, vier Rohrmischmaschinen, eine Hammermühle und eine Saatgutreinigungsanlage (alles betriebsbereit). Ferner wird eine komplette Vier-Passagen-Feinmehlmühle mit Reinigung (Aspirateur, Trieur, Schälmaschine, Bürstmaschine), einer Quetsche mit Sechskantsichter, zwei Walzenstühlen, einem Ausmahlgang sowie einem vierteiligem Plansichter restauriert. Aktivitäten: Flohmarkt von 10 bis 17 Uhr – Aufbau ohne Voranmeldung ab 9 Uhr. In der Wassermühle demonstriert Jan Müller-Scheeßel historische Maschinen und die Funktionsweise der Mühle. Hobbyhistoriker und Technikbegeisterte kommen auf ihre Kosten, aber auch Kinder sind willkommen. Auf sie wartet ein abwechslungsreiches Programm. Ein besonderer Programmpunkt ist der Auftritt des Männerchors Scheeßel. Auch die Beeke-Löwen, Unterstützer des Kinderhospizes Löwenherz, und der Nabu Rotenburg sind mit Infoständen anwesend. Wer sich stärken möchte, kann ebenfalls einen Imbiss einnehmen. - Selsingen, Windmühle Elisabeth, Hauptstraße: Galerieholländer, Wiederaufbau des Gebäudes 1981 bis 1983, die Technik drinnen ist reparaturbedürftig; Flügel, Antriebswelle, Königswelle und Mahlgang sind vorhanden, Antrieb durch Elektromotor. Aktivitäten: Besichtigung, Führungen, Bewirtung. - Sittensen, Wassermühle Sittensen, Mühlenstraße 8a: Die Sittensener Mühle ist eine Wassermühle, die direkt an der Oste und an dem angrenzenden Mühlteich liegt. Sie hat ein unterschlächtiges Wasserrad, das die voll funktionsfähige Mühlentechnik antreibt. Die Mühle stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ein Handwerkermuseum sowie das Standesamt und das Touristikbüro befinden sich im Mühlengebäude. Aktivitäten: Vorführungen und Erklärung der Wassermühle. - Stuckenborstel, Wassermühle Stuckenborstel, Mühlenstraße 26: Wassermühle mit unterschlächtigem Wasserrad, der Fachwerkbau stammt von 1790 und wurde 1994 vollständig restauriert; zwei Schrotgänge, ein Sichter, Mischmaschine und drei Elevatoren. Aktivitäten von 11 bis 17 Uhr: Demonstration des Mühlenbetriebes ohne Getreidevermahlung, Besichtigung, Führungen, Bewirtung. Außerdem spielt eine Musikgruppe auf. - Westervesede, Windmühle Westervesede, Finteler Straße 19: Die 15,5 Meter hohe Galerie-Holländer-Mühle aus dem 19. Jahrhundert war bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine reine Kundenmühle. Dort wurde das Korn der Wester- und Osterveseder sowie Deepener Bauern gereinigt, geschält, gequetscht und gemahlen. Im März 1946 zerstörte ein Sturm die Flügel so schwer, dass ein Wiederaufbau unmöglich war und die Mühle auf Stromantrieb umgerüstet wurde. Aktivitäten: Führungen finden statt, im Mühlencafe gibt es Kaffee und Kuchen. Außerdem werden Bratwurst, Getränke und Suppe serviert. Eine Malerin stellt aus und beim Flohmarkt kann gefeilscht und gestöbert werden.

Martinsfest in Oyten
Martinsfest in Oyten
Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

13.11.2017

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