AG Osteland präsentiert neues und siebtes Buch

Suche nach dem Genuss

24.10.2013
Auch an der Oste gibt es noch Gänse in Freilandhaltung
Auch an der Oste gibt es noch Gänse in Freilandhaltung
 ©Rotenburger Rundschau

(r/sv). Dass nicht nur die Liebe sondern auch die Region zwischen Elbe und Weser durch den Magen geht, das will die AG Osteland mit ihrem mittlerweile siebten Buch beweisen. Dabei handelt es sich um einen farbigen Lese- und Kunstband über die kulinarische Landschaft entlang der Oste.

Kunst und Genuss am Ostefluss. Das ist der Titel des 224-Seiten-Werkes, das Jochen Bölsche, Vorsitzender der AG Osteland, nun vorab vorstellte. Rund 20 Autoren aus dem Elbe-Weser-Dreieck haben sich angesichts der zunehmenden Industrialisierung der Nahrungsmittelproduktion „auf die Suche nah dem verlorenen Genuss“ begeben. Der Mitherausgeber, Autor, Maler und Ostepreisträger Wolf-Dietmar Stock hat zu jedem Kapitel einschlägige Werke heimischer Künstler der klassischen Moderne gesammelt und vorgestellt. Die Namen der im Buch vertretenen Maler reichen von Diedrich Rusch – von ihm stammt das Titelbild – über Karl Otto Matthaei bis hin zu Hugo Friedrich Hartmann, dessen Bild Schweinebucht als Reminiszenz artgerechter Tierhaltung interpretiert wird. Dass der längste Nebenfluss der Niederelbe ein Fluss der Genüsse ist, hat die AG Osteland schon in früheren Jahren mit gleichnamigen Exkursionen etwa zu Krabbenfischern und Obstbauern unter Beweis gestellt. Zu der Reihe der nun porträtierten Genuss-Produzenten aus dem Osteland zählen ein Koch und ein Hausschlachter, ein Milchschaf- und Stattelschweinzüchter, ein Obstpresser, ein Apfelanbauer, ein Nudelmanufakturant, ein Holunderplantagenbesitzer, eine Pilzberaterin, ein Landmolkereidirektor, ein Vorzugsmilchhersteller, ein Apfelexperte, ein Landhuhnhalter und ein Kürbisanbauer. Die Bandbreite der Produkte reicht vom einst begehrten Oste-Kaviar, der mit der Ausrottung des Störs verschwunden ist, bis hin zum Rassegeflügel aus Freilandhaltung oder vom Aussterben bedrohten Kartoffelsorten. Offiziell wird das Buch am heutigen Sonntag in Osten vorgestellt. Verbunden ist die Buchvorstellung, wie Verleger Stock verrät, mit der Verleihung eines Ordens am Bande, der eine Salatschnecke zeigt und den die Beteiligten überreicht bekommen, „für Verdienste auf der Suche nach dem verlorenen Genuss“, wie es heißt. Zugegen sein werden neben den interviewten Personen auch einige der Autoren.

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