Das Leben und Wirken der Honig- und Wildbienen im Fokus - Von Wibke Woyke

Rotenburg summt

Betonen die Wichtigkeit von Honig- und Wildbienen: Günter Stecher, Anja Schulenberg, Elisabeth Quentin und Manfred Radtke (von links) Foto: Woyke
 ©Rotenburger Rundschau

In der Wümmestadt soll’s kräftig summen – das wünscht sich der örtliche Arbeitskreis Bienen. Und daher sind diverse Projekte und Aktionen fürs kommende Jahr in Vorbereitung, um auf die Wichtigkeit von Honig- und Wildbienen aufmerksam zu machen.

Seit geraumer Zeit ist die Stadt Rotenburg Mitglied im Verein Kommunen für biologische Vielfalt. Jene Mitgliedschaft mit Leben zu füllen, dazu möchte der Arbeitskreis Bienen beitragen. Welche Ideen es bereits gibt, darüber informierten die AK-Mitglieder Elisabeth Quentin (Stadt), Anja Schulenberg (Umweltbildungszentrum), Günter Stecher (Vorsitzender des Imkervereins Rotenburg) sowie Manfred Radtke (Vorsitzender BUND Rotenburg). Gemeinsam haben sie eine Liste an Vorschlägen erarbeitet, was wie umgesetzt werden könnte. Dabei orientieren sie sich beispielsweise an der bundesweiten Initiative Deutschland summt. Die möchte Aufmerksamkeit für die Biene, die Stadtnatur und die Abhängigkeit von einem funktionierenden Ökosystem schaffen. „Die Bienen als die wichtigsten bestäubenden Insekten nehmen hierbei eine Schlüsselrolle ein. Und ihnen geht es nicht gut: Monokulturen, Pestizide, Flächenverluste, Krankheiten und Schädlinge machen ihnen zu schaffen. Und ohne Bienen steht es schlecht um unsere Ökosysteme, die Biodiversität und letztlich um uns Menschen. Deswegen geht es uns in einem ersten Schritt darum, eine größere Wertschätzung der Biene zu erreichen“, heißt es erklärend von der Initiative. Diverse Städte wie Berlin und Hamburg machen bereits mit. Und so soll’s nun auch in der Wümmestadt werden – Stichwort: Rotenburg summt. Die Wichtigkeit der Honig- und Wildbienen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken und so die Verbindung zur Natur stärken – das haben sich Stadt, Umweltbildungszentrum, Imkerverein und BUND als ein Ziel auf die Fahne geschrieben. Weitere Vereine und Initiativen können ebenfalls dazukommen und sich einbringen. Was kann nun konkret getan werden? Flyer und Info-Materialien könnten entstehen. Zudem, so eine Idee, ist es denkbar, dass der Rotenburger Umweltpreis, der 2015 wieder ausgelobt wird, unter dem Schwerpunkt insektenfreundlicher Garten steht – denn jeder Privatmensch, jede Firma, jede Kommune könne mit der bienengerechten Anlage von Gärten und Beeten zur Verbesserung der Lage der Insekten beitragen. In diesem Zusammenhang sollte auch darauf geachtet werden, dass Gehölz- und Heckenpflanzungen der Stadt die Anforderungen von Bienen erfüllen. Imker-Schulungen und Wildbienen-Partnerschaften sind weitere Stichworte, die auf dem Zettel des Arbeitskreises stehen. Zudem ist geplant, die Wanderausstellung „Honigbiene und ihre wilden Verwandten“ nach Rotenburg zu holen, die von der Initiative Berlin summt zusammengestellt wurde. Für Schulen wäre eine Ausleihe von Bienenkoffern denkbar. Und auch das Thema Stadtimkerei und ihre Hintergründe könnte einbezogen werden. Das Kinderferienprogramm 2015 hat der AK ebenfalls im Blick und könnte sich den Bau von Wildbienen-Nisthilfen vorstellen – denn viele im Handel erhältliche Exemplare seien ungeeignet, so Radtke. An den Schulen könnte der Bau solcher Nisthilfen ebenfalls erfolgen. Was wie und mit wem umgesetzt wird, darüber macht sich der Arbeitskreis nun Gedanken. Fest steht bereits, dass es zum Auftakt im kommenden Frühjahr einen Vortrag geben soll – und zwar mit Otto Boecking, einem Fachmann vom Bieneninstitut Celle.

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