Dirk Eberle in Berlin: Idee für Bohrstellennachnutzung

Wärme nach Gasförderung

Dirk Eberle im Bundestag mit Vize-Kanzler Siegmar Gabriel
 ©Rotenburger Rundschau

(r/sv). Mit einer neuen Idee zur Nutzung der zahlreichen Tiefbohrungen in der Samtgemeinde Bothel besuchte der dortige Bürgermeisterkandidat Dirk Eberle unter Vermittlung des SPD-Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin.

Eberles Idee: Wenn eine Tiefbohrung für die Erdgasgewinnung nicht mehr genutzt wird, könnte man die teure Bohrung zur Gewinnung von Erdwärme nachnutzen, anstatt sie zu verfüllen oder dort Lagerstättenwasser zu verpressen. Die unmittelbare Nähe so mancher Bohrstelle zu den Ortschaften der Samtgemeinde könnte dafür wegen kleiner Leitungsnetze und weniger Wärmeverlusten von Vorteil sein. Außerdem wären die geologischen Rahmenbedingungen bereits bekannt und die hohen Investitionskosten und das Risiko für die Bohrung fielen nicht an. Dr. Peer Hoth ist Leiter des Referats für Mineralische Rohstoffe und Geowissenschaften, Abteilung Industriepolitik und zeigte sich von der Idee angetan. Er erklärte, dass es in Deutschland bisher nur eine ähnliche Anlage im Betrieb gebe, bei der über eine Tiefensonde Wärme aus einer ehemaligen Erkundungsbohrung gewonnen wird, dass das aber technisch durchaus möglich sei und diese Anlage auch wirtschaftlich arbeite. Hoth bot seine Unterstützung für die weiteren erforderlichen Schritte an: Zunächst sollte ein mit der Thematik vertrautes Ingenieurbüro mit einer überschlägigen Kosten-Nutzen-Analyse betraut werden. Auch die Unterstützung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) wäre dabei hilfreich. Hoth empfahl, anschließend mit den Eigentümern der Bohrstellen Kontakt aufzunehmen und deren Interesse und die Durchführbarkeit auf der Grundlage der ersten Daten zu hinterfragen. Eberle hofft, dass Unternehmen wie Exxon Mobil Interesse an einer solchen Unternehmung haben, weil es mit einem von der breiten Bevölkerung positiv bewerteten und der Region unmittelbar nutzenden Projekt den negativen Schlagzeilen der vergangenen Monate entgegenwirken könnte. „Ich stelle mir eine Betreiber-Gesellschaft vor, in der neben Exxon die Samtgemeinde als größerer Teilhaber, aber auch die Bürger der Region beteiligt sein sollten. Das steigert die Akzeptanz des Vorhabens noch weiter“, so Eberle. Hoth konnte für das Vorhaben auch finanzielle Unterstützung in Aussicht stellen – entsprechende Förderprogramme gebe es im Ministerium. Eberle zeigte sich über den Zuspruch erfreut und versprach: „Als Bürgermeister der Samtgemeinde könnte ich diese Idee mit größerem Gewicht und Einfluss bei den Firmen und Behörden weiter voranbringen und einen neuen Gesprächsfaden mit Exxon knüpfen.“ Am Ende seines Besuchs traf Eberle mit dem zuständigen Minister und Vize-Kanzler Siegmar Gabriel zusammen, der sich ebenfalls über das Vorhaben informierte.

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