Bis 31. August in Fischerhude: Otto Modersohn, Frühwerk 1884 – 1889 - Von Uwe Lehmann

Die intensivste Ausstellung

Otto Modersohn, Felssteine bei Schierke, 1886
 ©Rotenburger Rundschau

„Ich muss meine Ideen, Gedanken, Poesien, mein künstlerisches und besonders malerisches Gefühl frei walten lassen.“ In dieser Überzeugung beginnt Otto Modersohn, 1865 in Soest geboren, sein künstlerisches Schaffen, das der Größe der Natur gewidmet ist. Immer wieder umkreist er dieses Grundsatzprogramm in seinen Tagebuch-Eintragungen. Eine umfassende Ausstellung zum Frühwerk der Jahre 1884 bis 1889 im Otto-Modersohn-Museum Fischerhude bietet jetzt die Gelegenheit, den Werdegang des Malers nachzuvollziehen.

Fast 100 Gemälde, mehr als 50 Zeichnungen und 35 Skizzenbücher mit selten gezeigten Werken geben dafür reichlich Material – eine Ausstellung, die Antje Modersohn-Noeres in ihrer Begrüßung ausdrücklich als „die intensivste, die wir bisher überhaupt hatten“ bezeichnete. Die im Titel der Ausstellung genannten Jahre 1884 und 1889 markieren wichtige Eckpunkte: 1884 begann der 19-Jährige seine Ausbildung an der Düsseldorfer Akademie, im Juni 1889 kamen er und der Studienfreund Fritz Mackensen nach Worpswede (Hans am Ende stieß wenig später hinzu). Und als Otto Modersohn dann das „erlösende Wort“ sprach, war das die Gründung der Malerkolonie. Deren 125-jähriges Bestehen wird nunmehr mit Veranstaltungen begangen, und die Ausstellung in Fischerhude ist ein wichtiger Beitrag dazu. „Fort mit den Akademien (...). Die Natur ist unsere Lehrerin, und danach müssen wir handeln“, hieß die Devise Modersohns für die junge Künstlerkolonie, es war zugleich die Hinwendung zur Landschaftsmalerei. Anders als die Landschaft um Münster, wohin die Eltern Modersohns 1874 gezogen waren, beeindruckte den jungen Maler die Weite der Moorflächen: „Alles so weit und groß, wie am Meer.“ Statt kleinteiliger Landschaftseindrücke fand er „eine Einheit von Ausdehnung, Farbigkeit und Lichtstimmung“, so Professor Erich Franz, Münster, in seiner informativen und sorgfältig interpretierenden Einführung, fand er „atmosphärische Stimmungen, die seinem Ziel einer malerischen Gefühlsaufladung besonders entgegenkamen“. Als Ziel notiert Modersohn: „Im Unscheinbaren, Schlichten das Schöne, Tiefe, Reiche sehen, nicht im Effekt.“ In der gelungen gegliederten Ausstellung mit einer durchdachten und aufwendig gestalteten Abfolge von Zeichnungen und Gemälden, ergänzt durch Vitrinen mit Skizzenbüchern und Tagebuch-Eintragungen, lässt sich das eindrücklich nachvollziehen. Modersohn war in besonderem Maße ein aufmerksames Kind seiner Zeit: Er nahm die kulturellen Einflüsse auf, insbesondere Rembrandt und die Maler der französischen Künstlerkolonie von Barbizon. Im Fischerhuder Museum sind im ersten Raum der Ausstellung zahlreiche Gemälde, vor allem von Camille Corot (1796 – 1875) zusammengetragen. Das Motiv der Gesteinsgruppe in Corots Gemälde „Fontainebeau“ (1830) macht Modersohn zum Thema in „Felssteine bei Schierke“ (1886). Zugleich nimmt Modersohn bedeutsame Begriffe auf; „Stimmungen“ und „das Poetische“ wird für ihn Programm: „Leitet mich bei der Wahl der Motive und Stimmungen mein poetisches Gefühl für die Natur, so muss der Erfolg ein schöner sein.“ Dazu kommt ein Wort, das eine Epoche prägte: Idee. Das Naturstudium des Malers müsse einer Idee dienen, und darunter verstand er „die Einzelheiten der Landschaft nach ihrem Wesen behandeln“. Damit wird deutlich, dass Landschaftsmalerei nicht objektive Wiedergabe, sondern subjektives Erfassen sein soll. Lebenslang wird es Modersohns Bestreben sein, den Gegensatz zwischen Natur malen, wie sie ist und wie der Maler sie empfindet, zu lösen, besser: malerisch so ausdrücken, dass das Gemälde dem Betrachter eine Stimmung, ein Gestimmtsein vermittelt. Eine solche Malerei, das belege die qualitativ hochstehende Ausstellung, so Professor Clemens Bonnen, Vorsitzender der Gesellschaft Otto-Modersohn-Museum, in seiner Begrüßung der Mitglieder, sei alles andere als mit der abwertenden Bezeichnung Heimatmalerei gemeint sei. Die Eröffnung wurde für die zahlreichen Besucher zu einem wirkungsvollen Dreiklang: Neben die Zeichnungen und Gemälde traten der einführende Vortrag von Professor Franz und ein beseeltes und beseligendes Konzert des Solocellisten der Hamburger Philharmoniker, Valeri Krivoborodov, dessen Interpretation der ersten und dritten Violoncello-Suiten von Johann Sebastian Bach die Zuhörer nachhaltig begeisterte. Die Ausstellung „Otto Modersohn, das Frühwerk 1884 – 1889“ in der Bredenau, Fischerhude, ist bis zum 31. August täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Martinsfest in Oyten
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Sowohl der Laternenumzug als auch der Martinsmarkt am darauffolgenden Tag lockten die Oytener ins Freie. Fotos: Elke Keppler-Rosenau

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13.11.2017

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Fotos: Antje Holsten-Körner

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12.11.2017

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