Krebsfälle: 700 Fragebögen wurden zurückgeschickt

„Wir hoffen, dass das nun so weitergeht“

Dirk Eberle und Dr. Frank Stümpel wohnen in der Samtgemeinde Bothel und füllen ihre Fragebögen direkt nach dem entsprechenden Pressetermin im Rathaus aus Foto: Voigt
 ©Rotenburger Rundschau

(sv). „Ich appelliere an alle angeschriebenen Bürger, an der Umfrage teilzunehmen. Es geht nicht darum, alte Wunden aufzureißen, sondern die Ursache für die erhöhte Krebsrate zu finden“, sagt Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle.

Er füllte, gemeinsam mit dem ebenfalls in der Samtgemeinde wohnhaften Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Stümpel, als einer der ersten den Fragebogen aus, mit deren Hilfe der Grund für die Krebsfälle gefunden werden soll. Stümpel weist darauf hin, dass sich ausdrücklich nicht nur an Blutkrebs erkrankte, sondern auch gesunde Menschen beteiligen sollen: „Nur wenn wir einen großen Datenpool haben, können wir die Ergebnisse statistisch auswerten.“ Und das scheint zu funktionieren. Bis einschließlich Dienstag sind knapp 700 ausgefüllte Fragebögen beim Rotenburger Gesundheitsamt eingegangen. „Das ist schon relativ gut. Wir wollen zwar 6.970 Rückläufer haben, aber wir hoffen nun, dass das so weitergeht“, so Stümpel gegenüber der Rundschau. Der Amtsarzt fügte hinzu, dass ihn bislang auch einige Anrufe bezüglich der Umfrage in Bothel erreicht haben: „Dabei ging es aber nur um Verständnisfragen.“ Mitte September ergab eine Untersuchung des epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN), dass in der Samtgemeinde Bothel Männer häufiger an Blutkrebs erkranken als statistisch erwartbar wäre („Erhöhte Krebsrate in Bothel“, www. rotenburger-rundschau.de). Angestoßen worden war die Untersuchung von Bürgern aus Hemslingen und Söhlingen, die ein vermehrtes Auftreten von Krebsfällen in ihrer Region beobachtet haben wollten. Sie bringen die Auffälligkeit mit der Erdgassuche in Verbindung. Ob dies tatsächlich der Hintergrund ist, sollen weitere Untersuchungen in den nächsten Wochen und Monaten ergeben. Die Abfrage beim EKN soll gleichzeitig auch auf die umliegenden Gemeinden – auch die Samtgemeinde Neuenkirchen im Heidekreis – ausgeweitet werden.

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