CDU Oyten: Mitglieder wählen Schimansky zum neuen Vorsitzenden

Uwe Wappler nimmt seinen Hut

(stj). Über einen langen Atem verfügten die Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes während der außerordentlichen Versammlung, die einzig und allein eine Frage klären sollte: Bleibt Uwe Wappler weiterhin Vorsitzender der Oytener Christdemokraten oder nicht? Kurz nach 23 Uhr stand fest: Er bleibt es nicht. In einer Kampfabstimmung musste er sich dem Votum derer beugen, die ein Ende der schon seit Monaten anhaltenden Streitereien unter seiner Führung nicht gewährleistet sehen.

Der wegen seines Führungsstils heftig unter Beschuss geratene Wappler bezog ausführlich Stellung gegen die Vorwürfe aus den eigenen Reihen, unter anderem gegen das als "vorauseilenden Gehorsam" gewerteten Verhaltens gegenüber dem Vorsitzenden der Oytener Selbständigen, Friedhelm Höper. Der öffentliche Brief des ehemaligen Pressesprechers der CDU, Dieter Hajek, an Höper sei zwar in der Sache richtig gewesen, allerdings im Ton verfehlt. Außerdem sei das Vorgehen gegen Höper mit dem CDU-Geschäftsführer Bodo Becker und dem Fraktionsvorsitzenden Kurt Meier abgesprochen gewesen, "nicht aber mit dem Vorsitzenden oder einem meiner Vertreter", bemängelte Wappler. Dieter Hajek wiederum brachte auf den Punkt, worum es den Kritikern Wapplers hauptsächlich geht - weniger um politische Inhalte, sondern viel mehr um persönliche Differenzen. Hajek: "Es geht heute Abend überhaupt nicht um den Wehlacker oder Herrn Höper, es geht um deine Person, Uwe." Wappler hätte die Neigung, interne Zwistigkeiten in der Öffentlichkeit schönzureden. "Wir sind schon lange keine Familie mehr", reagierte Hajek auf die zuvor geäußerte Vorstellung Wapplers vom gegenwärtigen Zustand der Oytener CDU. Auch Heiner Plenge, Ortsverbandsvorsitzender in Bassen, appellierte an die Mitglieder, Wappler das Mißtrauen auszusprechen, damit der Vorstand neu gewählt werden könne. "Wir sind keine Angestellten oder Rekruten des Vorsitzenden, der an seinem Stuhl klebt", so Plenge wörtlich. Der sichtlich um Fassung bemühte Wappler zog die Konsequenzen und stellte sich dem Votum. Die sich anschließende Abstimmung ergab bei einer Enthaltung 23 Ja- und 23 Nein-Stimmen. Zuvor hatte er angedeutet, er werde zurücktreten, wenn er keine einfache Mehrheit hinter sich bringen könne. Wappler trat folglich zurück, stellte sich bei der sich anschließenden Vorstandswahl aber wieder für die Wahl zum ersten Vorsitzenden. Ergebnis: Er erhielt 20 Stimmen und damit vier weniger als Detlef Schimansky, der sich zuvor für den Posten angeboten hatte. Aufrechten Ganges war der Verlierer der Wahl der erste, der dem neuen Gemeindeverbandsvorsitzenden zu seinem Erfolg gratulierte. Schimansky zeigt sich dennoch nicht zufrieden mit der Situation und betonte, dass er seinen Stuhl wieder räumen werde, sofern die Parteimitglieder künftig nicht an einem Strang ziehen sollten. Es helfe nicht, dass Problem auszusitzen. Schimansky bedauerte, dass "Uwe Wappler das Schiff CDU an die Wand gefahren" habe. "Das Entscheidende war, dass du die juristische Auseinandersetzung mit Friedhelm Höper beendet hast, ohne das Anliegen mit dem Vorstand abzustimmen", so Schimansky zu Wappler.

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