BUND: Umweltverträglichkeitsprüfung reicht nicht aus

„Fracking bleibt Fracking“

30.05.2014
Manfred Radtke von der BUND-Gruppe Rotenburg
Manfred Radtke von der BUND-Gruppe Rotenburg
 ©Rotenburger Rundschau

(r/ww). „Die Beschlüsse der niedersächsischen Landesregierung zur Erdgasgewinnung gehen dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland nicht weit genug. Das Ziel, für die Erdgasgewinnung durch Fracking künftig Umweltverträglichkeitsprüfungen vorzuschreiben, gibt keine Sicherheit.“ Das erklärt Manfred Radtke vom BUND Rotenburg.

Die Tatsache, dass Fracking zur Gasgewinnung aus unkonventionellen Lagerstätten derzeit nicht genehmigt werden soll, ist aus Sicht des BUND Rotenburg nur eine Beruhigungspille. Gerade die Menschen in unserer Region wissen um die Bedeutung der Rotenburger Rinne und die Qualität unseres Trinkwassers. Dessen Schutz als wertvollstes Lebensmittel muss oberste Priorität haben. Auch bei der Gewinnung von Gas aus der konventionellen Lagerstätte Sandstein gibt es Risiken. Dass die Förderung des sogenanntes Tightgases unter Verwendung von giftigen Stoffen absolut sicher ist, kann niemand garantieren.“ Da helfe auch keine Umweltverträglichkeitsprüfung, für die es bisher nicht einmal wissenschaftlichen Grundlagen gebe. Radtke: „Ich hatte vor einigen Wochen die Möglichkeit, die Bedenken der Menschen in unserer Region gegen jede Art von Fracking in der zuständigen BUND-Arbeitsgruppe vorzutragen. Ich freue mich, dass unsere Landesverband eindeutig Position bezogen hat. Die Tatsache, das in Niedersachsen zwar seit mehr als 30 Jahren gefrackt wird, Umweltfolgen bisher aber nicht aufgetreten sind, besagt wenig. Es kann Jahrzehnte dauern, bis die giftigen Stoffe im Trinkwasser ankommen. Dann ist es zu spät, denn was in die Tiefe verpresst wurde, kann nicht mehr zurückgeholt werden.“

-0.0805509090424 sec