Borco Höhns erhält ersten Rotenburger Wirtschaftspreis

Vom Kleinbetrieb zum Marktführer

Der erste Rotenburger Wirtschaftspreis ging an die Borco Höhns-Geschäftsführer Lothar Geißler und Ingo Humbach (Mitte). Überreicht wurde die Trophäe von Reinhard Krüger (Sparkasse, links), Uta Scholz (erste Stadträtin) und Norbert Behrens (Wirtschaftsforum, rechts). Das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro geht an den Verein Aktion Rotenburger Sorgenkinder
 ©Rotenburger Rundschau

(af). "So voll war der Ratssaal schon lange nicht mehr“, bemerkte Bürgermeister Detlef Eichinger angesichts der vielen gut gefüllten Stuhlreihen. Das Publikum indes hatte sich zu Ehren des noch geheim gehaltenen Würdenträgers in Schale geschmissen. So kam ein kleines bisschen Oskar-Atmosphäre auf bei der Verleihung des ersten Rotenburger Wirtschaftspreises. "Mit dieser Auszeichnung möchten wir die Leistungsstärke und Vielfalt unserer heimischen Wirtschaft präsentieren und ein Unternehmen ehren, das durch sein herausragendes Wirken ein besonders positives Image für den Wirtschaftsstandort Rotenburg geschaffen hat“, sagte Eichinger in seiner Begrüßungsansprache.

Eine Trophäe für verdiente heimische Unternehmer: Norbert Behrens, Chef des Rotenburger Wirtschaftsforums, blickte zurück auf die noch junge Geschichte des Preises: Vor acht Jahren wurde der Gedanke im Rahmen der Stadtkonzeption geboren. Vor etwa einem Jahr belebten der örtliche Unternehmerverband, die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde und die Stadt die Idee neu. Jetzt soll der mit 1.000 Euro sowie einer Statue dotierte Preis im zweijährigen Rhythmus verliehen werden. Die Skulptur ist eine Miniatur des Stadttors (Behrens: "Rotenburgs modernes Wahrzeichen“) und wurde wie diese vom Künstler Werner Ratering geschaffen. Das Preisgeld soll vom Sieger an eine gemeinnützige Einrichtung weitergereicht werden. Bilanz der ersten Ausschreibung: "17 Unternehmer sind vorgeschlagen worden oder haben sich selbst beworben“, sagte Behrens. "Alle Einreichungen waren qualifiziert. Deswegen gratulieren wir heute auch den 16 Nichtgewinnern ausdrücklich.“ Das Geheimnis um den Sieger 2008 lüftete Reinhard Krüger, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde: Der Verkaufsfahrzeuge-Hersteller Borco Höhns hatte in den Augen der Jury die Vergabekriterien am überzeugendsten erfüllt. Damit zeichneten die Preisstifter eine Firma aus, die 1954 mit drei Mitarbeitern gegründet worden war und heute mit 300 Angestellten einen Jahresumsatz von 45 Millionen Euro erzielt. "Dazwischen liegt eine bemerkenswerte Unternehmensgeschichte“, sagte Krüger. Von einer Fabrik für Agrar- und Pkw-Anhänger entwickelte Borco Höhns sich zum Marktführer für rollende Verkaufsgeschäfte. Seit 1960 produziert die Firma in Rotenburg. Tochterunternehmen sind Seba Borco-Höhns (seit 1991) und Tamhart (seit 2003). 12.000 Borco-Höhns-Fahrzeuge seien auf deutschen Wochenmärkten unterwegs, sagte Krüger. Rund 5.000 Kunden und Interessenten besuchten jährlich das Unternehmen, das auch als Ausbildungsbetrieb eine wichtige Rolle spiele. Dabei hob Krüger die Verdienste des Rotenburger Ehrenbürgers Hinrich Heineke hervor, der 40 Jahre lang die Geschicke des Unternehmens gelenkt habe. Er war bei der Verleihung anwesend. "Ich hoffe, dass Sie uns den Preis gönnen – ich gönne Ihnen dafür den nächsten“, meinte Borco-Höhns-Geschäftsführer Lothar Geißler in seiner kurzen Dankesrede, nicht ohne die Initiatoren zu loben: "Wir haben gemerkt, wie viele Ideen bei der Ausarbeitung der Bewerbung zusammengekommen sind. So eine Auszeichnung bringt schon was.“ Geißlers Partner Ingo Humbach nannte die Auszeichnung eine Verpflichtung und versprach, dass das Unternehmen sich weiterhin für den Standort einsetzen werde. Apropos Standort: Bürgermeister Eichinger hatte in seiner Rede den Wirtschaftsstandort Rotenburg für seine "gute und solide Infrastruktur“, die "breit gefächerte Palette von Dienstleistungsunternehmen und Gewerbebetrieben“ sowie die Angebote in den Bereichen Erziehung, Bildung. Sport, Kultur und Medizin in den höchsten Tönen gelobt. Auch die Rotenburger Werke und die Bundeswehr hob er als Standortfaktoren hervor. Als vorbildliches Beispiel für die Entwicklung der Wümmestadt nannte er das Gewerbegebiet Hohenesch. In diesem Zusammenhang warb Eichinger für den "bedarfsgerechten Ausbau“ des Flugplatzes und wünschte sich, dass Rotenburg zum "Heimatflughafen der Geschäftsflieger im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover“ werde.

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