Exxon Mobil informiert über Bohrstelle in Söhlingen

Z 16 vorgestellt

Die Mitarbeiter von Exxon Mobil führten ihre Gäste in vier Gruppen über die Bohrstelle
 ©Rotenburger Rundschau

Das Unternehmen Exxon Mobil hatte die Bevölkerung und Kommunalvertreter zu einer Info-Veranstaltung auf das Gelände der neuen Erdgasbohrstelle in Söhlingen eingeladen. "Jeder soll wissen, was wir hier machen“, sagt Norbert Stahlhut, Leiter Unternehmenskommunikation.

Mehr als 50 Interessenten beteiligten sich an den Werksführungen, die in vier Gruppen stattfanden. Laut Stahlhut zeigten sie sich von der Technik begeistert. Zu Beginn gab Stahlhut ein paar statistische Zahlen bekannt: "Jeder fünfte Kubikmeter Erdgas wird in Deutschland produziert, 90 Prozent davon in Niedersachsen.“ Dass die Ressourcen endlich sind, ist altbekannt. Vor zehn Jahren wurde eine neue Technik entwickelt, um Reserven zu erschließen. Ein Verfahren ist die horizontale Bohrung. So wird in Söhlingen bis auf 2.600 Meter senkrecht in die Erde gebohrt. Dann geht es in einem flachen Radius 1.500 Meter in südwestlicher Richtung weiter, bis zum sogenannten Dethlinger Sandstein. In dieser relativ dünnen Gesteinsschicht in rund 4.800 Metern Tiefe ist der begehrte Brennstoff eingelagert. Anhand von Messinstrumenten am Bohrkopf stellen die Fachleute sicher, dass der Bohrer der Lagerschicht in horizontaler Richtung folgt. Nun wird eine gelartige Flüssigkeit mit Stützsand mittels Druck in das Bohrloch eingespült, so dass in dem porösen Lagergestein an mehreren Stellen Risse entstehen. Und zwar so lange, bis genügend Druckstellen entstehen, damit wirtschaftlich produziert werden kann. Stahlhut führt aus, dass etwa 15 bis 20 Jahre Erdgas gefördert werden kann. Die Bohrung wird etwa 140 Tage dauern. Dann wird das Gas über Rohrleitungen abtransportiert. Wenn der Druck nachlässt, werden an zentralen Stellen Kompressorstationen errichtet, die das Erdgas erneut verdichten. Eine dieser Stationen befindet sich zum Beispiel in Bellen. Nach der Führung stellte Stahlhut den Gästen im Landgasthaus Meyer das Unternehmen vor. "Ich freue mich, dass so viele Nachbarn gekommen sind“, sagte der Diplomingenieur. "Wir sind stets bemüht, gute Beziehungen zu den Bürgern aufzubauen.“ Um die Belästigung für die Anwohner in Grenzen zu halten, wurden rings um die Bohrstelle große Lärmschutzwände aufgestellt. Auch bei der Standortwahl wurde auf die Belange der Anlieger Rücksicht genommen.. Die optimalste Stelle für Z 16 wäre mitten auf der Söhlinger Straße gewesen.

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