Bürgerinitiative fordert Stopp der Fackelarbeiten

Offener Brief an Lies

(r/hm). In einem offenen Brief fordert jetzt die Bürgerinitiative für Gesundheit Hemslingen/Söhlingen den Stopp der Fackelarbeiten an der Erdgasfördersonde Söhlingen Z16.

In dem Brief, der an den niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies, an Umweltminister Stefan Wenzel, den Präsidenten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Andreas Sikorski, und den Vorstandvorsitzenden von Exxon Mobil Deutschland, Oliver Kalkofen, gerichtet ist, wird alternativ eine Luftschadstoffmessung verlangt. „Wir nahmen mitten im Dorf in unserem Garten in etwa 300 Meter Entfernung Rauchgase wahr. Wir wollen, dass diese Umweltbelastung in unserer Heimat endlich gestoppt wird“, erregt sich die Söhlinger Bürgerin Elke van Mil. „Nach den schlechten Erfahrungen beim Abfackeln im Söhlinger Gasfeld Anfang April und Anfang Juni, wobei einige Bürger metallischen Geschmack im Mund wahrnahmen sowie über Kopfschmerzen und Übelkeit berichteten, gehen wir davon aus, dass beim Abfackeln mehr Luftschadstoffe freigesetzt werden, als gemäß Bundesimmissionsschutzgesetz zulässig sind“, heißt es in dem Schreiben. „Wir fordern, dass durch das LBEG Luftschadstoffmessungen unverzüglich durchgeführt werden. Dieses wurde auch im Juli durch den Kreistag des Landkreises Rotenburg gefordert. Die Bürgerinitiative für Gesundheit Hemslingen/Söhlingen befürchtet, dass durch das Abfackeln des Rohgases krebserzeugendes Benzol und Quecksilber freigesetzt werden, was die Bodenuntersuchungen im nahen Umfeld der Erdgasförderanlagen belegen“, fasst Sprecherin Silke Döbel zusammen.

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